Amnesty International Hannover ist aktiv gegen das "Verschwindenlassen"
Amnesty Hannover macht auf das "Verschwindenlassen" aufmerksam
© Erika Büchse
Unter der Federführung der Gruppe 1005 hat sich Amnesty Hannover mit vielen erfolgreichen Aktionen am "Internationalen Tag gegen das "Verschwindenlassen" am 30. August beteiligt. Von "Verschwindenlassen" ist die Rede, wenn Menschen von Sicherheitskräften gefangen oder entführt werden, dieses aber nicht bestätigt wird und auch Informationen über den Verbleib des Opfers verweigert werden. Repressive Regimes weltweit bedienen sich dieses Instrumentes, um politische Gegner zum Schweigen zu bringen.
Die hannoversche Gruppe hatte an dem Gedenktag 14 schwarze Pappfiguren aufgestellt und diese mit dem Foto, Namen und Herkunftsland eines Menschen versehen, der irgendwo auf der Welt dem "Verschwindenlassen" zum Opfer gefallen ist. Auch das Datum, an dem derjenige das letzte Mal gesehen wurde, hatten die Mitglieder an die Figuren geheftet.
Vor den gelben Transparenten von Amnesty International waren die Pappgestalten eindrucksvoll positioniert und die Mitglieder konnten bei den Passanten viel Aufmerksamkeit erreichen. Es wurden viele Handzettel verteilt und über das "Verschwindenlassen" informiert. Eine Gruppe von Frauen, die mit Trommeln ebenfalls aktiv vor Ort dabei waren, lockten weitere Interessierte zu der Aktion. Die Anzahl der gesammelten Petitionsunterschriften an Pakistan und Haiti übertraf somit auch alle Erwartungen!
Zusätzlich zu der Veranstaltung am Samstag hatte Amnesty Hannover auch am folgenden Tag gleich zwei weitere Aktionen geplant. Neben einer Matinee-Kino-Aufführung, wurde insbesondere der Gottesdienst in der zentralen Marktkirche gut besucht und die Mitglieder verzeichneten für das Wochenende einen vollen Erfolg!