Arbeitnehmer_innenrechte sind Menschenrechte

Schwarz-Weiss-Bild von einer demonstrierenden jungen Frau, die in ein Megaphon spricht. Dadrunter ein Hinweis auf den Hashtag "MutBrauchtSchutz"

Wer sich gewerkschaftlich engagiert, sich für faire Löhne und gerechte Arbeitsbedingungen einsetzt, lebt in vielen Ländern gefährlich. Dabei ist das Recht, Gewerkschaften zu bilden und ihnen beizutreten, in internationalen Menschenrechtsabkommen festgeschrieben. So zum Beispiel garantieren sowohl Artikel 22 des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte sowie Artikel 8 des Internationalen Pakts über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte, als auch die allgemeinen Rechte auf Meinungs-, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit das Recht, sich in Gewerkschaft zusammenzuschließen. Amnesty International setzt sich dafür ein, dass dieses Recht auch verwirklicht wird. Denn weltweit werden Menschen, die sich für die Rechte von Arbeiternehmer_innen einsetzen, bedroht und strafrechtlich verfolgt. So sind beispielsweise Gewerkschaftsaktivist_innen im Iran, China und Venezuela in Haft.

Darüber hinaus werden Arbeitnehmer_innenrechte häufig nicht beachtet, insbesondere in Ländern, in denen das Recht, unabhängige Gewerkschaften zu gründen und sich gewerkschaftlich zu engagieren, nicht gewährleistet wird. Es kommt in vielen Teilen der Welt zu einer Vielzahl von Menschenrechtsverletzungen, die mit den Arbeitsbedingungen zusammenhängen. So hat Amnesty International beispielsweise Fälle von Ausbeutung von Arbeitsmigrant_innen in den Golfstaaten dokumentiert genauso wie gesundheitsgefährdende Kinderarbeit in der Demokratischen Republik Kongo oder Zwangsarbeit auf Palmölplantagen in Indonesien.

Werden Sie aktiv!

Zwei Hände, die Gitterstäbe umfassen

Arbeitsrechtsaktivist in Lebensgefahr!

Seit seiner willkürlichen Festnahme am 29. November 2018 hat der venezolanische Arbeitsrechtaktivist Rubén González trotz einer Reihe gesundheitlicher Probleme nie eine angemessene medizinische Versorgung erhalten. Seit dem 19. Januar 2020 leidet er akut unter sehr hohem Blutdruck. Wenn er nicht sofort medizinische Hilfe erhält, ist sein Leben in Gefahr. Er ist ein gewaltloser politischer Gefangener und muss umgehend und bedingungslos freigelassen werden.

Setzen Sie sich für bedrohte Gewerkschafter_innen ein und beteiligen Sie sich an unserer aktuellen Eilaktion für den venezolanischen Gewerkschafter Rubén González!