Sudan: Fordere eine Schutztruppe für die Zivilbevölkerung!
Kinder im Vertriebenenlager Shakshako im Sudan, in das sie vor der Gewalt in Al-Faschir geflüchtet sind (Januar 2026).
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Im Sudan eskaliert seit April 2023 die Gewalt zwischen den sudanesischen Streitkräften und den paramilitärischen "Rapid Support Forces" (RSF).
Zehntausende Menschen sind bereits getötet worden. Bis zu 10,5 Millionen Menschen sind seit Ausbruch des Konfliktes innerhalb des Landes auf der Flucht, über vier Millionen weitere haben in Nachbarländern Zuflucht gesucht. Vor allem Frauen, Kinder und besonders gefährdete Gruppen sind den Angriffen schutzlos ausgeliefert.
Eine gut ausgestattete internationale Schutztruppe ist dringend nötig, um die Zivilbevölkerung zu schützen und humanitäre Hilfe zu ermöglichen.
Werde aktiv und unterzeichne unsere Petition an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen und den Friedens- und Sicherheitsrat der Afrikanischen Union! Fordere die sofortige Entsendung einer Schutztruppe in den Sudan, damit die Zivilbevölkerung geschützt wird.
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Hintergrundinformation
Wie ist die Lage im Sudan?
Der anhaltende Konflikt im Sudan hat verheerende Folgen für die Zivilbevölkerung. Zehntausende Menschen sind bereits gestorben und es herrscht eine schwere humanitäre Krise. Bis zu 10,5 Millionen Menschen sind seit Ausbruch des Konfliktes im Land auf der Flucht, und über vier Millionen Menschen haben in Nachbarländern Zuflucht gesucht.
Damit ist der Sudan das Land mit der höchsten Anzahl an Binnenvertriebenen und Flüchtlingen weltweit. Mehr als 30 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, wobei Regionen wie Darfur und Kordofan von akuten Hungersnöten betroffen sind.
Seit Beginn des Konflikts im April 2023 begehen die sudanesische Armee und die RSF zahlreiche Menschenrechtsverstöße, indem sie unter anderem gezielt Zivilpersonen angreifen:
- Die gezielte Verfolgung bestimmter ethnischer Gruppen hat zu Übergriffen auf nicht-arabische Gemeinschaften geführt.
- Dabei werden Frauen und Mädchen sexualisierter Gewalt und Ausbeutung ausgesetzt.
- Männer und Jungen werden systematisch gejagt und Opfer von Verschleppung und Massakern.
- Kinder werden nicht nur als Opfer in Kauf genommen, sondern sind vielmehr unmittelbar betroffen: sei es durch Zwangsrekrutierung, sexualisierte Gewalt, rechtswidrige Inhaftierung, Folter oder mangelnde medizinische Versorgung.
2024 und 2025 belagerten RSF-Truppen 18 Monate lang die Stadt Al-Faschir, setzten die Zivilbevölkerung systematisch Hungersnöten aus und blockierten den Zugang zu lebenswichtigen Versorgungsleistungen. Viele Menschen wurden bei gezielten Angriffen verletzt oder getötet; andere fielen sexualisierter Gewalt zum Opfer.
Angesichts all dessen ist der Einsatz einer internationalen Schutztruppe unerlässlich, um Gräueltaten gegen die Zivilbevölkerung zu verhindern. Eine solche Truppe würde auch dafür sorgen, dass humanitäre Hilfsleistungen sicher bereitgestellt werden können, und wäre in der Lage, Angriffe auf Zivilpersonen und zivile Infrastruktur zu überwachen und zu dokumentieren.
Jede einzelne Unterschrift wird dem UN-Sicherheitsrat und dem Friedens- und Sicherheitsrat der Afrikanischen Union vorgelegt. Gemeinsam können wir unserer Forderung mit so viel Nachdruck Gehör verschaffen, dass die politischen Entscheidungsträger*innen sie nicht ignorieren können.