Ägypten: Marwa Arafa – Einsatz für Kinder führt zu Anklage wegen Terrorismus
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Marwa Arafa hat sich für die Familien Gefangener eingesetzt, besonders für Kinder, die selbst oder deren Eltern aus politischen Gründen im Gefängnis sitzen. Für dieses friedliche Engagement wird ihr Terrorismus vorgeworfen. Ihr droht lebenslänglich.
Marwa Arafa unterstützte Familien bei den Kosten für Gefängnisbesuche sowie mit Essen und Kleidung. Im April 2020 nahmen ägyptische Sicherheitskräfte sie wegen dieses Engagements vor den Augen ihrer damals zweijährigen Tochter fest. Dies führte bei dem Kind zu schweren Traumata.
Zwei Wochen lang erhielt ihre Familie keine Informationen über Marwas Aufenthaltsort. Anschließend erhoben die Behörden Terrorismusvorwürfe gegen sie: "Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und Finanzierung des Terrorismus". Diese Anschuldigungen sind unbegründet und dienen dazu, Marwa für ihre ausschließlich humanitäre Arbeit zu bestrafen.
Marwa Arafa befindet sich seit sechs Jahren in Untersuchungshaft – auch nach ägyptischem Recht darf diese nicht länger als zwei Jahre dauern. Zudem ist Marwa Misshandlungen durch andere Gefangene schutzlos ausgesetzt. Sie erhält nicht die notwendige medizinische Versorgung, obwohl sich ihr Gesundheitszustand während ihrer Haftzeit verschlechtert hat.
Marwa Arafa droht lebenslange Haft, nur weil sie sich friedlich für Kinder eingesetzt hat, die ohne ihre Eltern aufwachsen müssen. Nun lebt auch Marwas Tochter seit sechs Jahren ohne ihre Mutter. Gefängnisbesuche sind für das autistische Kind sehr belastend.
Jetzt zählt dein Einsatz: Fordere die ägyptischen Behörden auf, Marwa Arafa sofort und bedingungslos freizulassen. Alle Anklagen gegen Marwa Arafa müssen fallengelassen werden.