Sektion der Bundesrepublik Deutschland

Netzwerke für die Menschenrechte

Briefe schreiben, um gegen Menschenrechtsverletzungen zu protestieren und Menschen vor der Verletzung ihrer Rechte zu schützen: Dieses Engagement vieler Einzelpersonen stand bereits am Anfang der Arbeit von Amnesty International vor fast 50 Jahren und ist bis heute eine der erfolgreichsten Methoden. So bewirken die Urgent Actions Jahr für Jahr in über einem Drittel aller Fälle Verbesserungen für die Betroffenen.

Netzwerke für die Menschenrechte: Ihr Einsatz zählt!

Wir möchten Ihnen eine zusätzliche Möglichkeit anbieten, diese Arbeit zu unterstützen: Wie Sie vielleicht wissen, arbeiten in der deutschen Amnesty-Sektion eine Reihe ehrenamtlicher Gruppen, die sich auf ein bestimmtes Thema spezialisiert haben wie z.B. die Arbeit gegen Menschenrechtsverletzungen an Frauen oder die Arbeit gegen die Todesstrafe. Diese Gruppen bieten an, InteressentInnen regelmäßig Aktionsvorschläge zu aktuellen Fällen oder Anliegen zuzusenden. Wenn Ihnen ein Thema besonders am Herzen liegt, wenden Sie sich einfach an die jeweilige Email-Adresse. Sie erhalten dann Vorschläge zu Aktionen wie z.B. fertige Appellbriefe, die Sie direkt abschicken können.

Netzwerk gegen Folter

Jetzt anmelden: Netzwerk gegen Folter: © AP/Jim MacMillanJetzt anmelden: Netzwerk gegen Folter: © AP/Jim MacMillanFolter und Misshandlung werden in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und allen wichtigen Menschenrechtsverträgen geächtet - und dennoch weltweit praktiziert. Aus mehr als 150 Ländern liegen Berichte über Folterungen und Misshandlungen durch staatliche Stellen vor. In über 70 dieser Länder wird systematisch gefoltert. Im Rahmen des "Krieges gegen den Terror" ist das Verbot von Folter und Misshandlung auch in westlichen Demokratien aufgeweicht worden. Amnesty International tritt kompromisslos für ein weltweites Folterverbot ein.

Das Netzwerk gegen Folter versendet per E-Mail monatlich Vorschläge für Briefaktionen oder Aktionen und darüber hinaus zwei mal jährlich einen Rundbrief mit einem Schwerpunktthema.

Melden Sie sich an und senden hierzu eine Mail mit dem Betreff "Netzwerk gegen die Folter" an: netzwerk-gegen-folter@amnesty.de

Netzwerk Rechte für Frauen

Amnesty International Karawane gegen Müttersterblichkeit, Burkina Faso: © Amnesty InternationalAmnesty International Karawane gegen Müttersterblichkeit, Burkina Faso: © Amnesty InternationalDiskriminierung und Gewalterfahrung prägen das Leben von Frauen in vielen Ländern - Traditionen und fehlende Rechte machen sie zu Menschen zweiter Klasse, zum "Besitz des Mannes". Beharrlicher Einsatz kann dies ändern - kurzfristig durch schrittweise Verbesserungen, langfristig durch Bewusstseinsänderung. Unsere Projekte umfassen Themen wie häusliche Gewalt, Frauenhandel, Gewalt gegen Frauen in Kriegen und Nachkriegssituationen, weibliche Genitalverstümmelung, Ehrenmorde, Müttersterblichkeit. Unser Einsatz zeigt Erfolg: So wurden z.B. nach einer Amnesty-Aktion zu Albanien dort 2007 neue Gesetze gegen häusliche Gewalt verabschiedet.

