Ein Leben für den Klimaschutz

Collage mit: Porträt einer jungen Frau. Im Hintergrund ist ein Foto einer Gemeinde von oben.

Marinel Sumook Ubaldo setzt sich für den Klimaschutz ein, seit ein verheerender Taifun ihr Dorf Matarinao zerstörte. Die junge Aktivistin fordert ein Umdenken – auf den Philippinen und weltweit.

Lies hier den vollständigen Petitionstext

Sehr geehrter Herr Präsident,

die Klimakrise betrifft alle Länder, aber Ihr Land hat die Folgen bereits durch den Wirbelsturm "Yolanda" besonders stark zu spüren bekommen. Zu den Überlebenden des Taifuns zählt Marinel Sumook Ubaldo. Sie war damals erst 16 Jahre alt, heute ist sie eine führende Aktivistin im Kampf gegen die Klimakrise. Die Menschen in ihrem Heimatort Matarinao und in den anderen betroffenen Gebieten leiden bis heute unter den Auswirkungen von "Yolanda". Sie leben in unwürdigen Verhältnissen, die es ihnen erschweren, ihren Lebensunterhalt zu sichern. Es ist die Aufgabe Ihrer Regierung, den Wiederaufbau der Infrastruktur und von Gebäuden zu unterstützen sowie die Grundversorgung der Bevölkerung (mit Lebensmitteln, Trinkwasser, Strom, Toiletten etc.) zu gewährleisten.

Daher fordere ich Sie auf, alles dafür zu tun, dass die Betroffenen des Wirbelsturms die notwendige Unterstützung erhalten und unter würdigen Bedingungen leben können.

Hochachtungsvoll,

Hintergrundinformationen

Marinel war 16 Jahre alt, als im November 2013 einer der stärksten Wirbelstürme, die je gemessen wurden, über die Philippinen hereinbrach. Der Taifun "Yolanda" tötete mehr als 6.000 Menschen, Millionen wurden obdachlos. Bis heute haben die philippinischen Behörden nicht genug getan, um die Lebensbedingungen der Menschen, die von "Yolanda" betroffen waren, zu verbessern. Sie brauchen außerdem Schutz vor den weiteren Auswirkungen der Klimakrise.

Als Konsequenz aus der Taifun-Katastrophe beschloss Marinel, ihr Leben dem Klimaschutz zu widmen. 2018 sprach sie in New York bei einer öffentlichen Anhörung zur Verantwortung internationaler Energiekonzerne für den Klimawandel.

"Ich stehe hier vor euch, nicht als weitere Klimastatistik, sondern als Mensch. Meine Geschichte ist nur eine von vielen. Ich bin hier, um im Namen der verletzlichen und ignorierten Gemeinschaften zu sprechen – mögen unsere Stimmen gehört werden."