Tschad: Zivilbevölkerung vor Gewalt schützen!

Ausschnitt aus einem animierten Video, das eine Frau zeigt, die ein Kind an sich drückt. Sie blickt traurig und beobachtet, wie im Hintergrund Hütten brennen und Menschen fliehen.

Im Tschad kommt es immer häufiger zu tödlichen Zusammenstößen zwischen Viehzüchtern und Bauern. Familien werden ausgelöscht, Dörfer niedergebrannt und Zehntausende Menschen leben heute in Angst und unter schwierigen Bedingungen.

Die tschadische Regierung muss jetzt handeln, um dieser Gewalt ein Ende zu setzen, die Zivilbevölkerung zu schützen und den Opfern Gerechtigkeit zu garantieren.

Beteilige dich an unserer Online-Aktion an Präsident Mahamat Idriss Déby Itno. Fordere ihn auf, die dringend notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Zivilbevölkerung zu ergreifen, damit nicht noch mehr Menschen ihr Leben verlieren.

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Dein Appell

Sehr geehrter Herr Präsident,

ich schreibe Ihnen, um Sie höflichst auf den Bericht von Amnesty International "Vivre de la terre et mourir pour elle" aufmerksam zu machen, in dem die andauernde Gewalt zwischen Viehzüchtern und Landwirten im Tschad behandelt wird.

Es kommt es immer wieder zu Übergriffen zwischen Viehzüchtern und Landwirten. Familien werden ausgelöscht, Dörfer in Brand gesteckt, und Zehntausende von Menschen leben heute in Armut und unter schwierigen Bedingungen. Die tschadische Regierung muss jetzt handeln, um diesen Gewalttaten ein Ende zu setzen, die Bürger zu schützen und den Opfern Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.

Das Recht auf Leben, Sicherheit und Recht wird durch die tschadische Verfassung und die von der Republik Tschad ratifizierten internationalen Verträge garantiert. Die Nichtbeachtung dieser Garantien erschüttert das Vertrauen der Bürger in die Behörden und macht den Rechtsstaat dauerhaft unglaubwürdig.

Zahlreiche Opferfamilien haben weder Gerechtigkeit erfahren noch Wiedergutmachung erhalten, und einige der Verursacher dieser Gewalttaten sind weiter auf freiem Fuß.

Vor diesem Hintergrund bitte ich Sie, Maßnahmen zu ergreifen, bevor noch mehr Menschen ihr Leben verlieren. Insbesondere bitte ich Sie sicherzustellen, dass Sicherheitskräfte ausreichenden Schutz gewähren und rechtzeitig eingreifen können, zum Beispiel durch ausreichende Posten in der Nähe von Gebieten, in denen es regelmäßig zu Konflikten kommt.

Ich bitte Sie außerdem eindringlich, dass die Verantwortlichen für diese tödlichen Angriffe zur Rechenschaft gezogen werden, dass unabhängige Ermittlungen durchgeführt werden und dass die Opfer eine angemessene Wiedergutmachung erhalten.

Insbesondere bitte ich Sie einen einheitlichen rechtlichen Rahmen bzgl. der Weidewanderung zusammen mit Vertreter*innen der Gemeinschaften der Viehzüchter, der Landwirte und der Zivilgesellschaft zu schaffen.

Hochachtungsvoll,

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Hintergrundinformation

Hintergrund

Die Fälle von Gewalt zwischen Viehzüchtern und Landwirten haben in den vergangenen Jahren zugenommen. Amnesty International hat zwischen 2022 und 2024 sieben Fälle von Gewalt zwischen Viehzüchtern und Bauern dokumentiert, bei denen mindestens 98 Menschen getötet, über 100 verletzt und mehr als 600 Häuser in den Provinzen Moyen-Chari, Mandoul, Logone Oriental und Logone Occidental zerstört wurden.

Ursachen für diese Gewalt sind die Verknappung von Land und Wasser, die Verschlechterung des Klimas und das Bevölkerungswachstum, die zu einem Wettbewerb um den Zugang zu natürlichen Ressourcen führen. Die Verbreitung von Waffen und das Fehlen wirksamer Präventions- und Vermittlungsmechanismen verschärfen die Spannungen zwischen Viehzüchtern und Bauern.

Die Gewalt hat sich vor dem Hintergrund des Mangels an angemessenen Reaktionen seitens der Behörden verschärft. In mehreren dokumentierten Fällen haben die Sicherheitskräfte keinen ausreichenden Schutz gewährleistet, indem sie zu spät eintrafen oder gar nicht eingriffen.

Viele Familien der Opfer haben weder Gerechtigkeit noch Entschädigung erhalten, einige der Täter bewegen sich frei. Diese Straflosigkeit schürt Spannungen und einen Kreislauf der Vergeltung.

Das Recht auf Leben, Sicherheit und Gerechtigkeit wird durch die tschadische Verfassung und die vom Tschad ratifizierten internationalen Verträge garantiert. Ihre Nichtbeachtung untergräbt das Vertrauen der Bürger in die Behörden und schwächt nachhaltig die Rechtsstaatlichkeit.

Der Amnesty-Bericht "Tchad: Vivre de la terre et mourir pour elle" kann auf amnesty.org als PDF-Datei heruntergeladen werden – hier klicken.