Melden Sie sich gleich für das Netzwerk an und Sie erhalten in unregelmäßigen Abständen zwei bis drei Briefaktionen pro Jahr per E-Mail. Die Anmeldung ist schnell und einfach: Schicken Sie eine leere E-Mail mit dem Betreff "Anmeldung" an die folgende Adresse:

netzwerk-frauen@amnesty.de

Netzwerk Gewerkschaften

Die Rechte von Gewerkschaften und ArbeitnehmerInnen sind elementarer Bestandteil der Menschenrechte. In Artikel 23 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte heißt es, "jeder hat das Recht, zum Schutz seiner Interessen Gewerkschaften zu bilden und solchen beizutreten."
Doch noch immer werden in zahllosen Staaten Gewerkschafter verfolgt, diskriminiert, verhaftet und ermordet. Amnesty setzt sich seit Jahren für die Verwirklichung der Gewerkschaftsrechte ein und erhebt lautstark Einspruch gegen Repressionen gegen Gewerkschafter in Kolumbien, Iran, Zimbabwe, Vietnam und allen anderen Ländern. Gewerkschaftsrechte sind Menschenrechte.

Wer sich für die verfolgten Kolleginnen und Kollegen einsetzen möchte kann sich beim Netzwerk anmelden und erhält etwa einmal im Quartal fertige Musterbriefe zum Ausdrucken und Absenden. Anmeldung: Schicken Sie eine leere E-Mail mit dem Betreff "Anmeldung" an:

netzwerk-gewerkschaften@amnesty.de

Netzwerk Heilberufe

Medizinische Versorgung für Asylbewerber in Frankreich: © UNHCR/H. J. DaviesMedizinische Versorgung für Asylbewerber in Frankreich: © UNHCR/H. J. DaviesDas Netzwerk Heilberufe hat vier Arbeitsbereiche: Heilberufler als Opfer, Täter, Helfende und Experten hinsichtlich schwerer Menschenrechtsverletzungen. Für die Opfer werden per Brief und E-Mail sogenannte Medical Actions verschickt - das sind Briefaktionen mit heilberuflichem Bezug, die in vielen Fällen zu Verbesserungen führen. Ärzte und Psychologen beteiligen sich aber auch nicht selten an Folter und Misshandlungen. Darauf weist das Aktionsnetz in öffentlichen Veranstaltungen hin, die im Internet dokumentiert werden. Schließlich finanziert das Amnesty-Aktionsnetz Heilberufe einzelne Therapien für Folteropfer und beteiligt sich an der wissenschaftlichen Aufarbeitung zum Thema Menschenrechte und Gesundheit. (www.ai-aktionsnetz-heilberufe.de)

Melden Sie sich jetzt beim Netzwerk Heilberufe an und Sie werden etwa alle zwei Monate über aktuelle Aktionen informiert. Schicken Sie zur Anmeldung einfach eine leere E-Mail mit dem Betreff "Anmeldung" an die folgende Adresse:

netzwerk-heilberufe@amnesty.de

Netzwerk Kinderrechte

Flüchtlinge in Swat: © UNHCR/H. CauxFlüchtlinge in Swat: © UNHCR/H. CauxDie Mitglieder des Netzwerks Kinderrechte setzen sich gegen Menschenrechtsverletzungen an Kindern und Jugendlichen ein. Grundlage der Arbeit bildet in erster Linie die UN Konvention über die Rechte des Kindes. Wir bieten Mitmach-Aktionen an zu Themen wie dem Recht auf Bildung, Wohnen und Gesundheit, sowie zu Kindern in Institutionen, Kindern im Krieg und zur Todesstrafe an Minderjährigen. Netzwerkmitglieder erhalten einmal monatlich ein Angebot, wie sie sich online oder per Post für die Menschenrechte von Kindern und Jugendlichen einsetzen können.

