13 neue Inhaftierungen

Diese Urgent Action ist beendet!

16 Aktivist_innen, die festgenommen worden waren, als sie einer Gruppe von Hungerstreikenden Wasser brachten, sind zwar am 30. Dezember 2019 freigelassen worden, doch die Anklagen gegen sie bestehen weiter. Die Gerichtsverhandlung gegen die sogenannten "Aguadores" (Wasserträger_innen) sollte am 30. Januar 2020 stattfinden, wurde jedoch bis auf Weiteres verschoben. Nach wie vor befinden sich mindestens 61 Personen in Haft, die wegen ihrer Teilnahme an den Protesten im April 2018 festgenommen worden waren.

Zeichnung einer Gefängnistür mit Gitterstäben

Am 14. November nahm die nicaraguanische Polizei mindestens 13 Aktivist_innen beim Verlassen einer Kirche in Masaya fest und inhaftierte sie. Die Aktivist_innen hatten einer Gruppen von Menschen im Hungerstreik Wasser gebracht. Die Hungerstreikenden fordern die Freilassung ihrer bei den Protesten am 18. April 2018 inhaftierten Angehörigen. Die Proteste richteten sich damals gegen Reformen der Sozialversicherung und wurden von der Regierung gewaltsam unterdrückt. Amnesty International fordert die nicaraguanischen Behörden auf, alle Personen freizulassen, die sich nur aufgrund der Wahrnehmung ihrer Rechte auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit in Haft befinden und die Anklagen gegen sie fallenzulassen.

Appell an:

Präsident

Daniel Ortega Saavedra

Presidencia de la República, c/o Minister for Foreign Affairs

Del cine González 1 c. al Sur, sobre Avenida Bolivar

Managua, NICARAGUA

Sende eine Kopie an:

Botschaft der Republik Nicaragua
I.E. Frau Tatiana Daniela Garcia Silva
Werftstraße 2
10775 Berlin

Fax: 030 – 206 438 16
E-Mail: embajada.berlin@embanic.de

Amnesty fordert:

  • Stellen Sie bitte sicher, dass gemäß internationalen Standards alle diejenigen umgehend freigelassen werden, die sich seit dem 18. April 2018 oder seit dem 14. November 2019 aufgrund der friedlichen Wahrnehmung ihrer Rechte auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit in Haft befinden. Alle Anklagen gegen sie müssen fallengelassen werden.