Belarus: Nasta Loika (Februar 2026)

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Porträtaufnahme von Nasta Loika, die selbstbewusst und leicht lächelnd in die Kamera blickt.

Die belarusische Menschenrechtsverteidigerin Nasta Loika (Archivaufnahme)

Brief gegen das Vergessen

Die belarusische Menschenrechtsverteidigerin und Pädagogin Nasta (Anastasia) Loika wird seit Jahren von den Behörden verfolgt, um sie für ihre Menschenrechtsarbeit zu bestrafen. Ihr "Verbrechen": Sie setzte sich für den Schutz ausländischer Staatsangehöriger sowie Staatenloser in Belarus ein, organisierte Menschenrechtsbildung und dokumentierte, wie repressive Gesetze zur "Extremismusbekämpfung" genutzt werden.

Nasta Loika wurde am 28. Oktober 2022 in Minsk willkürlich festgenommen und am 31. Oktober 2022 unter dem falschen Vorwurf des "minderschweren Rowdytums" für 15 Tage inhaftiert. Nach Verbüßung ihrer Strafe kam sie jedoch nicht frei, sondern erhielt vier weitere 15-tägige Haftstrafen wegen desselben vermeintlichen Vergehens. Am 24. Dezember 2022 wurden dann neue willkürliche Anklagen gegen sie erhoben, und am 20. Juni 2023 erfolgte das Urteil: sieben Jahr Haft in einer Strafkolonie. Grundlage war eine haltlose Anklage wegen "Aufwiegelung zu ethnischer, nationaler, religiöser oder anderer gesellschaftlicher Feindschaft oder Zwietracht".

Nasta Loika hat angegeben, während ihrer Inhaftierung im Jahr 2022 mit Elektroschocks gefoltert worden zu sein. Zudem musste sie acht Stunden lang ohne Oberbekleidung im Innenhof der Haftanstalt verbringen. Auch wurde ihr immer wieder die erforderliche medizinische Versorgung verweigert.

Bitte schreiben Sie bis 30. April 2026 höflich formulierte Briefe oder E-Mails an den Generalstaatsanwalt von Belarus und fordern Sie ihn auf, die umgehende Freilassung von Nasta Loika zu veranlassen. Dringen Sie zudem darauf, dass die von ihr erhobenen Foltervorwürfe gegen Gefängnisbedienstete untersucht werden, und fordern Sie, die mutmaßlich Verantwortlichen in fairen Verfahren vor Gericht zu stellen, in denen nicht auf die Todesstrafe zurückgegriffen wird.

Schreiben Sie in gutem Belarusisch, Englisch oder auf Deutsch an:
Prosecutor General of the Republic of Belarus 
Andrei Shved
Ul. Internatsiyanalnaya 22
220030 Minsk
BELARUS
E-Mail: info@prokuratura.gov.by
(Anrede: Dear Prosecutor General / Sehr geehrter Herr Generalstaatsanwalt)
(Standardbrief Luftpost bis 20 g: 1,25 €)

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
Botschaft der Republik Belarus
Herrn Konstantin Chizhik, Gesandter-Botschaftsrat
Am Treptower Park 32, 12435 Berlin
Fax: 030 –53 63 59 23
E-Mail: germany@mfa.gov.by
(Standardbrief: 0,95 €)

Setzt euch für Nasta Loika ein!

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Dein Appell

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Sehr geehrter Herr Generalstaatsanwalt,

Nasta Loika wurde am 28. Oktober 2022 in Minsk willkürlich festgenommen und am 31. Oktober 2022 unter dem falschen Vorwurf des "minderschweren Rowdytums" für 15 Tage inhaftiert. Nach Verbüßung ihrer Strafe kam sie jedoch nicht frei, sondern erhielt vier weitere 15-tägige Haftstrafen wegen desselben vermeintlichen Vergehens. Am 24. Dezember 2022 wurden dann neue willkürliche Anklagen gegen sie erhoben, und am 20. Juni 2023 erfolgte das Urteil: sieben Jahr Haft in einer Strafkolonie. Die gegen sie erhobenen Anklagen sind haltlos, sie hat keine Straftat begangen.

Nasta Loika hat angegeben, während ihrer Inhaftierung im Jahr 2022 mit Elektroschocks gefoltert worden zu sein. Zudem musste sie acht Stunden lang ohne Oberbekleidung im Innenhof der Haftanstalt verbringen. Auch wurde ihr immer wieder die erforderliche medizinische Versorgung verweigert.

Hiermit fordere ich Sie auf, die umgehende Freilassung von Nasta Loika zu veranlassen. Sorgen Sie bitte dafür, dass die von ihr erhobenen Foltervorwürfe gegen Gefängnisbedienstete untersucht und die mutmaßlich Verantwortlichen in fairen Verfahren - in denen nicht auf die Todesstrafe zurückgegriffen wird - vor Gericht gestellt werden.

Mit freuendlichen Grüßen

Dear Prosecutor General,

I am extremely concerned about the arbitrary criminal prosecution and detention of human rights defender and prisoner of conscience Nasta (Anastasia) Loika and reports of torture and other ill-treatment. On 28 October 2022, Nasta Loika was arbitrarily arrested in Minsk and given 15 days of detention on 31 October, under the false accusation of "petty hooliganism" (Article 19.1 of the Code of Administrative Offences). However, she was not immediately released after serving her sentence and given four additional 15-day terms in detention for the same purported offence. On 24 December 2022, she was arbitrarily charged under Articles 342.1 and 130.3 of the Criminal Code. On 20 June 2023, she was sentenced to seven years in a penal colony.

Nasta Loika reported that while in detention she had been tortured by electric shock during questioning and that she was left for eight hours in the courtyard outside without outerwear. She is consistently not being provided with the medical assistance she requires, which in itself may amount to inhumane and degrading treatment.

I urge you to ensure Nasta Loika’s immediate and unconditional release and to instigate an immediate investigation into the allegations of Nasta Loika’s torture and other ill-treatment. Please ensure that those allegedly responsible are brought to justice in fair trials that do not resort to the death penalty.

Yours sincerely,

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Bitte abschicken bis: 30.04.2026

Appell an

Prosecutor General of the Republic of Belarus 
Andrei Shved
Ul. Internatsiyanalnaya 22
220030 Minsk
BELARUS

Sende eine Kopie an

Botschaft der Republik Belarus
Herrn Konstantin Chizhik, Gesandter-Botschaftsrat
Am Treptower Park 32
12435 Berlin
Fax: 030 –53 63 59 23
E-Mail: germany@mfa.gov.by