Nicaragua: Brooklyn Rivera (Juni 2026)
Der indigene Aktivist und Politiker Brooklyn Rivera aus Nicaragua (undatiertes Foto)
© Brooklyn's family
Brief gegen das Vergessen
Am 1. Juni wurde bekannt, dass Brooklyn Rivera in der Haft verstorben ist. Der Sprecher des indigenen Volkes der Miskito und Gründer der indigenen politischen Partei YATAMA fiel Ende September 2023 dem Verschwindenlassen zum Opfer. Erst Ende November 2024, also 14 Monate später, räumten die Behörden ein, ihn in Gewahrsam zu halten.
Die Behörden warfen Brooklyn Rivera Landesverrat vor. Er hatte im April 2023 an dem von den Vereinten Nationen ausgerichteten Ständigen Forum für Indigene Angelegenheiten in New York teilgenommen. Daraufhin verweigerte ihm die nicaraguanische Regierung die Wiedereinreise ins Land. Er konnte jedoch über das Territorium der Miskito nach Nicaragua einreisen. Im September 2023 wurde er bei sich zu Hause in Puerto Cabezas willkürlich festgenommen und war seither "verschwunden". Bereits in den Jahren zuvor war Brooklyn Rivera aufgrund seines Aktivismus drangsaliert worden.
Die Behörden hielten Brooklyn Rivera fest, ohne seinen Aufenthaltsort bekanntzugeben, ohne Zugang zu seiner Familie oder einem vertrauenswürdigen Rechtsbeistand. Amnesty International warnte wiederholt, dass diese Umstände seine persönliche Unversehrtheit und sein Leben gefährdeten. Sein Tod darf nicht einfach hingenommen werden. Nach internationalen Menschenrechtsstandards müssen alle Todesfälle in staatlichem Gewahrsam untersucht werden, da sie möglicherweise rechtswidrig sind und somit das Recht auf Leben verletzen.
Bitte schreiben Sie bis 31. August 2026 höflich formulierte Briefe an die Ko-Präsident*innen Nicaraguas, Daniel Ortega und Rosario Murillo, und dringen Sie darauf, dass der Tod von Brooklyn Rivera in staatlichem Gewahrsam umgehend, gründlich und unabhängig untersucht wird. Fordern sie außerdem, dass seiner Familie unverzüglich und uneingeschränkt Zugang zu allen Informationen über seine Inhaftierung, die Haftbedingungen und die Umstände seines Todes gewährt wird. Außerdem müssen seine sterblichen Überreste würdig zurückgeführt und seinen Angehörigen übergeben werden.
Schreiben Sie in gutem Spanisch, Englisch oder auf Deutsch und schicken Sie Ihr Schreiben an:
Amnesty International - Americas Regional Office in Mexico
Luz Saviñon 519
CP 03100 Colonia del Valle
Delegación Benito Juarez
Mexico City
MEXIKO
(Anrede: Dear Co-Presidents Daniel Ortega and Rosario Murillo / Sehr geehrter Präsident Ortega, sehr geehrte Präsidentin Murillo)
(Standardbrief Luftpost bis 20 g: 1,25 €)
Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
Botschaft von Nicaragua
Prinz-Eugen-Straße 18, Stiege 1, Top 34,
1040 Wien
ÖSTERREICH
Fax: 0043 – 1 403 27 52
E-Mail: embanicviena.consular@gmail.com
(Standardbrief Luftpost bis 20 g: 1,25 €)
Bitte setzt euch für Brooklyn Rivera ein!
Hier kannst du deinen Brief ausdrucken, um ihn per Post oder Fax an die Behörden zu senden, oder ihn direkt über dein eigenes E-Mail-Programm verschicken.
Du hast Probleme beim Ausdrucken des Briefes? Dann klicke bitte hier.
Achtung: Bitte prüfe bei der Deutschen Post ob die Briefzustellung in das Zielland ungehindert möglich ist.
Appell an
Amnesty International - Americas Regional Office in Mexico
Luz Saviñon 519
CP 03100 Colonia del Valle
Delegación Benito Juarez
Mexico City
MEXIKO
Sende eine Kopie an
Botschaft von Nicaragua
Prinz-Eugen-Straße 18, Stiege 1, Top 34,
1040 Wien
ÖSTERREICH
Fax: 0043 – 1 403 27 52
E-Mail: embanicviena@chello.at