Belarus: Willkürlich Inhaftierte sofort freilassen!

Das Foto zeigt Polizisten hinter ihren Schutzschilden, die dicht nebeneinander in einer Reihe stehen. Ihnen gegenüber stehen einige Meter entfernt Demonstrierende.

Die Rechte auf Meinungs-, Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit sind in Belarus weiterhin massiv eingeschränkt.

Sechs Jahre nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen und den anschließenden Protesten befinden sich in Belarus immer noch Hunderte Personen aufgrund politisch motivierter Anklagen in Haft.

Inhaftierte, die aufgrund politisch motivierter Anklagen verurteilt wurden, werden häufig unter unmenschlichen Bedingungen festgehalten. Seit den Protesten im Jahr 2020 bis Ende 2025 starben mindestens neun Betroffene politisch motivierter Strafverfolgung in belarusischer Haft.

Bitte setze dich für die sofortige und bedingungslose Freilassung aller Personen ein, die sich in Belarus allein aufgrund der friedlichen Wahrnehmung ihrer Rechte in Haft befinden! Mach jetzt mit bei unserer Online-Aktion an den belarusischen Außenminister Maxim Ryschenkow.

Werde aktiv!

Bereits bei "Mein Amnesty" registriert? Dann bitte hier anmelden.
Meine Profildaten (Vorname, erster Buchstabe des Nachnamens) dürfen bei Aktionsteilnahme angezeigt werden.

Ja, ich will mich für die Menschenrechte einsetzen und stimme zu, dass die Initialen meines Vornamens und Nachnamens bei Aktionsteilnahme an den Adressaten übermittelt und diesem angezeigt werden. Ich bin mir bewusst, dass in Drittstaaten oft kein mit dem europäischen Datenschutz vergleichbarer Schutz meiner personenbezogenen Daten gegeben ist und dass mit der Offenlegung ggf. Rückschlüsse auf meine politische Meinung möglich sind. Meine Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen, jedoch nur mit Wirkung für die Zukunft. Weitere Hinweise in unseren Datenschutzhinweisen.

Hinweis: Vielen Dank für deine Unterstützung. Deine Kontaktdaten (E-Mail-Adresse, Anschrift und optional Telefonnummer) verwenden wir auch, um dir aktuelle Informationen über Menschenrechte und unsere Arbeit sowie die unserer Netzwerkpartner zuzuschicken, Veranstaltungen anzukündigen und zur Teilnahme an Aktionen, Petitionen oder zu Spenden aufzurufen. Du kannst dich jederzeit kostenlos und einfach von unseren Newslettern abmelden. Klicke dazu einfach auf den Abmeldelink in den Nachrichten (E-Mail oder WhatsApp), oder schreibe uns an info@amnesty.de. Mehr Informationen findest du in unseren Datenschutzhinweisen.

Dein Appell

In welcher Sprache möchtet du den Brief verschicken? Bitte auswählen

Sehr geehrter Herr Minister,

sechs Jahre nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen und den anschließenden Protesten befinden sich in Belarus immer noch Hunderte Personen aufgrund politisch motivierter Anklagen in Haft.

Amnesty International begrüßt, dass ein Teil der Inhaftierten, darunter auch bekannte Persönlichkeiten wie die politische Aktivistin, Protestführerin und Musikerin Maria Kalesnikava und der Menschenrechtsaktivist und Friedensnobelpreisträger Ales Bialiatski, aus der Haft entlassen wurden. Sie hätten jedoch keinen einzigen Tag in Haft verbringen dürfen.

Die Haftbedingungen sind für aus politischen Motiven Inhaftierte besonders hart. Sie werden häufig in Strafzellen untergebracht und erhalten keine angemessene medizinische Versorgung. Im Zeitraum seit den Protesten bis Ende 2025 starben mindestens neun Betroffene politisch motivierter Strafverfolgung in Belarus in Haft. Sie litten teils unter Vorerkrankungen, die den Behörden bekannt waren.

