Belarus: Willkürlich Inhaftierte sofort freilassen!
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Die Rechte auf Meinungs-, Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit sind in Belarus weiterhin massiv eingeschränkt.
Sechs Jahre nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen und den anschließenden Protesten befinden sich in Belarus immer noch Hunderte Personen aufgrund politisch motivierter Anklagen in Haft.
Inhaftierte, die aufgrund politisch motivierter Anklagen verurteilt wurden, werden häufig unter unmenschlichen Bedingungen festgehalten. Seit den Protesten im Jahr 2020 bis Ende 2025 starben mindestens neun Betroffene politisch motivierter Strafverfolgung in belarusischer Haft.
Bitte setze dich für die sofortige und bedingungslose Freilassung aller Personen ein, die sich in Belarus allein aufgrund der friedlichen Wahrnehmung ihrer Rechte in Haft befinden! Mach jetzt mit bei unserer Online-Aktion an den belarusischen Außenminister Maxim Ryschenkow.
Werde aktiv!
Hintergrundinformation
Infolge der Niederschlagung der Proteste nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen 2020 in Belarus wurde die Zivilgesellschaft im Land praktisch mundtot gemacht. Hunderte von Demonstrant*innen und Aktivist*innen wurden strafrechtlich verfolgt und teils zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Aktivist*innen mussten das Land verlassen oder riskierten, für die friedliche Wahrnehmung ihrer Rechte oder ihre legitime Menschenrechtsarbeit inhaftiert zu werden.
Amnesty hat sich für die Inhaftierten eingesetzt, die im Kontext der Wahlen und nachfolgenden Proteste verurteilt wurden, darunter die prominente politische Aktivistin, Protestführerin und Musikerin Maria Kalesnikava, die Menschenrechtsverteidigerin Nasta Loika sowie die Menschenrechtsaktivist*innen des belarusischen Menschenrechtszentrums Viasna Andrei Chapyuk, Tatsiana Lasitsa, Leanid Sudalenka, Marfa Rabkova, Valiantsin Stefanovich, Uladzimir Labkovich und der Vorsitzende von Viasna und Friedensnobelpreisträger Ales Bialiatski. Zwischenzeitlich wurden die hier namentlich genannten Personen aus der Haft entlassen.
Auch aktuell befinden sich jedoch noch Hunderte Personen aufgrund politisch motivierter Anklagen in Haft. Die Sicherheitskräfte nehmen weiterhin willkürlich Menschen fest. Die Rechte auf Meinungs-, Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit sind in Belarus weiterhin massiv eingeschränkt.
Inhaftierte, die aufgrund politisch motivierter Anklagen verurteilt wurden, werden häufig unter unmenschlichen Bedingungen festgehalten. Sie haben vielfach keinen Zugang zu angemessener Gesundheitsversorgung, Anwält*innen oder ihren Familienangehörigen. Es wird von Einzelhaft und gezielter Isolation berichtet.
Mehr Informationen zur Menschenrechtslage in Belarus findest du auf https://amnesty-belarus-ukraine.de