Protest ist ein Menschenrecht
Dienstag, 25.11.2025, von 19:30 - 21:00 Uhr
Beschreibung
Repression gegen Menschenrechtsverteidiger*innen in El Salvador / Online-Veranstaltung mit der Menschenrechtsverteidigerin Ivania Cruz
Die Situation hat sich in den letzten Jahren dramatisch verschärft. Seit der Verhängung des Ausnahmezustands im März 2022, offiziell zur Bekämpfung von Bandenkriminalität, sind grundlegende Rechte stark eingeschränkt. Willkürliche Verhaftungen, Misshandlungen in Haft und das Verschwindenlassen von Personen gehören zur neuen Realität. Wer diese Menschenrechtsverletzungen dokumentiert und veröffentlicht, wird selbst kriminalisiert. Aktivist*innen, Anwält*innen, Journalist*innen und Vertreter*innen zivilgesellschaftlicher Organisationen sind Überwachung, Einschüchterung und strafrechtlicher Verfolgung ausgesetzt.
Auch friedlicher Protest, etwa gegen Landenteignungen oder staatliche Gewalt, wird häufig mit Repression beantwortet. Prominente Beispiele sind Ruth Eleonora López, Alejandro Henríquez und José Ángel Pérez, die als politische Gefangene im Mai 2025 inhaftiert wurden.
In diesem repressiven Klima ist die Arbeit für soziale Gerechtigkeit, den Schutz gefährdeter Gemeinden oder die Aufklärung über staatliches Fehlverhalten mit großen persönlichen Risiken verbunden. Selbst die renommierte Menschenrechtsorganisation Cristosal musste nach 25 Jahren ihre Arbeit in El Salvador einstellen und ins Ausland gehen.
Ivania Cruz ist Rechtsanwältin Sprecherin der Menschenrechtsorganisation UNIDEHC. Aufgrund staatlicher Verfolgung musste sie El Salvador verlassen und lebt zur Zeit in Spanien. Sie wird aus erster Hand über die Situation in El Salvador berichten.
Die Veranstaltung wird zweisprachig durchgeführt (Spanisch / Deutsch) und aufgezeichnet. Die Aufzeichnung wird anschließend auf Youtube hochgeladen. Eine Anmeldung ist erforderlich unter gruppenbetreuung@ai-el-salvador.de