Peru: Opferorganisation von Andahuaylas (Juni 2024)

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Das Bild zeigt ein Gruppen mit Menschen, die in die Kamera schauen

Mitglieder der peruanischen Opferorganisation "Asociación de víctimas de Andahuaylas" (Archivaufnahme)

Brief gegen das Vergessen

Wegen der sozio-politischen Krise in Peru kam es im Dezember 2022 im Süden des Landes zu Protesten. Die Sicherheitskräfte schlugen Demonstrationen in der Stadt Andahuaylas und dem benachbarten Dorf Chincheros vom 10. bis 12. Dezember gewaltsam nieder. Dabei kamen mindestens sechs Menschen ums Leben, viele weitere wurden schwer verletzt. Amnesty International ist nach eingehender Prüfung der Ansicht, dass mindestens vier der Getöteten außergerichtlich hingerichtet wurden.

Die Angehörigen der Opfer gründeten nach den Vorfällen eine Organisation, die Asociación de víctimas de Andahuaylas, deren Hauptforderung ist, dass das Vorgehen der Sicherheitskräfte nicht straflos bleiben darf. Bislang haben die peruanischen Behörden weder sichergestellt, dass die Opfer und ihre Angehörigen in nennenswertem Umfang an den von der Generalstaatsanwaltschaft durchgeführten Ermittlungen beteiligt werden, noch dass diese Ermittlungen zeitnah, unparteiisch, unabhängig und gründlich erfolgen. Darüber hinaus erhielten die Opfer der Repression und deren Familien, die nach wie vor unter schweren emotionalen Auswirkungen der erlittenen Menschenrechtsverletzungen leiden, nur eine sehr unzureichende medizinische Versorgung und lediglich begrenzten Zugang zu psychosozialer Unterstützung. 

Bitte schreiben Sie bis 31. Juli 2024 höflich formulierte Briefe an die peruanische Generalstaatsanwältin und fordern Sie sie auf, die Opfer anzuhören und dafür zu sorgen, dass die laufenden strafrechtlichen Ermittlungen zu den Toten und Verletzten der Proteste in Andahuaylas zügig und unabhängig erfolgen und Beweise gegen die Polizeichef*innen und andere leitende Beamt*innen, die möglicherweise verantwortlich sind, in die strafrechtlichen Ermittlungen einbezogen werden. Alle Beteiligten müssen zur Verantwortung gezogen werden.

Schreiben Sie in gutem Spanisch, Englisch oder auf Deutsch an:
Procuradora General del Estado
Maria Aurora Caruajulca Quispe
Fiscalía de la Nación
Av. Abancay cdra. 5, (Sede Central)
Lima
PERU
E-Mail: lbenavides@mpfn.gob.pe
(Anrede: Estimado Procurador General / Dear General Prosecutor / Sehr geehrter Herr Generalstaatsanwalt)
(Standardbrief Luftpost bis 20 g: 1,10 €)

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
Botschaft der Republik Peru
S. E. Herrn Augusto David Teodoro Arzubiaga Scheuch
Taubenstr. 20
10117 Berlin
Fax: 030 – 20 64 10 77
E-Mail: info@embaperu.de
(Standardbrief 0,85 €)

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Dein Appell

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Sehr geehrter Herr Generalstaatsanwalt,

wegen der sozio-politischen Krise in Peru kam es im Dezember 2022 im Süden des Landes zu Protesten. Die Sicherheitskräfte schlugen Demonstrationen in der Stadt Andahuaylas und dem benachbarten Dorf Chincheros vom 10. bis 12. Dezember gewaltsam nieder. Dabei kamen mindestens sechs Menschen ums Leben, viele weitere wurden schwer verletzt.

Die Angehörigen der Opfer gründeten nach den Vorfällen eine Organisation, die Asociación de víctimas de Andahuaylas, deren Hauptforderung ist, dass das Vorgehen der Sicherheitskräfte nicht straflos bleiben darf. Bislang haben die peruanischen Behörden weder sichergestellt, dass die Opfer und ihre Angehörigen in nennenswertem Umfang an den von der Generalstaatsanwaltschaft durchgeführten Ermittlungen beteiligt werden, noch dass diese Ermittlungen zeitnah, unparteiisch, unabhängig und gründlich erfolgen. 

Ich wende mich deshalb an Sie um Sie zu bitten, die Opfer anzuhören und dafür zu sorgen, dass die laufenden strafrechtlichen Ermittlungen zu den Toten und Verletzten der Proteste in Andahuaylas zügig und unabhängig erfolgen und Beweise gegen die Polizeichef*innen und andere leitende Beamt*innen, die möglicherweise verantwortlich sind, in die strafrechtlichen Ermittlungen einbezogen werden. Alle Beteiligten müssen zur Verantwortung gezogen werden.

Hochachtungsvoll

Dear General Prosecutor,

The relatives of the assassinated individuals, and those who were gravely injured, following the police repression of protests held 10 - 12 December 2022, in the city of Andahuaylas and the neighboring village of Chincheros, in the Apurímac region of Peru organized and founded the Andahuaylas Victims Association.  Their principal demand is that their cases not remain shrouded in impunity. 

So far the Peruvian authorities have failed to guarantee that the victims and their relatives are able to participate in a significant manner in the investigations being carried out by the Office of the Attorney General, and that those investigations are timely, impartial, independent, and exhaustive. 

I would therefore like to ask you to listen to the victims and ensure that the ongoing criminal investigations into the deaths and injuries caused in the protests do not run into obstacles; are swift and independent; and include hard evidence against the police chiefs or other commanding officers who may be responsible. Impunity must not prevail.

Yours sincerely

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Appell an

Procuradora General del Estado
Maria Aurora Caruajulca Quispe
Fiscalía de la Nación
Av. Abancay cdra. 5, (Sede Central)
Lima
PERU

Sende eine Kopie an

Botschaft der Republik Peru
S. E. Herrn Augusto David Teodoro Arzubiaga Scheuch
Taubenstr. 20
10117 Berlin

Fax: 030 – 20 64 10 77
E-Mail: info@embaperu.de