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18.04.2017
20:15 - 22:30
Aachen
Film: Kino im Dialog / Kino Global ALLES GUT

Im Spätsommer 2015 spalten drei Worte ein ganzes Land: Wir schaffen das. Noch engagieren sich Millionen Bundesbürger für Asylbewerber. Aber anderswo brennen bereits die Flüchtlingsheime, die Fremdenfeindlichkeit nimmt zu und die Regierung streitet über Obergrenzen und Sprachkurse für Geflüchtete. Willkommenskultur stand gestern im Mittelpunkt, nun geht es um Integration und die Frage, wie sie gelingen kann.

Im Spätsommer 2015 spalten drei Worte ein ganzes Land: Wir schaffen das. Noch engagieren sich Millionen Bundesbürger für Asylbewerber. Aber anderswo brennen bereits die Flüchtlingsheime, die Fremdenfeindlichkeit nimmt zu und die Regierung streitet über Obergrenzen und Sprachkurse für Geflüchtete. Willkommenskultur stand gestern im Mittelpunkt, nun geht es um Integration und die Frage, wie sie gelingen kann.

Der 95-minütige Dokumentarfilm ALLES GUT erzählt von zwei Kindern, die zu dieser Zeit mit ihren Familien nach Deutschland kommen: Djaner, 7, aus Mazedonien und Ghofran, 11, aus Syrien. Ihre Flucht endet in Hamburg, im gutbürgerlichen Stadtteil Othmarschen. Aber wie finden sich die beiden in ihrem neuen Leben zurecht?

Djaner ist mit seinem Bruder Mahmud und seiner depressiven Mutter vor Armut und Diskriminierung davon gelaufen. An seinem ersten Tag an einer deutschen Grundschule geht für den Roma-Jungen ein Traum in Erfüllung. In seiner Heimat bedeutete Schule für ihn Angst vor Schlägen. In Hamburg will Djaner dazugehören, wie Hunderttausende andere Flüchtlingskinder, die in Deutschland plötzlich beschult werden müssen.

Ghofran hofft anfangs, sie könne Deutschland bald wieder verlassen. Sie hört arabischen Hiphop und lebt in Gedanken weiter in Syrien, während ihr Vater Adel in Hamburg darum kämpft, für immer anzukommen. In der Schule, wo Ghofran Deutsch lernt, begegnet sie Mädchen, die alles dürfen. Was davon will sie annehmen, was ist sie bereit, dafür aufzugeben?

Für ihren bildstarken, sehr bewegenden Dokumentarfilm ALLES GUT begleitet die mehrfach mit Preisen ausgezeichnete Autorenfilmerin Pia Lenz (‚Hudekamp - Ein Heimatfilm') Djaner und Ghofran ein Jahr lang bei ihrer Suche nach sich selbst und einem neuen Leben. Die Perspektive der Kinder eröffnet einen neuen, unverstellten Blick auf die Integration Hunderttausender Geflüchteter und die Frage: Wie geben wir denen eine Heimat, die am dringendsten eine Zukunft brauchen?

Eine Kooperation von Apollo Kino & Bar und terre des hommes, Aachen
Mit freundlicher Unterstützung von save me! - Aachen sagt JA!, Amnesty International e.V. - Asylgruppe Aachen & Kommunales Integrationszentrum der StädteRegion Aachen
Infostände der Partner und Get-together ab 19.00 Uhr
Filmbeginn: 20.15Uhr

Ticketlink: https://www.kinoheld.de/kino-aachen/apollo-kino-bar/vorstellung/2FA01000...

zum Film:

www.alles-gut-film.de

**Eintritt: 6,00 € / 5,00 €***
Ermäßigung gegen Vorlage eines gültigen Ausweises für: Schüler, Studenten, Auszubildende, Rentner, Schwerbehinderte, Aachen-Pass-Inhaber, BFDlerInnen

