Mexiko - Héctor Rangel Ortiz

Héctor Rangel Ortiz

Héctor Rangel Ortiz

Dezember 2015

Héctor Rangel Ortiz und zwei seiner Kollegen verschwanden am 10. November 2009 in Monclova, einer Stadt im nordmexikanischen Bundesstaat Coahuila. Héctor Rangel war bis zu seinem Verschwinden in einem Familienunternehmen tätig und befand sich in Monclova auf Geschäftsreise. Er rief von einem Hotel aus bei seiner Familie an und sagte, dass die örtliche Polizei seine Kollegen angehalten und ihren Wagen sichergestellt habe. Er werde jetzt zur Polizeiwache gehen, um Näheres herauszufinden. Seit diesem Anruf hat niemand mehr etwas von den drei Männern gehört. Kurz nach diesem letzten Lebenszeichen reisten die Geschwister von Héctor Rangel Ortiz, Brenda und Enrique Rangel, nach Monclova, um nach ihm zu suchen. Doch schon bald verließen sie fluchtartig die Stadt, da sie um ihr Leben fürchteten: Die Polizei und die Staatsanwaltschaft hatten ihnen gedroht, ihnen würde dasselbe zustoßen, wenn sie sich nicht heraushielten. Weil sie die Ermittlungen der Behörden zu dem Fall nicht als ausreichend ansahen, begannen Brenda Rangel und ihre Familie eigene Recherchen und gingen damit ein hohes persönliches Risiko ein. Seit Juni 2013 liegt der Fall der Sondereinheit zur Aufklärung von Fällen des Verschwindenlassens („Unidad Especializada de Búsqueda de Personas Desaparecidas“) der Generalstaatsanwaltschaft vor. Bis zum heutigen Tag ist das Schicksal von Héctor Rangel ungewiss, und niemand ist wegen seines Verschwindenlassens vor Gericht gestellt worden. Rund 70 Familien von „Verschwundenen“, einschließlich der Familie Rangel, haben die Organisation „Fuerzas Unidas por Nuestros Desaparecidos en Coahuila“ (FUUNDEC) gegründet, um gemeinsam Druck auf die Behörden auszuüben, das Schicksal von „Verschwundenen“ in Coahuila aufzuklären.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an die Generalstaatsanwältin und dringen Sie darauf, dass die Sondereinheit zur Aufklärung von Fällen des Verschwindenlassens umgehend eine umfassende und unabhängige Untersuchung des „Verschwindens“ von Héctor Rangel Ortiz einleitet, um sein Schicksal und seinen Verbleib aufzuklären. Bestehen Sie außerdem darauf, dass die Verantwortlichen vor Gericht gestellt werden.

Schreiben Sie in gutem Englisch, Spanisch oder auf Deutsch an: Arely Gómez González Procuraduría General de la República Paseo de la Reforma 211-213 Col. Cuauhtémoc, México, D.F., C.P. 06500, MEXIKO Fax: 00 52 – 55 5346 0908 E-Mail: ofproc@pgr.gob.mx (Anrede: Dear Attorney General / Estimada Señora Procuradora / Sehr geehrte Frau Generalstaatsanwältin) (Standardbrief Luftpost bis 20 g: 0,80 €)

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an: Botschaft der Vereinigten Mexikanischen Staaten I. E. Frau Patricia Espinosa Cantellano Klingelhöferstraße 3, 10785 Berlin Fax: 030 – 269 323 700 E-Mail: mail@mexale.de