Bahrain - Jehad Sadeq Aziz Salman und Ebrahim Ahmed Radi al-Moqdad

Jehad Sadeq Aziz Salman (li.) und Ebrahim Ahmed Radi al-Moqdad  (re.)

Jehad Sadeq Aziz Salman (li.) und Ebrahim Ahmed Radi al-Moqdad (re.)

April 2014

Die beiden 15-jährigen Jugendlichen Jehad Sadeq Aziz Salman und Ebrahim Ahmed Radi al-Moqdad wurden am 23. Juli 2012 auf einer regierungskritischen Demonstration in der Hauptstadt Manama festgenommen. Sie durften 48 Stunden lang weder mit ihren Familien noch mit einem Anwalt sprechen und wurden ohne die Anwesenheit eines Rechtsbeistandes verhört. Jehad Sadeq Aziz Salman berichtete später, dass er während der Fahrt zur Polizeistation mit einer Pistole geschlagen worden sei. Auch Ebrahim Ahmed Radi al-Moqdad hat ausgesagt, geschlagen worden zu sein. Beide seien zudem zum Unterschreiben eines „Geständnisses“ gezwungen worden. Die beiden Jungen wurden im April 2013 zu Haftstrafen von jeweils zehn Jahren verurteilt. Ihre Familien durften bei der Verkündung des Urteils nicht im Gerichtssaal anwesend sein. In einem Rechtsmittelverfahren im September 2013 wurden die Urteile bestätigt. Die Jungen sitzen in einer Hafteinrichtung für Erwachsene ein. Am 14. Mai 2013 kam es in der Gefängniszelle, in der Jehad Sadeq Aziz Salman und Ebrahim Ahmed Radi al-Moqdad inhaftiert waren, zu Handgreiflichkeiten. Nabeel Rajab, ein Mitgefangener und bekannter Menschenrechtsverteidiger, gab an, gesehen zu haben, wie Gefängniswachen mehrere junge Männer schlugen. Nach diesem Vorfall wurden Jehad Sadeq Aziz Salman und 13 weitere Gefangene in Einzelhaft verlegt. Besuche von Familienangehörigen wurden ihnen verboten. Später wurden sie, wie Jehad Sadeq Aziz Salman seinem Vater berichtete, wieder in die normalen Zellen zurückverlegt.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe, in denen Sie an den bahrainischen Justizminister appellieren, die Urteile gegen die beiden Jugendlichen aufzuheben, da sie als Erwachsene verurteilt wurden, obwohl sie noch minderjährig sind. Fordern Sie, dass die beiden in eine Jugendhaftanstalt verlegt werden, ihr Fall vor einem Jugendgericht neu verhandelt wird und sie wirksam vor Folter und anderen Misshandlungen geschützt ­werden.

Schreiben Sie in gutem Arabisch, Englisch oder auf Deutsch an: Minister of Justice and Islamic Affairs Shaikh Khaled bin Ali Al Khalifa P.O. Box 450 al-Manama, BAHRAIN (Anrede: Your Excellency / Exzellenz) Fax: 009 73 - 17 - 53 12 84 oder 009 73 - 17 - 53 63 43 Twitter: @Khaled_Bin_Ali E-Mail: minister@justice.gov.bh

(Standardbrief Luftpost bis 20 g: 0,75 €)

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an: Botschaft des Königreichs Bahrain S. E. Herrn Ebrahim Mohmood Ahmed Abdulla Klingelhöfer Straße 7, 10785 Berlin Fax: 030 - 86 87 77 88 E-Mail: info@bahrain-embassy.de oder über die Webseite: www.bahrain-embassy.de/kontakt/