Drohungen
Karte von Honduras
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Zwei freiwillige Helferinnen aus Europa, die sich bei einem internationalen Schutzprojekt in der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa engagieren, sind im April bedroht worden. Die Freiwilligen, bei denen es sich um eine Französin und eine Britin handelt, begleiten Einzelpersonen und Mitglieder von honduranischen Menschenrechtsorganisationen, um sie so vor möglichen Angriffen zu schützen. Nun befinden sich die beiden freiwilligen Helferinnen selbst in Gefahr.
Appell an
GENERALSTAATSANWALT
Sr. Luis Alberto Rubí
Fiscal General de la República
Lomas del Guijarro
Avenida República Dominicana
Edificio Lomas Plaza II
Tegucigalpa
HONDURAS
(korrekte Anrede: Sr. Fiscal General / Dear Attorney General / Sehr geehrter Generalstaatsanwalt)
Fax: (00 504) 2221 5667
MINISTERIN FÜR JUSTIZ UND MENSCHENRECHTE
Ana Pineda
Ministra de Justicia y Derechos Humanos
Col. Lomas del Mayab
Ave. República de Costa Rica
Entre BAC-BAMER y BANHCAFE
Tegucigalpa MDC
HONDURAS
(korrekte Anrede: Estimada Sra. Ministra / Dear Minister / Sehr geehrte Frau Ministerin)
E-Mail: info@sjdh.gob.hn
Sende eine Kopie an
BOTSCHAFT DER REPUBLIK HONDURAS
S.E. Herrn Efraín Anibal Díaz Arrivillaga
Cuxhavener Straße 14
10555 Berlin
Fax: (030) 3974 9712
E-Mail: informacion@embahonduras.de
Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Spanisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 27. Juni 2012 keine Appelle mehr zu verschicken.
Sachlage
Am 26. April erhielt eine freiwillige Helferin des honduranischen Projekts zur Schutzbegleitung "Proyecto de Acompañamiento en Honduras" (PROAH) eine Drohung per SMS. In der Nachricht hieß es: "Miststücke, wenn wir erst mal eine Kugel in eure Köpfe gejagt haben, werdet ihr schon ruhig sein" ("Mierdas hasta que les metamos un plomaso en la cabeza se van a quedar quietos"). Die gleiche Drohung wurde auch an Personen geschickt, die von PROAH in den vergangenen Monaten begleitet worden sind.
Zuvor, am 22. April, hatte eine andere Freiwillige, die für das Schutzprojekt PROAH tätig ist, bereits eine ähnliche Drohung per Kurznachricht erhalten. In der Nachricht, in der die Namen von Personen genannt wurden, die von PROAH begleitet werden, hieß es: "...egal mit wem wir anfangen...das Ergebnis wird das Gleiche sein" ("por quien empezamos …El fin no altera el producto"). Auch diese Drohung wurde zusätzlich per Nachricht an Personen geschickt, die unter dem Schutz des Projekts PROAH stehen. Am 30. April wurden die honduranischen Behörden über die Drohungen in Kenntnis gesetzt.
Beide Drohungen endeten mit dem Akronym "CAM", was für Comando Álvarez Martínez steht – ein Pseudonym, das bei Drohungen gegen MenschenrechtsverteidigerInnen und JournalistInnen nach dem Staatsstreich von 2009 immer wieder als Absender verwendet wurde. Álvarez Martínez war zwischen 1982 und 1984 General der honduranischen Streitkräfte. In dieser Zeit wurden schwere Menschenrechtsverletzungen verübt. Örtliche Menschenrechtsgruppen haben ihm damals wiederholt Verbindungen zu paramilitärischen Todeskommandos unterstellt. Vor Kurzem erst wurde das Akronym CAM bei Drohungen gegen die Journalistin und Menschenrechtsverteidigerin Dina Meza verwendet (siehe UA 106/2012).
[EMPFOHLENE AKTIONEN ]
SCHREIBEN SIE BITTE FAXE, E-MAILS ODER LUFTPOSTBRIEFE MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN
-
Sorgen Sie bitte dafür, dass eine unabhängige, umfassende und unparteiische Untersuchung der Drohungen gegen Mitglieder des Schutzprojekts PROAH eingeleitet wird. Stellen Sie bitte sicher, dass die Ermittlungsergebnisse öffentlich bekannt gegeben und die Verantwortlichen vor Gericht gestellt werden.
-
Ich bitte Sie eindringlich, wirksame Maßnahmen zu ergreifen, damit die Mitglieder des Schutzprojekts PROAH sowie andere MenschenrechtsverteidigerInnen in Honduras nicht weiter drangsaliert und bedroht werden. Informieren Sie mich bitte über die Schritte, die Sie ergriffen haben, um dieser Forderung nachzukommen.
- Ich möchte Sie daran erinnern, dass MenschenrechtsverteidigerInnen gemäß der UN-Erklärung zum Schutz von MenschenrechtsverteidigerInnen das Recht haben, ihre Arbeit ohne Einschränkungen oder Angst vor Vergeltungsmaßnahmen auszuführen.
[APPELLE AN]
GENERALSTAATSANWALT
Sr. Luis Alberto Rubí
Fiscal General de la República
Lomas del Guijarro
Avenida República Dominicana
Edificio Lomas Plaza II
Tegucigalpa
HONDURAS
(korrekte Anrede: Sr. Fiscal General / Dear Attorney General / Sehr geehrter Generalstaatsanwalt)
Fax: (00 504) 2221 5667
MINISTERIN FÜR JUSTIZ UND MENSCHENRECHTE
Ana Pineda
Ministra de Justicia y Derechos Humanos
Col. Lomas del Mayab
Ave. República de Costa Rica
Entre BAC-BAMER y BANHCAFE
Tegucigalpa MDC
HONDURAS
(korrekte Anrede: Estimada Sra. Ministra / Dear Minister / Sehr geehrte Frau Ministerin)
E-Mail: info@sjdh.gob.hn
KOPIEN AN
BOTSCHAFT DER REPUBLIK HONDURAS
S.E. Herrn Efraín Anibal Díaz Arrivillaga
Cuxhavener Straße 14
10555 Berlin
Fax: (030) 3974 9712
E-Mail: informacion@embahonduras.de
Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Spanisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 27. Juni 2012 keine Appelle mehr zu verschicken.
Hintergrundinformation
PROAH ist ein Projekt der gemeinnützigen US-amerikanischen Organisation "Friendship Office of the Americas" und bietet MenschenrechtsverteidigerInnen in Honduras seit 2010 Begleitschutz. Freiwillige aus Europa und Nordamerika begleiten Einzelpersonen und Organisationen, die potentielle Ziele für tätliche Angriffe sein könnten. So sollen Gewalttaten verhindert und mehr Respekt für Menschenrechte erzielt werden.