Die Lage im Nigerdelta verschlechterte sich im Jahr 2008 noch weiter. Es kam zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Gemeinden sowie zu Gefechten zwischen bewaffneten Gruppierungen und den Sicherheitskräften. Außerdem wurden Gewaltverbrechen verübt, darunter Geiselnahmen. Die in der Region allgegenwärtige Umweltverschmutzung durch die Erdölindustrie höhlte die Menschenrechte aus. So wurden dadurch u.a. das Recht auf einen angemessenen Lebensstandard und das Recht auf Gesundheit verletzt.
Das Justizsystem war dringend reformbedürftig, nicht zuletzt deshalb, weil Häftlinge unter unsäglichen Umständen jahrelang in den Gefängnissen saßen, ohne dass man sie vor Gericht stellte.
Korruption galt als eine der Hauptursachen für die in Nigeria herrschende Armut. Die Müttersterblichkeit war mit einer Frau pro 100 Lebendgeburten extrem hoch. Auch das Recht auf angemessenen Wohnraum wurde systematisch verletzt - so wurden seit dem Jahr 2000 mehr als 2 Mio. Menschen gewaltsam aus ihren Wohnungen vertrieben. (Stand: 31.12.2008)
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