Jedes Jahr treten Tausende Menschen auf der Flucht vor Verfolgung, Folter und anderen Misshandlungen auf nicht hochseetüchtigen Booten die gefährliche Überfahrt über das Mittelmeer an, um von Nord- und Westafrika nach Europa zu gelangen.
Viele von ihnen fliehen vor Konflikten. Andere versuchen, der extremen Armut in ihren Herkunftsländern zu entkommen.
Allen gemein ist jedoch, dass sie sich in Europa ein besseres Leben erhoffen. Viele von ihnen erreichen ihr Ziel allerdings nie.
Einige werden von Patrouillenbooten abgefangen und in ihre jeweiligen Herkunftsländer oder Transitländer zurückgeschickt. Etliche sterben auf der Überfahrt, weil sie verdursten oder ertrinken. Nach Angaben des UNHCR starben allein im vergangenen Jahr 1.500 Menschen bei der Flucht über das Mittelmeer.
Um die so genannte irreguläre Migration von Afrika nach Europa einzudämmen, lagern EU-Staaten an den Außengrenzen ihre Verantwortung für den Flüchtlingsschutz zunehmend in Transitländer außerhalb der EU aus.
So schloss beispielsweise Italien mit dem Gaddafi-Regime in Libyen ein Geheimabkommen und erneuerte dies im April 2012 mit der neuen libyschen Regierung. Es räumt Italien das Recht ein, Flüchtlinge abzufangen und nach Libyen zurückzuschicken, bevor sie überhaupt italienischen Boden betreten und einen Asylantrag stellen können.
Dieses Vorgehen verstößt gegen die Menschenrechte, denn in Libyen drohen Flüchtlingen willkürliche Verhaftungen, Folter und die Abschiebung in ihre Heimatländer.
Zum bundesweiten Flüchtlingstag haben Aktivistinnen und Aktivisten mit einer Protestaktion in Berlin ein Ende der europäischen Abschottungspolitik und Schutz für Flüchtlinge gefordert.
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Beim "Human Rights Camp" auf Lampedusa forderten 75 Aktivistinnen und Aktivisten aus 20 Nationen einen besseren Schutz für Flüchtlinge an den EU-Außengrenzen.

Zum Abschluss des Camps formten Amnesty-Aktivistinnen und -Aktivisten gemeinsam mit Einheimischen ein riesiges SOS-Zeichen.
Das Faltblatt "Ohne Chance auf Asyl - Flüchtlinge an den EU-Außengrenzen" zum Herunterladen finden Sie hier.