Schauspielerin Meret Becker
Schauspielerin Meret Becker
© Joachim Gern
Bekannt wurde die Berlinerin Anfang der 1990er Jahre mit Sönke Wortmanns KLEINE HAIE. Den Grimme-Preis als Beste Nachwuchsdarstellerin gewann sie 1991 als Rumänin Ali in FREMDE LIEBE FREMDE. Im Jahr 1993 erhielt sie für ihre tragenden Rollen in Margarethe von Trottas DAS VERSPRECHEN und in Dominik Grafs DIE SIEGER den Bayerischen Filmpreis. Für COMEDIAN HARMONISTS gewann sie 1997 den Deutschen Filmpreis als Beste Nebendarstellerin. Im gleichen Jahr zählte sie zum Starensemble von Helmut Dietls ROSSINI. Mit Vanessa Jopps Film KOMM NÄHER war sie 2006 auf der Berlinale vertreten, sowie mir Matti Geschonnecks BOXHAGENER PLATZ (2010).
Meret Becker steht konstant für Film und Fernsehen vor der Kamera, zuletzt in QUELLEN DES LEBENS von Oskar Roehler , der im Februar 2013 in die deutschen Kinos kam und in dem TV-Film "Die Lehrerin" . Zu ihren bekannten Kinofilmen zählen des weiteren PÜNKTCHEN UND ANTON, DAS LEBEN IST EINE BAUSTELLE, URLAUB VOM LEBEN (2005), , MEINE SCHÖNE BESCHERUNG (2007), ), DER AUFSCHNEIDER (2010). 2011 war sie zudem als unkonventionelle Mutter in Güzin Kars Kinofilm FLIEGENDE FISCHE MÜSSEN INS MEER zu sehen.
International war sie 1996 in der englisch/kanadischen Produktion PAINTED ANGELS von John Sanders, 2000 in dem italienischen Zweiteiler IL FURTO DEL TESORO von Alberti Sironi und in der US Produktion MUNICH (MÜNCHEN, 2005) unter der Regie vonSteven Spielbergs zu sehen.
2013 war Meret Becker in FEUCHTGEBIETE (2012) nach dem Bestseller von Charlotte Roche und in Vanessa Jopps Ensemblefilm LÜGEN zu sehen. Seit 2014 steht sie als Berliner Tatort Kommissarin von der Kamera. Kürzlich hat sie die Dreharbeiten zu dem britischem Film "The Harvest", Regie Jon Sanders abgeschlossen.
Meret Beckers Liebe gilt auch der Musik. Als Sängerin und Musikerin tritt sie regelmäßig vor nationalem und internationalem Publikum auf und hat diverse CDs veröffentlicht. Zu ihren Partnern auf der Bühne zählten unter anderem Nina Hagen, Max Raabe und Udo Lindenberg. Mit Blixa Bargeld von den Einstürzenden Neubauten nahm sie zwei Duette auf. Mit der dadaistischen Band Ars Vitalis arbeitete sie in ihrer Laufbahn regelmäßig zusammen. In der Musik ist sie, genau wie als Schauspielerin, äußerst vielseitig: Unter der Leitung des Stardirigenten Kent Nagano sang sie in "Pierrot Lunaire" in der Berliner Philharmonie klassischen Schönberg und sang Berthold Brecht für Tanzproduktionen von Jean-Claude Gallotta und Pina Bausch. Für ihre Filmmusik zum Roadmovie PIPERMINT… DAS LEBEN, MÖGLICHERWEISE erhielt sie 2004 den Max-Ophüls-Preis.
Meret Becker war 2001 Botschafterin für Amnesty International und ist für ihr Engagement und die Auswahl ihrer Rollen, die sich den Verlierern zuwenden, mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt worden.