Rubén González

Porträtfoto von Rubén González in gelb-schwarz gestreiftem Hemd

Der venezolanische Gewerkschaftsaktivist Rubén Gonzalez

Briefe gegen das Vergessen - Mai 2020

Rubén González hatte sich immer wieder für die Arbeitsrechte im staatlichen Eisenbergbau-Unternehmen Ferrominera del Orinoco eingesetzt. Er führte u. a. Aktionen zu Tarifverhandlungen durch. Auch seine Teilnahme an gewaltfreien Demonstrationen, in denen die Arbeitspolitik der Regierungen von Hugo Chávez und Nicolás Maduro kritisiert wurde, machte ihn zum Ziel von Repressionen und Schikanen.

Rubén González wurde bereits mehrmals willkürlich fest genommen und unfairen Gerichtsverfahren ausgesetzt, obwohl die venezolanische Verfassung das Recht, Gewerkschaften zu gründen und ihnen beizutreten schützt. Rubén González ist ein venezolanischer Gewerkschafter und gewaltloser politischer Gefangener. Er befindet sich aufgrund seines friedlichen Einsatzes für die Arbeitsrechte in Venezuela in Haft. Das Verfahren gegen ihn vor einem Militärgericht war politisch motiviert und unfair.

Am 29. November 2018 wurde Rubén González von der Generaldirektion der militärischen Spionageabwehr (Dirección General de Contrainteligencia Militar – DGCIM) festgenommen. Er hatte an einem Protest gegen die Politik der Regierung teilgenommen. Während die anderen festgenommenen Protestierenden wieder freigelassen wurden, blieb Rubén González in Haft – gegen ihn läge ein Haftbefehl vor, da er bei einer Hausdurchsuchung am 13. August 2018 Widerstand geleistet habe. Rubén González wurde ohne belastbare Beweise gegen ihn und unter Verletzung des Rechts auf ein faires Gerichtsverfahren vor ein Militärgericht gestellt, obwohl er Zivilist ist. Am 13. August 2019 wurde er von dem Militärgericht zu fünf Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. "Ich werde bestraft, weil ich ein furchtloser Gewerkschafter bin", so Rubén González bei seiner Verurteilung.

Rubén González leidet seit mehr als zehn Jahren an Niereninsuffizienz und an Bluthochdruck. Derzeit ist sein Blutdruck besonders hoch, sodass er dringend behandelt werden muss. Wenn er die benötigte medizinische Hilfe nicht erhält, ist sein Leben in Gefahr.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den venezolanischen Präsidenten und bitten Sie ihn um die sofortige, bedingungslose Freilassung von Rubén González. Appellieren Sie an ihn, in der Zwischenzeit dafür zu sorgen, dass Rubén González die dringend benötigte medizinische Behandlung erhält, um seine Niereninsuffizienz und seinen Bluthochdruck in den Griff zu bekommen.
 

Schreiben Sie in gutem Englisch, Spanisch oder auf Deutsch an:
Nicolás Maduro
Präsident von Venezuela
c/o Botschaft der Bolivarischen Republik Venezuela

S.E. Herr Ramon Orlando Maniglia Ferreira
Schillstraße 10, 10785 Berlin
Fax: 030 – 83 22 40 20
E-Mail: embavenez.berlin@botschaft-venezuela.de
(Standardbrief: 0,80 €)

Twitter: @NicolasMaduro
(Anrede: Dear Mr. President / Estimado Sr. Presidente / Sehr geehrter Herr Präsident)

Appell an:

Nicolás Maduro
Präsident von Venezuela
c/o Botschaft der Bolivarischen Republik Venezuela

S.E. Herr Ramon Orlando Maniglia Ferreira
Schillstraße 10
10785 Berlin