Veranstaltungsort:
Apollo-Kino
Pontstraße 141 - 149
52062 Aachen

Kontakt:
Amnesty International
Asylgruppe Aachen
Adalbertsteinweg 123 a/b
52070 Aachen
asylgruppe-1206@amnesty-aachen.de
Hotline: +49 177 4158818 (Mo. 18-20 Uhr & Fr. 13-15 Uhr)

27.04.2017
19:00 - 22:00
Berlin
Diskussion: Sechs Tage, die nicht enden wollen. Schwindende demokratische Spielräume unter dem Druck der israelischen Besatzung

50 Jahre nach der Besetzung des Westjordanlandes und Ost-Jerusalems wird die grüne Linie zunehmend irrelevant. Die rechte israelische Regierung treibt die Siedlungspolitik voran und schafft Fakten. Die Angst wächst, dass die Besatzung zum Dauerzustand wird. Zivilgesellschaftliche Organisationen, die dies kritisieren, werden als Verräter diffamiert und verleumdet. Die Versuche, den Spielraum israelischer Menschenrechtler einzuschränken, kulminieren in einem hochproblematischen NGO-Gesetz.

Die Fortsetzung der Besatzung entfaltet auch auf Israels innere Verfasstheit und rechtsstaatliche Strukturen gefährliche Rückwirkungen. Versuche, missliebige Kultureinrichtungen einzuschüchtern oder durch die Besetzung von Schlüsselpositionen an Gerichten die Justiz im Sinne der Siedlerbewegung zu beeinflussen, sind Beispiele dafür, wie stark die Besatzung der palästinensischen Gebiete Israels demokratische Grundfesten bedroht.

Demokratische Räume schwinden nicht nur in Israel, sondern auch in der palästinensischen Gesellschaft. Auch hier sind besonders die Menschenrechtsverteidigerinnen und Aktivistinnen unter Druck.

Im Gazastreifen verfolgt die regierende Hamas Oppositionelle und vollstreckt mitunter die Todesstrafe, während die Institutionen der Palästinensischen Autonomiebehörde seit Jahren nicht mehr demokratisch legitimiert sind und Präsident Abbas per Dekret regiert. Regierungskritische Blogger die sich dem Klima der Selbstzensur widersetzen, werden von palästinensischen Sicherheitsdiensten bedroht.

Über ihre Arbeit, Einschüchterung und politischen Druck, Demokratie und Besatzung sprechen:

Mahmoud Aburahma, Direktor für Internationale Advocacy des palästinensischen Al Mezan Center for Human Rights, Gaza

Dana Golan, Repräsentantin der israelischen Reservist*innenorganisation Breaking the Silence

Ran Goldstein, Geschäftsführer der Physicians for Human Rights - Israel

Riad Othman, Nahostreferent bei medico international e. V. und deren ehemaliger Büroleiter für Israel und Palästina

Moderation: Daniel Bax, Redakteur taz

Grußwort und einleitende Bemerkung: Dr. René Wildangel, Nahostreferent Amnesty International Deutschland

Eine Veranstaltung von Amnesty International Deutschland, medico international und taz.

HINWEIS: Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Der Eintritt ist frei.

Veranstaltungsort:
taz Café
Rudi-Dutschke-Str. 23
10969 Berlin

Kontakt:
Riad Othmann
Nahostreferent bei medico international e. V.
othman@medico.de,
Tel. 0176-57761601

03.05.2017
12:30 - 13:00
Berlin
Aktion für Presse- und Meinungsfreiheit in der Türkei vor der türkischen Botschaft gemeinsam mit Reporter ohne Grenzen

Nirgendwo sind so viele Journalistinnen und Journalisten in Haft wie in der Türkei, mehr als 120 von ihnen wurden allein nach dem Putschversuch inhaftiert. Damit sitzt ein Drittel aller inhaftierten Medienschaffenden weltweit in der Türkei in Haft, die meisten warten noch auf ihr Verfahren. Einige müssen schon seit Monaten in türkischen Gefängnissen ausharren. Kommen Sie um 12:30 zur türkischen Botschaft, helfen Sie uns ein Zeichen der Solidarität zu setzen und in die Türkei zu senden.

