Biafra-Aktivist frei

Ergebnis dieser Urgent Action

Der 30-jährige Sunday Chucks Obasi ist gegen Kaution freigelassen worden. Er war am 16. August 2016 bei sich zuhause in Amuko Nnewi im Bundesstaat Anambra von fünf bewaffneten Männern, bei denen es sich vermutlich um Sicherheitskräfte handelte, entführt worden.

Völlig überfüllte Zelle in einem nigerianischen Gefängnis (2007)

Völlig überfüllte Zelle in einem nigerianischen Gefängnis (2007)

Der 30-jährige Sunday Chucks Obasi ist gegen Kaution freigelassen worden. Er war am 16. August 2016 bei sich zuhause in Amuko Nnewi im Bundesstaat Anambra von fünf bewaffneten Männern, bei denen es sich vermutlich um Sicherheitskräfte handelte, entführt worden.

Sachlage

Der Biafra-Aktivist Sunday Chucks Obasi ist im Dezember 2016 gegen Kaution freigelassen worden. Er war am 16. August 2016 bei sich zuhause in Amuko Nnewi im Bundesstaat Anambra von fünf bewaffneten Männern, bei denen es sich vermutlich um Sicherheitskräfte handelte, entführt worden. Seine Familie wollte bislang nicht über seine Freilassung sprechen, um ihm die Möglichkeit zu geben, sich von den in der Haft erlittenen Verletzungen zu erholen.

In einem Gespräch mit einer Referentin von Amnesty Nigeria brachte Sunday Chucks Obasi seine Wertschätzung für Amnesty International zum Ausdruck. Sunday Chucks Obasi wurde beim nigerianischen Geheimdienst Department of State Services (DSS) ohne Kontakt zur Außenwelt in Haft gehalten. Dort wurde er seinen Angaben zufolge von Sicherheitsbeamtinnen misshandelt und gefoltert als sie ihn zur Bewegung der indigenen Bevölkerung Biafras verhörten.

Die erste Anhörung vor Gericht seit seiner Festnahme fand am 9. Dezember 2016 statt. Es wurde Anklage wegen Behinderung von DSS-Mitarbeiter_innen bei der Ausübung ihrer Pflicht erhoben. Eine zweite Anhörung am 3. März 2017 wurde vom Gericht auf den 6. Mai verschoben, da die DSS-Mitarbeiter_innen, die als Zeug_innen aussagen sollten, nicht verfügbar waren.

Vielen Dank allen, die Appelle geschrieben haben. Weitere Aktionen des Eilaktionsnetzes sind zurzeit nicht erforderlich.