Ich bitte Sie dafür einzutreten, dass alle Personen umgehend und bedingungslos freigelassen werden, die in Belarus allein aufgrund der friedlichen Wahrnehmung ihrer Rechte inhaftiert wurden.

Stellen Sie bis dahin sicher, dass die Inhaftierten angemessen medizinisch versorgt werden, ihre Haftbedingungen im Einklang mit internationalen Menschenrechtsstandards stehen und sie Kontakt zu ihren Anwält*innen und Familien erhalten.

Bitte setzen Sie sich für die Achtung der Meinungs-, Versammlungs-, Vereinigungs- und Pressefreiheit in Belarus ein.

Hochachtungsvoll

Dear Foreign Minister,

six years after the disputed presidential elections and subsequent protests in Belarus, hundreds of people with politically motivated sentences remain in prison.

Amnesty International welcomes the release of prisoners, including well-known figures such as political activist, protest leader, and musician Maria Kalesnikava and human rights activist and Nobel Peace Prize laureate Ales Bialiatski. They should, however, have never spent a single day in prison.

The prison conditions for those imprisoned with politically motivated sentences are particularly harsh. They are often held in detention cells and do not receive adequate health care. From the time of the protests until the end of 2025, at least 9 people, sentenced for political reasons, died while in prison. In part, they suffered from pre-existing health issues that the authorities were aware of.

I ask you to advocate for the immediate and unconditional release of all individuals who have been detained in Belarus solely for peacefully exercising their rights.

In the meantime, please ensure that the detainees receive adequate medical care, that their conditions of detention comply with international human rights standards, and that they are allowed to communicate with their lawyers and families.

Please advocate for the respect of freedom of expression, assembly, association, and the press in Belarus.

[webform_submission:source-entity:field_petition_title]

[webform_submission:source-entity:field_petition_text]

Hintergrundinformation

Hintergrund

Infolge der Niederschlagung der Proteste nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen 2020 in Belarus wurde die Zivilgesellschaft im Land praktisch mundtot gemacht. Hunderte von Demonstrant*innen und Aktivist*innen wurden strafrechtlich verfolgt und teils zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Aktivist*innen mussten das Land verlassen oder riskierten, für die friedliche Wahrnehmung ihrer Rechte oder ihre legitime Menschenrechtsarbeit inhaftiert zu werden.

Amnesty hat sich für die Inhaftierten eingesetzt, die im Kontext der Wahlen und nachfolgenden Proteste verurteilt wurden, darunter die prominente politische Aktivistin, Protestführerin und Musikerin Maria Kalesnikava, die Menschenrechtsverteidigerin Nasta Loika sowie die Menschenrechtsaktivist*innen des belarusischen Menschenrechtszentrums Viasna Andrei Chapyuk, Tatsiana Lasitsa, Leanid Sudalenka, Marfa Rabkova, Valiantsin Stefanovich, Uladzimir Labkovich und der Vorsitzende von Viasna und Friedensnobelpreisträger Ales Bialiatski. Zwischenzeitlich wurden die hier namentlich genannten Personen aus der Haft entlassen.

Auch aktuell befinden sich jedoch noch Hunderte Personen aufgrund politisch motivierter Anklagen in Haft. Die Sicherheitskräfte nehmen weiterhin willkürlich Menschen fest. Die Rechte auf Meinungs-, Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit sind in Belarus weiterhin massiv eingeschränkt.

Inhaftierte, die aufgrund politisch motivierter Anklagen verurteilt wurden, werden häufig unter unmenschlichen Bedingungen festgehalten. Sie haben vielfach keinen Zugang zu angemessener Gesundheitsversorgung, Anwält*innen oder ihren Familienangehörigen. Es wird von Einzelhaft und gezielter Isolation berichtet.

Mehr Informationen zur Menschenrechtslage in Belarus findest du auf https://amnesty-belarus-ukraine.de