Metallcontainer und selbstgebaute Hütten in der Roma-Siedlung am Rand von Csikszereda: © Zsuzsanna Ardó www.ardo.org
Roma sind die größte ethnische Minderheit in der EU - und leben fast überall ausgegrenzt, diskriminiert und in Armut. Ihr Zugang zu Bildung, Wohnraum, Arbeit und Gesundheitsversorgung ist eingeschränkt oder wird ihnen verwehrt. Immer wieder werden Roma-Siedlungen rechtswidrig zwangsgeräumt.
In Italien werden tausende Roma durch den "Nomaden-Plan" von einem Lager ins Nächste vertrieben. Sie werden als Minderheit verachtet, als Bürger entrechtet und zum Nomadendasein gezwungen.
In Rumänien sind in den vergangenen Jahren immer wieder Roma-Siedlungen rechtswidrig zwangsgeräumt worden und ihre Bewohner auf Gebiete neben Müllhalden oder Kläranlagen angesiedelt worden. Wie im zentralrumänischen Miercurea Ciuc, wo 75 Roma nach ihrer rechtswidrigen Zwangsräumung seit sechs Jahren unter katastrophalen Bedingungen auf verseuchtem Boden leben.
Amnesty International fordert: Wohnen. In Würde. - auch für Roma. Rechtswidrige Zwangsräumungen sind schwere Menschenrechtsverletzungen. Die Diskriminierung, Entrechtung und Ächtung der Roma durch Staat und Gesellschaft muss beendet werden!
2004 vertrieben die Behörden der rumänischen Stadt Miercurea Ciuc über 100 Roma aus dem Zentrum. Seitdem leben sie in Metallcontainern, direkt neben Kläranlage und Mülldeponie - ein Symbol der andauernde Diskriminierung und Ausgrenzung der Roma in Rumänien.
WeiterlesenVielen der über 7.200 Sinti und Roma in Rom und Umgebung droht in den kommenden Monaten die rechtswidrige Zwangsräumung und die Zerstörung ihrer Siedlungen. Amnesty fordert: Stoppt den "Nomanden-Plan", die Zwangsräumungen und die Stigmatisierung der Roma in Italien!
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