Werde in einer lokalen Amnesty-Gruppe aktiv

Eine Journalistin wird ermordet, weil sie Geschäfte korrupter Politiker_innen aufdeckt. Ein Demonstrant gefoltert, weil er friedlich protestiert. Menschen angeklagt, weil sie Geflüchtete aus Lebensgefahr retten. Indigene eingeschüchtert, weil sie ihr Land vor den Interessen von Großkonzernen verteidigen. Eine Studentin drangsaliert, weil sie sich für LGBTQI*-Rechte einsetzt. Treibt dich das zum Wahnsinn? Uns auch.

Glaubst du, du kannst daran etwas ändern? Wir glauben daran. Nicht weil wir naiv sind, sondern weil wir wissen, was unsere Mitglieder in 60 Jahren Amnesty schon alles erreicht haben. Anstatt auf dem Sofa zu hocken und an den Nachrichten zu verzweifeln, setzen unsere Mitglieder sich unermüdlich für die Menschenrechte ein. Sie organisieren Aktionen, schreiben Appellbriefe oder halten Unterrichtsstunden in Schulen. Unterstützung können sie dabei immer gebrauchen.

Sich ständig mit so ernsten Themen zu beschäftigen ist zu düster? Wir finden die Arbeit in einer Gruppe bringt vor allem Spaß und das gute Gefühl gemeinsam für eine bessere Welt aktiv zu sein. Mit Mitstreiter_innen kreative Aktionen entwickeln, die sich nicht ignorieren lassen. Anstatt bei einer Podiumsdiskussion nur zuzuhören, sie selbst moderieren. Die Menschenrechtsverteidigerin, für deren Freilassung du dich eingesetzt hast, persönlich kennen lernen. Das alles kannst du bei der Mitarbeit in einer unserer Gruppen erleben. Vernetze dich mit anderen Aktivist_innen. Profitiere von unseren Trainings. Sieh unmittelbar, was du alles bewirken kannst.

Wie läuft das jetzt alles genau? Antworten findest du hier:

Wie läuft die Arbeit in einer Gruppe?

Das Gute ist: Das könnt ihr selbst bestimmen. Ihr wollt regelmäßig Gruppentreffen abhalten? Euch nur zur Organisation von Aktionen treffen? Oder zusätzlich noch einen Spieleabend veranstalten oder in eine Bar gehen? Ihr organisiert euch selbst, entscheidet wann, wie und für welche Amnesty-Anliegen ihr euch einsetzt. Entwickelt kreative Aktionen oder greift auf einen Fundus an bewährten Ideen zurück. Worauf habt ihr Bock? Wie viel Zeit habt ihr? Wie ist die Sitution bei euch vor Ort? Seid ihr eine große oder kleine Gruppe? Abhängig davon könnt ihr eure Gruppenarbeit gestalten.

Für wen oder was setzen Gruppen sich ein?

Für die Klimaaktivistin, die Morddrohungen erhält. Gegen das Staatsoberhaupt, das Demonstrant_innen einsperren und misshandeln lässt. Für eine Welt ohne Todesstrafe, Folter oder Überwachung. Eure Schwerpunkte legt ihr selbst fest. Basis unserer Arbeit ist die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Alles was darunter fällt, erfordert unseren Einsatz - und das ist einiges.

Wie setzen Gruppen sich ein?

Unsere Researcher_innen und Expert_innen für Länder und Themen, die weltweit den aktuellen Stand der Menschenrechte im Blick haben, liefern die Infos für unsere Kampagnen- und Aktionsmaterialien. Mit euren kreativen Aktionsideen bringt ihr das Wissen unter die Leute. Ausstellungen, Podiumsdiskussionen, Poetry Slams, Mahnwachen, Länder- oder Themenabende, Infostände bei Konzerten oder Twitter Storms – die Aktionsformen wachsen immer weiter. Wir liefern euch Anleitungen für Aktionen, ihr könnt aber auch selbst kreativ werden und eigene Aktionsideen entwickeln. Hauptsache ihr gewinnt die Aufmerksamkeit von Passant_innen, erweitert die Blickwinkel von Besucher_innen und macht Zuschauer_innen klar, wie wichtig es ist hinzuschauen und wie einfach es ist selbst aktiv zu sein.

Was muss ich können, um bei Amnesty mitmachen zu können?

