2008 war ein deutlicher Rückgang der Gewalt zu verzeichnen. Dennoch machten sich alle Seiten des noch andauernden Konflikts schwerer Menschenrechtsverstöße schuldig. Tausende Zivilpersonen, darunter Kinder, wurden getötet oder verletzt, zumeist bei Selbstmord- oder anderen Bombenanschlägen von bewaffneten Gruppen, die gegen die irakische Regierung und die von den USA angeführten Multinationalen Truppen (Multi-National Force - MNF) kämpften. Sowohl die MNF als auch die irakischen Behörden hielten Tausende Menschen in ihrem Gewahrsam, die meisten ohne Anklage oder Gerichtsverfahren. Einige dieser Häftlinge waren seit bis zu fünf Jahren inhaftiert. Sicherheitskräfte der Regierung waren nach vorliegenden Berichten für Folterungen wie Vergewaltigungen und ungesetzliche Tötungen verantwortlich. Die Todesstrafe wurde extensiv angewendet. Mehr als 4 Mio. Iraker waren aus ihren Wohnorten vertrieben worden, davon waren 2 Mio. ins Ausland geflüchtet. Die Übrigen lebten als Binnenflüchtlinge in anderen Landesteilen. Nach wie vor war die Region Kurdistan weniger von den Auswirkungen des Konflikts betroffen, doch auch von dort gingen anhaltend Berichte über Übergriffe durch die Sicherheitskräfte und Gewalt gegen Frauen ein. (Stand: 31.12.2008)
| 15.01.2010 | Urgent Action: Elf Todesurteile verhängt | UA-014/2010 | |
| 03.12.2009 | Urgent Action: Hunderten droht die Hinrichtung | UA-324/2009 | |
| 06.11.2009 | Ihre Briefe zeigen Wirkung! | ||
| 01.11.2009 | Walid Yunis Ahmad | ||
| 13.10.2009 | Irak: Iranische Gefangene sind frei! | ||
| 08.10.2009 | Urgent Action: Irak lässt iranische Gefangene frei | UA-212/2009-2 | |
| 06.10.2009 | Urgent Action: Haft ohne Kontakt zur Außenwelt | UA-212/2009-1 | |
| 05.10.2009 | Die Macht der Poesie | ||
| 01.10.2009 | Irak/Camp Ashraf: Amnesty fordert sofortige Freilassung von 36 iranischen Inhaftierten | ||
| 15.09.2009 | Irak: Tötungen und Festnahmen im Lager Ashraf untersuchen! |