Wir senden ein Zeichen der Solidarität und fordern die sofortige Freilassung aller Journalis-tinnen und Journalisten aus der Untersuchungshaft in der Türkei! #Freeturkeymedia

Es sprechen:
(TBA), Exiljournalistin aus der Türkei

Markus N. Beeko, Generalsekretär Amnesty International in Deutschland

Christian Mihr, Geschäftsführer Reporter ohne Grenzen

Nicht erst seit der Verhaftung des deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel ist die Menschenrechtssituation in der Türkei problematisch. Nach dem gescheiterten Putschversuch hat die Regierung im Juli 2016 den Ausnahmezustand ausgerufen - er gilt bis heute.
Medienschaffende sind zur Zielscheibe einer beispiellosen Kampagne gegen die Meinungsfreiheit geworden. Ungefähr 160 Medien wurden geschlossen, Tausende Journalistinnen und Journalisten haben ihre Arbeit verloren. Der unabhängige Journalismus steht in der Türkei am Abgrund. Die Angst, unter fadenscheinigen Gründen inhaftiert zu werden, ist deutlich spürbar: In den Medien werden nur noch selten Widerspruch oder stark abweichende Meinungen geäußert. Diese Unterdrückung kritischer Stimmen muss ein Ende haben!
Wir freuen uns über Eure/Ihre Teilnahme an unserer Protestaktion am Internationalen Tag der Pressefreiheit.

Veranstaltungsort:
Vor der Botschaft der Türkei
Tiergartenstraße 19-21
10785 Berlin

Kontakt:
Amnesty International Sektion der Bundesrepublik
Deutschland e.V.
E-Mail: info@amnesty.de
Verschlüsselte Kommunikation via PGP oder S/MIME
Telefon: +49 (0)30 / 420248-0
Fax: +49 (0)30 / 420248-488

12.05.2017
20:00 - 22:00
Aachen
Lesung "Durch die Wand"

Im Rahmen der Save-me-Kampagne laden wir zur Lesung am Internationalen Tag gegen Rassismus aus dem Buch "Durch die Wand" von Nizaqete Bislim herzlich ein. Die Autobiografie beschreibt die Geschichte eines Aufstiegs gegen alle Wahrscheinlichkeit.

Der Kosovo 1993: Das 14-jährige Roma-Mädchen Nizaqete wird von Fluchthelfern außer Landes gebracht wegen der wachsenden Spannungen zwischen Albanern und Serben. Die Familie hofft auf ein sicheres Leben in Deutschland. Doch vor ihnen liegen 13 Jahre Unsicherheit, ein täglich von Abschiebung bedrohtes Leben. Schnell versteht Nizaqete, dass es drei Kategorien von Menschen gibt: Die "Mehrheitsbevölkerung", die alle Rechte hat, die Flüchtlinge, die nicht willkommen sind, und sie, Flüchtlinge, die außerdem noch Roma sind. In der Schule verschweigt sie ihre Herkunft. Sie schämt sich. Und sie schämt sich dafür, dass sie sich schämt.

Es liest die Schauspielerin Annette Schmidt. Für den musikalischen Rahmen sorgt Mah-e Manouche mit ihrer Weltmusik. Im Anschluss an die Lesung laden wir zu einem lockeren Austausch ein.

Der Eintritt ist frei.

Veranstaltungsort:
Citykirche Aachen
An der Nikolauskirche
52062 Aachen

Kontakt:
Amnesty International
Asylgruppe Aachen
Adalbertsteinweg 123 a/b
52070 Aachen
asylgruppe-1206@amnesty-aachen.de
Hotline: +49 177 4158818 (Mo. 18-20 Uhr & Fr. 13-15 Uhr)