Erdoğan-Staatsbesuch in Berlin: Kundgebung für alle in der Türkei inhaftierten Journalisten und Menschenrechtler
Auch nach der Freilassung von Deniz Yücel und der Ausreise von Mesale Tolu hat sich die Situation für unabhängige Journalisten und Medien in der Türkei nicht verbessert. Mehr als 100 Medienschaffende sitzen derzeit in der Türkei im Gefängnis. Kritik an der Regierung, die Arbeit für eine "verdächtige" Redaktion, der Kontakt mit einer heiklen Quelle oder die bloße Nutzung eines verschlüsselten Messenger-Dienstes reichen aus, um Journalisten wegen Terrorismus-Vorwürfen zu inhaftieren.
Die türkische Regierung geht weiter mit aller Härte gegen die Zivilgesellschaft vor und schränkt die Arbeit von Menschenrechtsverteidigern drastisch ein. Wer sich kritisch gegenüber der Regierung äußert, muss damit rechnen, jederzeit festgenommen zu werden. Mehr als 1.500 Organisationen und Stiftungen wurden in den vergangenen zwei Jahren geschlossen. Seit Juli 2016 wurden mehr als 130.000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst fristlos entlassen. Friedliche Proteste werden unterdrückt. Kritische Stimmen sollen mit diesen Maßnahmen systematisch zum Schweigen gebracht werden.
Wer: Christian Mihr, ROG-Geschäftsführer
Frank Überall, DJV-Bundesvorsitzender
Cornelia Haß, Bundesgeschäftsführerin dju in ver.di
Markus N. Beeko, Generalsekretär von Amnesty International in Deutschland
Dr. Lutz Kinkel, ECPMF-Geschäftsführer
Veranstaltungsort
Washingtonplatz
Berlin 10557
Deutschland