Du musst motiviert sein. Können musst du nichts. Aber wer kann schon nichts! Bring dich mit deiner Leidenschaft, Kreativität oder Expertise auf die für dich geeignete Weise ein: Du kannst Veranstaltungen zu menschenrechtlichen Themen, Unterschriftensammlungen oder öffentlichkeitswirksame Aktionen organisieren und dein Talent, andere von einer Sache zu überzeugen, einsetzen. Du kannst in erster Reihe auf Demos mit Redebeiträgen beeindrucken oder im Hintergrund bei den Vorbereitungen helfen. Du kannst Pressemitteilungen schreiben und Interviews geben oder die Homepage deiner Gruppe pflegen. Du kannst dich auf ein bestimmtes Land oder Thema fokussieren oder im Rahmen unserer weltweiten Kampagnen aktiv werden. Du kannst Veranstaltungen moderieren oder dein Fachwissen mit anderen teilen. Du kannst an Schulen über Menschenrechte informieren oder zuhause über die Sozialen Medien auf unsere Arbeit und Aktionen aufmerksam machen. Ganz egal was deine Stärke ist – du kannst sie bei Amnesty einbringen und mit uns die Menschenrechte voranbringen. Und Engagement ist keine Einbahnstraße. Du bringst deine Talente, Zeit und Energie ein. Wir bieten dir Trainings, Workshops und Seminare. So kannst du dir noch mehr Knowhow aneignen, dein Einsatz die größtmögliche Wirkung entfalten und du auch für Arbeit, Schule oder die nächste Bewerbung etwas mitnehmen.

Muss ich einen Mitgliedsbeitrag zahlen?

Über die Möglichkeit sich mit Amnesty zu engagieren, soll nicht dein Geldbeutel entscheiden, sondern deine Motivation und dein Wunsch, deine Zeit für die Menschenrechte einzusetzen. Wenn du in einer Gruppe aktiv bist, kannst du dich vom Mitgliedsbeitrag befreien lassen. Wenn du Zeit und Geld spenden möchtest, freuen wir uns natürlich trotzdem. Amnesty finanziert sich allein durch Beiträge, Spenden und Vermächtnisse. Regierungsgelder lehnt Amnesty ab, um finanziell und politisch unabhängig zu bleiben. So wird sichergestellt, dass weder Regierungen noch andere Institutionen die Arbeit von Amnesty beeinflussen können. Dein Beitrag ermöglicht unsere Unabhängigkeit und unterstützt die Menschenrechtsarbeit in Deutschland und auf der ganzen Welt.

https://www.amnesty.de/spenden/spenden-und-ethik

Und jetzt? Wie finde ich eine Gruppe in meiner Nähe?

Amnesty ist in Bezirken organisiert. In den Bezirken sind zahlreiche Gruppen aktiv. Nutze die Suche unten, um den Bezirk in dem du wohnst und Gruppen in deiner Nähe zu finden. Auf den Homepages der Bezirke und Gruppen, kannst du dich über die Arbeit und vergangene Aktionen informieren. Viele Bezirke oder Gruppen bieten Infoabende für Interessierte. Ansonsten kannst du jederzeit die angegebenen Kontaktdaten nutzen und die Gruppen kontaktieren. Die Gruppen freuen sich von dir zu hören. Du kannst z.B. beim nächsten Gruppentreffen vorbeischauen oder dich bei einer Veranstaltung der Gruppe über ihre Arbeit informieren.

Was wenn es keine Gruppe in meiner Nähe gibt?

Alles schön und gut, aber bei dir gibt es keine Gruppe? Das kannst DU ändern. Gründe eine Gruppe, wenn es in deiner Gegend keine gibt. Dazu musst du nur ein paar Mitstreiter_innen finden und dich bei uns melden. Fertig. Wende dich hierfür an den Bezirk, in dem du deine Gruppe gründen möchtest. Eine Übersicht der Bezirke findest du hier: https://www.amnesty.de/mitmachen/gruppe-finden

Keine Antwort auf deine Frage gefunden? Schreib uns an mitmachen@amnesty.de

Du möchtest lieber Expert_in in einer Länder- oder Themengruppe werden?  Oder dich mit der Amnesty Jugend in einer Jugendgruppe engagieren? Infos dazu findest du hier: