Sektion der Bundesrepublik Deutschland

Die Rechte von Frauen und Mädchen stärken!

Themenberichte

Frauenmorde in Mexiko, Genitalverstümmelungen in Afrika, Vergewaltigungen im eigenen Wohnzimmer - auf der ganzen Welt werden Frauen Opfer männlicher Gewalt. Diese Gewalt spielt sich oft im Verborgenen ab; vielfach gehen die Täter straffrei aus. Menschenrechtsverletzungen an Frauen basieren auf einem Machtungleichgewicht zwischen den Geschlechtern, auf einer Tradition, die Frauen nicht die gleichen Rechte zugesteht wie Männern und sie als deren Besitz betrachtet.

Die meisten Staaten haben internationale Abkommen zum Schutz von Frauen unterzeichnet, beispielsweise die 1979 verabschiedete UN-Antidiskriminierungskonvention. Solche Vereinbarungen werden jedoch oft nicht umgesetzt. Zudem fehlt vielen Frauen die Möglichkeit, sich zu bilden. Deshalb kennen sie ihre Rechte nicht.

Ein Blick auf bisherige Projekte und Aktionen von Amnesty International lässt die Bandbreite des Problems der Gewalt gegen Frauen und Mädchen erkennen.
Beispielsweise zeigen Amnesty-Recherchen:

  • Häusliche Gewalt wird in vielen Ländern als Privatsache betrachtet. Befragungen aus den 1990er Jahren ergaben, dass je nach Land 20 bis 80 Prozent der Frauen solche Gewalt erlebt hatten.
  • In bewaffneten Konflikten ist sexuelle Gewalt gegen Frauen eine bewusst eingesetzte Waffe, um Terror zu verbreiten und die Gesellschaft zu destabilisieren. Auch in "Friedenszeiten" sind Vergewaltigungen durch Sicherheitskräfte vielerorts an der Tagesordnung.
  • Millionen Frauen und Mädchen werden Opfer von Genitalverstümmelung. Vor allem in afrikanischen Ländern ist diese Praxis bis heute alltäglich.
  • In vielen Teilen der Welt werden an Frauen Verbrechen im Namen der "Ehre" verübt. Man beschuldigt sie, durch nicht normgerechtes Verhalten Schande über die Familie gebracht zu haben. Um die Familienehre zu retten, töten oder verstümmeln Angehörige die betroffene Frau.

Von 2004 bis 2010 lief die globale Amnesty-Kampagne "Hinsehen und Handeln: Gewalt gegen Frauen verhindern!". Doch auch ohne zentrale Kampagne geht der Einsatz für die Rechte von Frauen und Mädchen weiter - nicht zuletzt dank der unermüdlichen Arbeit der vielen Amnesty-Mitglieder und -Gruppen, die den zentralen Forderungen durch Briefaktionen und Unterschriftenlisten den nötigen Nachdruck verleihen.


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