Aktuell Afrika 20. Juli 2011

Somalia: Kinder werden Opfer von Kriegsverbrechen

Kinder spielen im Flüchtlingscamp in Dadaab (Kenia)

Kinder spielen im Flüchtlingscamp in Dadaab (Kenia)

20. Juli 2011 - Kinder und junge Erwachsene sind in Somalia täglich Opfer willkürlicher Gewalt und müssen um ihr Leben bangen. Viele haben in den andauernden Konflikten ihre Familie verloren und sind obdachlos.

Der heute erschienene Bericht "Somalia's Children Under Attack" von Amnesty International beschreibt anhand von mehr als 200 Zeugenaussagen somalischer Kinder die fortwährenden Menschenrechtsverletzungen im zentralen und südlichen Teil des Landes. Die Kinder berichten unter anderem von Bombardierungen ihrer Häuser und Schulen sowie von öffentlichen Hinrichtungen. Darüber hinaus werden Mädchen und Jungen von der islamistischen al-Shabab-Miliz als Kindersoldaten oder Selbstmordattentäter eingesetzt.

„In Somalia herrscht nicht nur eine humanitäre Krise, es ist gleichzeitig eine Krise der Menschen- und Kinderrechte", sagt die stellvertretende Leiterin der Afrikaabteilung von Amnesty International, Michelle Kagari. Mit dem Bericht fordert Amnesty International dazu auf, die Verantwortlichen für ihre Kriegsverbrechen zur Rechenschaft zu ziehen. Nur so können die Menschenrechte, insbesondere für Kinder, in Somalia geschützt werden.

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Lesen Sie den Amnesty-Bericht "Somalia's Children Under Attack" (PDF)]

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