Jani Silva und die kleinbäuerlichen Gemeinden schützen!

Porträtfoto von Jani Silva

Jani Silva ist Umwelt-, Menschenrechts- und Friedensaktivistin in Kolumbien. Für den Schutz ihrer Heimat Putumayo, einer Amazonas-Region, riskiert sie ihr Leben. 

Jani Silva ist die Stimme von Hunderten Bewohner_innen im kleinbäuerlichen Schutzgebiet "Perle des Amazonas", die wegen wirtschaftlicher Interessen von ihrem Land vertrieben werden sollen. Denn illegale bewaffnete Gruppen, das Militär, Drogenkartelle und international tätige Unternehmen sind an Bodenschätzen und Öl interessiert, die in dem Amazonas-Gebiet vorkommen. Ihnen stellt sich Jani Silva seit Jahrzehnten entgegen.

Jani Silva hat sich für Wiederaufforstungsinitiativen stark gemacht. Sie hat die sozialen und ökologischen Folgen der Erdölförderung angeprangert, unter anderem auch die Aktivitäten des Öl- und Gasunternehmens Amerisur im Putumayo-Becken. Und sie hat sich für den Umsetzungsprozess des Friedensabkommens in Putumayo eingesetzt.

Ihr Engagement für den Frieden, die Menschenrechte und die Umwelt bringt Jani Silva jedoch in Lebensgefahr. Unbekannte Personen drohen damit, sie umzubringen.

Wegen der permanenten Bedrohung erhält Jani staatliche Schutzmaßnahmen, diese sind jedoch wenig effektiv. Es bedarf daher wirksamer kollektiver Schutzmaßnahmen für Jani und die Bewohner_innen des kleinbäuerlichen Schutzgebiets, welche die zugrunde liegenden Ursachen für die Bedrohungen angehen. Nur wenn Jani und ihre Mitstreiter_innen sicher sind, können sie sich weiterhin für den Umwelt- und Menschenrechtsschutz einsetzen.

Mach mit bei unserer E-Mail-Aktion an Iván Duque, Präsident der Republik Kolumbien, und fordere ihn auf, Jani Silva und die Bewohner_innen der "Perle des Amazonas" zu schützen!

Fordere Schutzmaßnahmen!

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Dein Appell

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Sehr geehrter Herr Präsident,

Jani Silva steht seit Jahrzehnten an der Seite der kleinbäuerlichen Gemeinden in der Region Putumayo. Sie hat ihr Leben dem Schutz der Umwelt und der natürlichen Ressourcen gewidmet. 

Die Arbeit von Jani Silva hat sie jedoch in Gefahr gebracht. Sie wird verfolgt, von Unbekannten mit Gewehren eingeschüchtert und mit dem Tod bedroht. 

Jani schützt gemeinsam mit anderen Kleinbäuer_innen die Umwelt, die unser aller Lebensgrundlage darstellt - dafür sollten sie nicht bedroht, sondern geschützt werden. 

Ich fordere Sie auf, Jani und alle Mitglieder von ADISPA zu schützen. ADISPA ist eine Organisation, die Jani zusammen mit ihren Kolleg_innen gegründet hat, um das kleinbäuerliche Schutzgebiet "Perle des Amazonas" zu erhalten. Damit schützen Sie nicht nur Jani, sondern ein ganzes Ökosystem, das den Planeten am Leben hält

Mit freundlichen Grüßen,

Dear Mr President

Jani Silva has been standing alongside the campesino farmers in the Putumayo region for decades. She has dedicated her life to defending the environment and natural resources. 

However, Jani’s work has put her in danger. She has been followed, intimidated by unknown people with guns and threatened with death. 

As protectors of resources that the world depends on for its survival, Jani and the campesino farmers she stands with should be defended. 

I call on you to protect Jani and all members of ADISPA, an organisation she founded along with her colleagues to preserve the peasant Amazon Pearl Reserve Zone. In doing so, you will be safeguarding not just them, but a whole ecosystem powering the planet. 

Yours sincerely

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Hintergrundinformationen

Jani Silva ist die rechtliche Vertreterin der Vereinigung für die integrale und nachhaltige Entwicklung der Perle des Amazonas (ADISPA). Die Mitglieder der Organisation und die Bewohner_innen der Region werden regelmäßig von bewaffneten Gruppen, dem Militär, Drogenkartellen und multinationalen Unternehmen bedroht, die alle Anspruch auf das ressourcenreiche Territorium erheben. Menschenrechts- und Umweltaktivist_innen sind in Kolumbien besonders gefährdet. 2019 wurden laut der Organisation Frontline Defenders in Kolumbien 106 Menschenrechtsverteidier_innen getötet. Staatliche Schutzsysteme für Menschenrechtsverteidiger_innen können deren Sicherheit nicht ausreichend garantieren.

Aufgrund ihrer Rolle als Umwelt-, Friedens- und Menschenrechtsverteidigerin ist Jani kontinuierlichen Drohungen ausgesetzt. So haben bewaffnete Gruppen gedroht, sie umzubringen. Ihren Familienangehörigen wurde ebenfalls mit dem Tod gedroht, sollte Jani weiterhin Umweltschutz-Demonstrationen unterstützen. Von wem die Drohungen stammen, ist nicht bekannt. 

Jani Silva kann aktuell nicht in ihr Haus zurückkehren, die Gefahr für ihr Leben ist zu groß. Am 2. Juli erhielt die Menschenrechtsorganisation Comisión Intereclesial de Justicia y Paz (CIJP) vertrauliche Informationen über einen konkreten Plan zur Ermordung von Jani Silva. Es wird vermutet, dass eine bewaffnete Gruppierung namens "La Mafia" hinter diesen Plänen steckt. Hintergrund dürfte das Engagement Jani Silvas dafür sein, dass sie Coca-Bauern durch das Programm zum freiwilligen Austausch von Saatgut eine Alternative zum Coca-Anbau geben will. Im Mai wurde zudem die illegale militärische Überwachung und Abhörung von mehr als 130 Personen bekannt, wobei neben nationalen und internationalen Journalist_innen und Politiker_innen auch Menschenrechtsverteidiger_innen wie Jani Silva zu den Opfern zählten.

Seit Präsident Iván Duque am 24. März die landesweite Ausgangssperre ausgerufen hat, ist das Risiko für diese Gruppen enorm gestiegen. Seitdem wurden mindestens 16 Sprecher_innen sozialer Gemeinschaften und Menschenrechtsverteidiger_innen getötet, drei von ihnen in ihren Häusern. Auch die Bewohner_innen in Putumayo sind in Gefahr: Nach Angaben von CIJP wurden hier allein während der Ausgangssperre mehr als 14 Menschen ermordet.