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Diskriminierung ist ein Angriff auf die Menschenwürde

Themenberichte

Schwarz oder weiß. Homo oder hetero. Atheist, Muslima oder Christin. Alle haben die gleichen Rechte.

Ein schöner Traum? Tatsächlich sieht die Wirklichkeit anders aus. Noch immer werden Menschen wegen ihrer Hautfarbe, sexuellen Orientierung, religiösen Überzeugung, sozialen Zugehörigkeit oder ihres Geschlechts diskriminiert. Für Amnesty International ist klar: Diskriminierungen sind Menschenrechtsverletzungen.

Jede Diskriminierung ist ein Angriff auf die menschliche Würde. Willkürlich werden Personen oder Gruppen bewertet, und zumeist beansprucht dabei die "eigene Gruppe" höhere Wertigkeit. Oft sind Staaten dafür verantwortlich, dass Menschen benachteiligt behandelt werden: Mal werden Frauen bewusst vom Bildungssystem ausgeschlossen, mal verstehen indigene Bauern Besitztitel nicht, weil diese in einer für sie unverständlichen Sprache abgefasst sind. Diskriminierte haben es besonders schwer, ihr Recht durchzusetzen. Sie sind deshalb gefährdet, grausamer Behandlung sowie Gewalt oder Folter unterworfen zu werden.

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verpflichtet die Staaten dazu, Diskriminierung zu unterlassen und ihre Bürger davor zu schützen. Dennoch stehen Behörden den Menschenrechtsverletzungen an diskriminierten Gruppen oft gleichgültig gegenüber oder garantieren deren Rechte nicht. Viele Regierungen kommen ihrer Pflicht zudem nicht nach, Ressourcen allen zugänglich zu machen. So führt Diskriminierung auch dazu, dass Menschen verarmen. Armut aber macht wiederum besonders anfällig für Diskriminierung.

Der Kampf gegen Diskriminierung ist ein untrennbarer Teil jeder Menschenrechtsarbeit. Deshalb engagiert sich Amnesty International beispielsweise:

  • gegen rassistische Tendenzen im US-Justizsystem, in dem Schwarze unter den Geschworenen unter- und in den Todestrakten überrepräsentiert sind;
  • gegen Gewalt an Frauen und Mädchen weltweit;
  • gegen die Ausgrenzung von Roma aus dem Bildungssystem vieler osteuropäischer Staaten;
  • gegen die Verfolgung von Falun-Gong in China;
  • gegen die Vertreibung indigener Gemeinschaften;
  • gegen die staatliche und gesellschaftliche Diskriminierung von sexuellen Minderheiten.

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