Mexiko - Miriam López

Die Mexikanerin Miriam López wurde von Soldaten widerrechtlich gefangengenommen, gefoltert und mehrfach vergewaltigt.

Die Mexikanerin Miriam López wurde von Soldaten widerrechtlich gefangengenommen, gefoltert und mehrfach vergewaltigt.

Juni 2013

Miriam López, Hausfrau und Mutter von vier Kindern, wurde 2011 von Angehörigen des mexikanischen Militärs vergewaltigt und in anderer Weise gefoltert. Zwei Soldaten nahmen sie am 2. Februar 2011 in ihrem Heimatort Ensenada im Bundesstaat Baja California willkürlich fest. Sie hielten Miriam López zunächst eine Woche lang in einer Kaserne gefangen und verhörten sie bezüglich mutmaßlicher Drogendelikte. In dieser Zeit wurde Miriam López dreimal vergewaltigt und mit Elektroschocks und simuliertem Ersticken gefoltert. Sie wurde außerdem gezwungen, in schmerzhaften Positionen zu verharren. Die Soldaten zeigten ihr Bilder von ihrem Mann und ihren Kindern und drohten damit, ihnen etwas anzutun, sollte sie nicht kooperieren. Miriam López wurde schließlich im September 2011 ohne Anklage freigelassen. Bisher ist in diesem Fall niemand zur Rechenschaft gezogen worden. So wie Miriam López erging es in den vergangenen Jahren Tausenden weiteren Personen im Gewahrsam der mexikanischen Behörden. Besonders der vermehrte Einsatz von Soldaten zur Bekämpfung des organisierten Verbrechens hat zur Folter und Misshandlung von Inhaftierten beigetragen. Der UNO-Ausschuss gegen Folter erteilte der mexikanischen Regierung im Jahr 2012 Empfehlungen, deren vollständige Umsetzung zur Eindämmung der Folter und Misshandlung führen würde.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den mexikanischen Präsidenten, in denen Sie ihn auffordern, umgehend für eine umfassende und unparteiische Untersuchung der willkürlichen Inhaftierung, Vergewaltigung und Folterung von Miriam López zu sorgen. Dringen Sie zudem darauf, dass die Ergebnisse veröffentlicht und die Verantwortlichen vor Gericht gestellt werden. Fordern Sie von den Behörden die Ausarbeitung eines umfassenden Plans zur Umsetzung der Empfehlungen, die der UNO-Ausschuss gegen Folter abgegeben hat.

Schreiben Sie in gutem Spanisch, Englisch oder auf Deutsch an: President Enrique Peña Nieto Residencia Oficial de los Pinos Casa Miguel Alemán Col. San Miguel Chapultepec, C.P. 11850 Mexico City MEXIKO Fax: 00 52 - 5550 9353 21 E-Mail: enrique.penanieto@presidencia.gob.mx (Anrede: Estimado Señor Presidente / Dear President Peña Nieto / Sehr geehrter Herr Präsident) (Standardbrief Luftpost bis 20g: € 0,75)

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an: BOTSCHAFT DER VEREINIGTEN MEXIKANISCHEN STAATEN S. E. Herrn Francisco N. González Díaz Klingelhöferstraße 3 10785 Berlin Fax: 030 - 26 93 23 700 E-Mail: mail@mexale.de