Endlich frei!

Ergebnis dieser Urgent Action

Sieben Männer, die Ende 2007 festgenommen worden und seitdem "verschwunden" waren, sind im März 2011 freigelassen worden. Die Männer und ihre Familienangehörigen haben sich bei Amnesty International für die Appellbriefe und die Unterstützung bedankt.

Sieben Männer, die Ende 2007 festgenommen worden und seitdem "verschwunden" waren, sind im März 2011 freigelassen worden. Die Männer und ihre Familienangehörigen haben sich bei Amnesty International für die Appellbriefe und die Unterstützung bedankt.

Sachlage

Die sieben oben genannten Männer waren am 30. November 2007 in der Stadt Guéréda in der im Nordosten des Tschad gelegenen Region Dar Tama festgenommen worden. Sie wurden im März dieses Jahres nach drei Jahren Haft freigelassen. Bei einem Treffen mit ein Amnesty-Vertreter in N’Djamena im Juni bedankten sich die Männer und ihre Angehörigen bei Amnesty International für die Unterstützung. Amnesty International hatte sich im Laufe der drei Jahre in verschiedenen Gesprächen mit der tschadischen Regierung und VertreterInnen der internationalen Gemeinschaft, darunter Botschaftsangehörige verschiedener Staaten im Tschad, sowie UN-VertreterInnen im Land für die sieben Männer eingesetzt.

Die Männer gaben Amnesty International gegenüber an, sie seien am 8. Dezember 2007 in das Hochsicherheitsgefängnis Korotoro gebracht worden, wo man sie ohne Kontakt zur Außenwelt festhielt. Informationen über ihre mögliche Inhaftierung in der Hafteinrichtung Korotoro traten Ende 2010 zutage, wurden aber nie von den Behörden bestätigt, obwohl die Familien, Amnesty International und andere Menschenrechtsorganisationen immer wieder nachfragten. Die sieben Männer kamen schließlich am 13. März 2011 frei, ohne jemals unter Anklage gestellt worden zu sein. Dem Amnesty-Vertreter erzählten sie, in der Haft gefoltert worden zu sein.

Die Männer gehören der ethnischen Gruppe der Tama an. Einige von ihnen sind Mitglieder der ehemaligen bewaffneten Oppositionsgruppe Front Uni pour le Changement Démocratique (FUC), die sich vor allem aus Angehörigen der Tama zusammensetzte. Der FUC-Vorsitzende war der Verteidigungsminister Mahamat Nour, der von Präsident Idriss Deby Itno am selben Tag entlassen wurde, an dem die sieben Männer in Haft kamen. Der Präsident hatte sich an jenem Tag mit den Männern getroffen, um über die Entwaffnung ehemaliger FUC-Angehöriger in der Region zu sprechen, die sich geweigert hatte, ihre Waffen niederzulegen. Von zahlreichen weiteren im Tschad festgenommenen Personen fehlt nach wie vor jede Spur. Amnesty International wird sich weiter für sie einsetzen.

Weitere Aktionen des Eilaktionsnetzes sind nicht erforderlich. Vielen Dank allen, die Appelle geschrieben haben.