Aktuell Deutschland 08. Januar 2015

Marcus Vetter, freier Autor und Regisseur

Über Marcus Vetter

[Über Marcus Vetter]

Marcus Vetter

Marcus Vetter

Marcus Vetter (*1967) studierte "European Business Management" (Diplom 1991) und "Medienwissenschaft/-praxis" an der Universität Tübingen (Diplom 1994). Sein Studium führte ihn für längere Gastaufenthalte nach Buenos Aires und Madrid, und schloss verschiedene Praktika und ein Volontariat bei der Bavaria Film ein. 2004 wurde er für die Discovery Campus Masterschool ausgewählt, ein 10-monatiges europäisches Traineeprogramm für internationale Co-Produktionen im nonfiktionalen Bereich.
Seit 1994 arbeitet er als freier Autor und Regisseur. Seine Filme liefen auf internationalen Festivals und wurden bisher dreimal mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet: 2000 für das Dokudrama "der Tunnel" (ebenfalls Deutscher Fernsehpreis), 2001 "Wo das Geld wächst – die EM-TV-Story" und 2002 "Broadway Bruchsal". Weitere Filme "Wargames" (2002), "Battle for Bruckmann" (2004), "Die Unzerbrechlichen" (2006), "Mein Vater der Türke" (2006), "Traders´Dreams" (2007), "Heart of Jenin" (Deutscher Filmpreis) (2008), "Hunger" (2010), "Cinema Jenin" (2012) und "The Court" (2013). Sein aktueller Film "The Forecaster" startet im April 2015 in den deutschen Kinos.

[Marcus Vetter im Gespräch]

Sie sind bei der diesjährigen Berlinale Mitglied der unabhängigen Jury von Amnesty International. Warum ist es Ihnen wichtig, Amnesty auf diese Weise zu unterstützen?

Filme schaffen es immer wieder mit Bildern und Geschichten auf sehr eindrückliche Weise Herzen zu öffnen, die sonst geschlossen blieben. Filme, die Menschenrechtsverletzungen dokumentieren und Geschichten dazu erzählen, sind wichtig und sie müssen überall auf dieser Welt ihr Publikum finden. Der Amnesty International Preis hilft solche Filme für ein internationales Publikum "wertvoll" zu machen

Sie werden sich im Rahmen der Juryarbeit etwa 15 unterschiedliche Menschenrechtsfilme ansehen, das Spektrum reicht von der tagesaktuellen Reportage und Dokumentation bis zum großen Spielfilm. Was erwarten Sie von einem guten Film zum Thema Menschenrechte?

Die Geschichte sollte mich emotional berühren. Sie sollte authentisch sein und mich überzeugen, dass dem Thema mit großer Sorgfalt nachgegangen wurde. Wenn ein Film es darüber hinaus schafft, dass ich das Erzählte nicht mehr vergessen kann und ich es weiter erzähle und weiter darüber recherchiere und ich das Gefühl habe, dass ich mein Leben substanziell verändern möchte und es dann vielleicht auch tue, dann hat der Film sein Ziel längst erreicht.

Gibt es einen Film zum Thema Menschenrechte, der Sie besonders beeindruckt hat?

Der palästinensisch/israelische Film "5 broken cameras".

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