07. Juli 2008

Über Menschenrechte

Pariser Platz mit Lichtern, 60 Jahre Menschenrechte

Amnesty Aktion "60 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte" in Berlin

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

Wer hat festgelegt, was Menschenrechte sind? Wie werden Menschenrechte geschützt? Menschenrechte werden nicht selbstverständlich geachtet, daher gibt es Amnesty International. Amnesty setzt sich auf Grundlage der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte für den Schutz der Menschenrechte ein.

Am 10. Dezember 1948 wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von den Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen verabschiedet. Sie umfasst 30 Artikel, in denen die Rechte eines jeden Menschen festgelegt sind.

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte ist die Basis für Freiheit und Gerechtigkeit. Für Amnesty International bildet sie die Arbeitsgrundlage.

Seit ihrer Verkündigung hat sich das Gesicht der Welt positiv verändert: Die Menschenrechte haben Eingang in internationale Vereinbarungen, völkerrechtlich bindende Konventionen und nationale Verfassungen gefunden. Andererseits treten viele Staaten die Menschenrechte auch heute mit Füßen – nicht nur weit weg im Sudan, China oder Simbabwe. Auch hier in Europa.

Hier können Sie alle 30 Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte nachlesen.

Die Menschenrechte: Einfach erklärt

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte für Kinder: Grafik mit Menschen auf der Weltkugel

Am besten, wir erklären die Menschenrechte bereits unseren Kindern. Zu kompliziert? Keineswegs. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte für Kinder bietet einen Überblick über alle Menschenrechte - in einfachen und kindergerechten Bildern und Worten.

Hier könnt ihr die Ausgabe bestellen.

Die Menschenrechte und Amnesty International

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ Dieser erste Satz der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR) sichert jedem Menschen – weltweit und unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sozialer Anschauung, ethnischer und sozialer Herkunft – gleiche Rechte und Freiheiten zu. Menschenrechte sind angeboren, unveräußerlich, universell und unteilbar.

Doch Anspruch und Wirklichkeit stimmen oft nicht überein. Weiterhin werden weltweit Menschenrechte schwer verletzt: in China, Darfur, Myanmar oder Mexiko, im Iran, in Guantánamo oder bei der Flüchtlingsabwehr im Süden Italiens oder Spaniens. Auch 60 Jahre nach der Verabschiedung der AEMR durch die Vereinten Nationen muss der Schutz der Menschenrechte immer wieder neu eingefordert werden.

Deshalb tritt Amnesty International in Aktion, wann immer Menschenrechte in schwerwiegender Weise verletzt werden: Wir decken Menschenrechtsverletzungen auf, informieren eine große Öffentlichkeit darüber und machen Regierungen, Institutionen und Wirtschaftsunternehmen Druck, den Verbrechen ein Ende zu setzen.

Internationale Abkommen und Konventionen

Völkerrechtlich verbindliche Abkommen und politische Erklärungen etwa der UN dienen Menschenrechtsorganisationen als Arbeitsbasis. Aktivistinnen und Aktivisten können sich auf diese Positionen berufen, wenn sie von ihren Regierungen Schutz vor Menschenrechtsverletzungen einfordern.

Amnesty wendet sich regelmäßig mit Anliegen und Empfehlungen an Internationale Organisationen und deren Mitgliedsstaaten. Auf diesem Weg werden Menschenrechtsabkommen weiterentwickelt. Zudem mahnt Amnesty an, dass Abkommen auch tatsächlich in der Praxis umgesetzt werden.

1984 haben die Vereinten Nationen die Antifolterkonvention verabschiedet, nachdem Amnesty mit zwei weltweiten Kampagnen ein solches Abkommen gefordert hatte. Heute ist es eines unserer Ziele, möglichst viele Staaten zu bewegen, dieser Konvention beizutreten.

Einen wichtigen Erfolg konnte Amnesty im Jahr 2006 verbuchen: Die UN verabschiedeten die Internationale Konvention gegen das Verschwindenlassen, für die wir uns seit Jahren eingesetzt hatten.

Internationale Menschenrechtsabkommen

Die internationale Staatengemeinschaft hat eine Reihe von Grundsatzerklärungen verabschiedet, die jedoch nicht rechtsverbindlich sind. Dazu zählen unter anderem

  • die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (1948),
  • die Erklärung über das Recht auf Entwicklung (1986),
  • die Erklärung über den Schutz aller Personen vor zwangsweisem Verschwinden (1992) und
  • das Recht der Völker auf Frieden (1984).

Viele Länder haben diese Erklärungen ganz oder teilweise in ihre innerstaatliche Gesetzgebung oder in ihre Verfassung übernommen. Im Gegensatz zu diesen Erklärungen sind Übereinkommen (Konventionen) rechtsverbindlich, sobald sie von den Vertragsstaaten ratifiziert wurden.

Übereinkommen zum Schutz der Menschenrechte

Ratifikations- und Zeichnungsstand ausgewählter internationaler Übereinkommen zum Schutz der Menschenrechte.

Stand: Dezember 2008

Quelle: Amnesty International Report 2009

Alle 30 Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte

Heft, Allgemeine Erklärung der Menschrechte, Taschenformat

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