Drohende Abschiebung

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Textfeld "Menschenrechte verteidigen"

Am 6. Februar 2020 wurde Hazrat Naeem Abdul Qayum, auch bekannt als Geelaman Pashteen, von Sicherheitskräften in Bahrain festgenommen. Vorausgegangen war eine „Red Notice“ durch Interpol, mit der Pakistan seine Auslieferung beantragt hatte. Die Auslieferung des Menschenrechtlers an Pakistan würde gegen das Völkerrecht verstoßen, da ihm dort Folter und Verschwindenlassen drohen.

Bitte verhindert die Abschiebung von Hazrat Naeem Abdul Qayum aus Bahrain

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Dein Appell

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Exzellenz,

Der 24-jährige Aktivist Hazrat Naeem Abdul Qayum wurde am 6. Februar 2020 von Sicherheitskräften in Bahrain festgenommen. Vorausgegangen war eine „Red Notice“ durch Interpol, mit der Pakistan seine Auslieferung beantragt hatte. Geelaman Pashteen ist ein in Bahrain lebender Dichter und Menschenrechtler. Er ist Unterstützer der Bewegung für den Schutz der Paschtunen (Movement for the Protection of Pashtuns – PTM) und setzt sich friedlich für Gleichbehandlung und Gerechtigkeit für Verletzungen der Menschenrechte von Paschtun_innen in Pakistan ein.

Sollte Geelaman Pashteen an Pakistan ausgeliefert werden, würden ihm schwere Menschenrechtsverletzungen drohen, darunter Verschwindenlassen sowie Folter und andere Formen der Misshandlung.

Bitte lassen Sie Geelaman Pashteen umgehend und bedingungslos frei. Schieben Sie ihn unter keinen Umständen nach Pakistan oder in ein anderes Land ab, in dem ihm schwere Menschenrechtsverletzungen drohen.

Kommen Sie bitte ihrer Verpflichtung unter dem Völkergewohnheitsrecht nach, den Grundsatz der Nicht-Zurückweisung (Non-Refoulement) einzuhalten.

Mit freundlichen Grüßen

Your Excellency

On 6 February 2020, Bahraini security forces arrested a Pakistani national, Hazrat Naeem Abdul Qayum, also known as Geelaman Pashteen, based on an Interpol Red Notice. Geelaman Pashteen is a poet and human rights activist who resides and works in Bahrain. A supporter of Pakistan’s Pashtun Tahaffuz Movement (PTM), he has been peacefully calling for equality and justice for human rights violations against the Pashtun community in Pakistan.

In 2019, the Pakistani authorities intensified their crackdown on the PTM, which campaigns against human rights abuses – arresting and arbitrarily detaining dozens of its supporters, subjecting them to surveillance, intimidation, prosecution and violence leading to multiple deaths, solely for their peaceful exercise of their human rights.

If returned to Pakistan, Geelaman Pashteen, as a supporter of PTM and peaceful advocate for change, would be at risk of serious human rights violations, including enforced disappearance and torture and other ill-treatment.

We urge you to immediately and unconditionally release Geelaman Pashteen and under no circumstances deport him to Pakistan or to any other country where he would be at real risk of serious human rights violations. We call on the Bahraini authorities to ensure respect at all times for principle of non-refoulement under customary international law.

Yours sincerely,

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Bitte abschicken bis: 26.03.2020

Appell an:

Shaikh Khalid bin Ahmed bin Mohammed Al Khalifa

Ministry of Foreign Affairs

P.O. Box 547

Government Road

Manama, BAHRAIN

Sende eine Kopie an:

Botschaft des Königreichs Bahrain
S. E. Herrn
Abdulla Abdullatif Al Shaikh Abdulla
Klingelhöfer Str. 7
10785 Berlin

Fax: 030-8687 7788

E-Mail: info@bahrain-embassy.de

Amnesty fordert:

  • Bitte lassen Sie Geelaman Pashteen umgehend und bedingungslos frei. Schieben Sie ihn unter keinen Umständen nach Pakistan oder in ein anderes Land ab, in dem ihm schwere Menschenrechtsverletzungen drohen.
  • Kommen Sie bitte ihrer Verpflichtung unter dem Völkergewohnheitsrecht nach, den Grundsatz der Nicht-Zurückweisung (Non-Refoulement) einzuhalten.

Sachlage

Der 24-jährige Aktivist Hazrat Naeem Abdul Qayum wurde am 6. Februar 2020 von Sicherheitskräften in Bahrain festgenommen. Vorausgegangen war eine „Red Notice“ durch Interpol, mit der Pakistan seine Auslieferung beantragt hatte. Geelaman Pashteen ist ein in Bahrain lebender Dichter und Menschenrechtler. Er ist Unterstützer der Bewegung für den Schutz der Paschtunen (Movement for the Protection of Pashtuns – PTM) und setzt sich friedlich für Gleichbehandlung und Gerechtigkeit für Verletzungen der Menschenrechte von Paschtun_innen in Pakistan ein.

Im Jahr 2019 begannen die pakistanischen Behörden damit, schärfer gegen die PTM vorzugehen. Dutzende Unterstützer_innen der Menschenrechtsbewegung wurden lediglich aufgrund der friedlichen Wahrnehmung ihrer Menschenrechte festgenommen, willkürlich inhaftiert, überwacht, eingeschüchtert, strafrechtlich verfolgt und tätlich angegriffen. Hierbei wurden einige Menschen getötet.

Sollte Geelaman Pashteen an Pakistan ausgeliefert werden, würden ihm schwere Menschenrechtsverletzungen drohen, darunter Verschwindenlassen sowie Folter und andere Formen der Misshandlung.

Hintergrundinformation

Hintergrund

Hazrat Naeem Abdul Qayum, auch bekannt als Geelaman Pashteen, hat sich über Twitter friedlich für die Gleichbehandlung von Paschtun_innen ausgesprochen und Gerechtigkeit für gegen diese Gemeinschaft verübte Menschenrechtsverletzungen gefordert. Darüber hinaus hat er sich für die Freilassung von Manzoor Pashteen eingesetzt, ein Sprecher der PTM, der am 27. Januar 2020 auf der Grundlage drakonischer Gesetze aus der Kolonialzeit festgenommen und inhaftiert worden war. Man wirft ihm unter anderem „Aufwiegelung“ vor, weil er in einer Rede das pakistanische Militär kritisiert hatte.

Die PTM setzt eigenen Angaben zufolge gewaltfreie Mittel ein, um gegen außergerichtliche Hinrichtungen, das Verschwindenlassen und andere Menschenrechtsverletzungen einzutreten, unter denen die paschtunische Minderheit in Pakistan zu leiden hat. Hochrangige Regierungsangehörige wie der Ministerpräsident Imran Khan und der Armeechef Qamar Javed Bajwa haben in der Vergangenheit ihre Sympathie für die Anliegen der PTM zum Ausdruck gebracht.

Dennoch haben die pakistanischen Behörden ihre harte Linie gegen die Bewegung noch verschärft. Dutzende PTM-Unterstützer_innen sind bereits festgenommen, willkürlich inhaftiert, überwacht, eingeschüchtert und tätlich angegriffen worden. Im ganzen Land werden Protestveranstaltungen der Bewegung verboten oder gestört, wodurch ihnen ihre Rechte auf freie Meinungsäußerung, Vereinigungsfreiheit und friedliche Versammlung abgesprochen werden.