Aktuell 21. Februar 2013

Jetzt im Kino: "Something Necessary"

Ab 19. Februar im Kino
"Something Necessary"

"Something Necessary"

19. Februar 2013 - Mit "Something Necessary" zeichnet die preisgekrönte Regisseurin Judy Kibinge ein vielseitiges und spannungsvolles Bild kenianischer Realitäten. Zwei Schicksale zwischen politischem Aufruhr, Verlust und Existenzkampf – beide verbindet eine schmerzhafte Vergangenheit und ein nervöser Blick in die Zukunft.

Kenia nach den Präsidentschaftswahlen im Winter 2007: Der umstrittene Wahlsieg von Mwai Kibaki löst eine Welle von Protesten und Krawallen aus, Tausende werden verletzt, getötet oder zu Flüchtlingen. Das ostafrikanische Land befindet sich in einer politischen und gesellschaftlichen Krise.

Anne ist Opfer der Gewalttaten, ihr Mann gestorben, ihr Haus niedergebrannt, ihr Sohn liegt im Koma. Der Krankenschwester wurde alles genommen, bis auf ihr eigenes Leben. Joseph hingegen ist Täter, war in jenen Tagen der Unruhen Mitglied einer Gang. Er kann seine Taten nicht vergessen, die Last seiner Schuld wiegt schwer – dennoch hofft er auf einen Neustart. Sowohl Joseph als auch Anne sind auf der Suche, um die schmerzhaften Erlebnisse der Vergangenheit zu verarbeiten und wieder eine Lebensperspektive zu finden.

Der Kinofilm ist das Ergebnis der gemeinsamen Initiative von ONE FINE DAY FILMS (gegründet von Tom Tykwer und seiner Frau Marie Steinman), DW Akademie und der kenianischen Produktionsfirma Ginger Ink, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Entwicklung des modernen afrikanischen Films zu unterstützen. Ihm voraus ging ein Workshop für über 60 Filmschaffende aus den Bereichen Regie, Produktion, Drehbuch, Schnitt, Tongestaltung, Szenenbild und Kamera. Aus diesen Teilnehmern rekrutierte sich das Filmteam, das unter der Regie von Judy Kibinge das Drehbuch des kenianischen Drehbuchautors Mungai Kiroga verfilmte.

Die in Nairobi geborene Drehbuchautorin, Produzentin und Regisseurin Judy Kibinge wurde bereits mit einer Reihe von Preisen für ihre Kurz- und Spielfilme, unter anderem mit dem African Movie Academy Award, ausgezeichnet. Weltpremiere feierte "Something Necessary" auf dem International Film Festival Rotterdam. Am 19. Februar kommt der Film in die deutschen Kinos.

Am 4. März 2013 werden in Kenia der Präsident und das Parlament neu gewählt. Uhuru Kenyatta und William Ruto, zwei der vom Internationalen Strafgerichtshof wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit während der Ausschreitungen nach den Wahlen 2007/08 Angeklagten, werden bei den Wahlen 2013 als Präsidentschaftskandidaten antreten. Amnesty International macht schon seit Jahren auf die gewalttätigen Ausschreitungen und die Menschenrechtsverletzungen nach den Wahlen 2007/08 auf-merksam und fordert, dass die Menschenrechtsverletzungen aufgearbeitet, die Täter zur Rechenschaft gezogen und die Opfer entschädigt werden. Außerdem weist Amnesty darauf hin, dass weiterhin Menschenrechtsverletzungen durch die Polizeikräfte stattfinden und fordert die kenianische Regierung auf, Maßnahmen zu erlassen, Menschenrechtsverletzungen zu verhindern und die Täter zu bestrafen.

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Kenia Aktuell

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