Menschenrechtsverletzungen von intergeschlechtlichen Menschen als Thema einer szenischen Lesung
Oldenburg, 13. November 2022, 19:00 Uhr
Von medizinisch nicht notwendigen, schädlichen Eingriffen bis hin zu alltäglichen Ausgrenzungen - Intergeschlechtliche Menschen berichten in einer szenischen Lesung im Hempels in Oldenburg am 13.11.2022 um 19:00 Uhr von Menschenrechtsverletzungen, Lebenslust und Anders-Sein.
Erst seit Mai 2021 gibt es in Deutschland eine gesetzliche Regelung, welche die Möglichkeit zur Einwilligung von Eltern für Operationen an intergeschlechtlichen Kindern einschränkt – wenn keine medizinische Notwendigkeit vorliegt. Das Gesetz ist einerseits ein Meilenstein für den Schutz intergeschlechtlicher Kinder. Ungewiss ist, ob es ausreicht, um die bisher gängige medizinische Praxis vollständig zu beenden, die eine vermeintliche "Normalisierung" von Kindern versuchte, die mit einer Variation der Geschlechtsmerkmale geboren werden. Der Druck bleibt groß, sich der herrschenden Norm der Zweigeschlechtlichkeit anzupassen. Im alltäglichen Leben sind intergeschlechtliche Menschen weiterhin mit Unwissen, Ignoranz und Diskriminierung konfrontiert. Dem begegnet die Frl. Wunder AG mit der szenische Lesung "INTER - Leben zwischen den Geschlechtern". Die Performer*innen berichten über ihre Erfahrungen mit Ärzt*innen, Geschlechtszuweisung und Hormonen. Sie erzählen über Identitätskrisen, Lebenslust und Anders-Sein, sie reden Klartext mit denen, die nie zuhören wollten und inszenieren Kindheitserinnerungen und ihre Hoffnungen für eine Zukunft.
Der Eintritt ist frei.
Veranstaltungsort
Ziegelhofstraße 83
Oldenburg 26121
Deutschland