Setzen Sie sich für die Rechte von Kindern ein. Melden Sie sich für das Netzwerk Kinderrechte an. Schicken Sie eine leere E-Mail mit dem Betreff "Anmeldung" an:

netzwerk-kinderrechte@amnesty.de

Netzwerk Polizei

Die Polizei ist als Trägerin des staatlichen Gewaltmonopols zuständig für innere Sicherheit und Ordnung. Dazu darf sie in die Freiheitsrechte von Individuen eingreifen. Zwar soll sie sich dabei an geltenden gesetzlichen Bestimmungen orientieren, aber Norm und Praxis klaffen zum Teil weit auseinander. Menschenrechtsverletzungen durch die Polizei sind in vielen Gesellschaften eher die Regel als die Ausnahme - auch in rechtsstaatlichen Demokratien. Wir rufen dazu auf, gegen diese Realität vorzugehen. Rechtsverletzungen durch die Polizei müssen dokumentiert und sichtbar gemacht, die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Für die BRD fordern wir u. a. eine Kennzeichnungspflicht für Polizeibeamte.

Melden Sie sich jetzt beim Netzwerk Polizei an und Sie erhalten pro Jahr 4 Musterbriefe und Online-Aktionen per E-Mail zugeschickt. Die Anmeldung ist einfach: Schicken Sie eine leere E-Mail mit dem Betreff "Anmeldung" an die folgende E-Mail Adresse:

netzwerk-polizei@amnesty.de

Netzwerk Menschenrechte und sexuelle Identität

Amnesty-Aktion gegen die Kriminalisierung von Homosexuellen in Nicaragua: © Amnesty InternationalAmnesty-Aktion gegen die Kriminalisierung von Homosexuellen in Nicaragua: © Amnesty InternationalNicht heterosexuell zu sein und dies zu leben, bedeutet auch heute noch in vielen Ländern neben sozialer Ächtung eine vielfache Bedrohung:
Bestrafungen für "widernatürlichen Geschlechtverkehr" reichen von öffentlichem Auspeitschen über Inhaftierung, Folter, Vergewaltigung bis zur Todesstrafe. Deswegen setzen wir uns ein für Menschen, die wegen ihrer sexuellen Identität oder wegen aktiven und gewaltfreien Einsatzes für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender-Menschen verfolgt werden. Beispielhaft war unser Einsatz gegen die Homosexuelle kriminalisierende Gesetzgebung in Nicaragua. Nach den weltweiten Protesten von Amnesty International und anderen NGOs wurde kurze Zeit später das diskriminierende Gesetz abgeschafft.

Melden Sie sich jetzt für das Netzwerk an und Sie erhalten etwa 4 Mal im Jahr Aktionen mit Musterbriefen per E-Mail. Schicken Sie für die Anmeldung einfach eine leere Mail mit dem Betreff "Anmeldung" an:

netzwerk-mersi@amnesty.de

Netzwerk gegen die Todesstrafe

Die Todesstrafe ist keine angemessene Antwort auf Mord und Kriminalität. Wo sich der Staat zum Richter über Leben und Tod aufschwingt, nimmt nicht Gerechtigkeit ihren Lauf, sondern Rache und Vergeltung.

Aktivisten mit Banner bei Aktion gegen die Todesstrafe: © Amnesty International / Jens LiebchenAktivisten mit Banner bei Aktion gegen die Todesstrafe: © Amnesty International / Jens LiebchenDie Botschaft von Amnesty International lautet deshalb unmissverständlich: Staaten können nicht gleichzeitig Menschenrechte achten und auf die Todesstrafe setzen. Aus diesem Grund engagiert sich Amnesty International seit über 30 Jahren gegen diese Strafe. Und dies mit zunehmendem Erfolg: Immer mehr Staaten schaffen diese Strafe ab. Dennoch bleibt noch viel zu tun, Jahr für Jahr werden nach wie vor tausende Menschen zum Tode verurteilt und hingerichtet. Nicht selten gelingt es, Menschen vor dem Henker zu retten. So konnten auch die vielen tausend Amnesty-Appellbriefe dazu beitragen, den Fall des bereits rechtskräftig zum Tode verurteilten und möglicherweise unschuldigen US-Amerikaners Troy Davis wiederaufzurollen.
Helfen auch Sie mit, drohende Hinrichtungen zu verhindern und Todesurteile umzuwandeln. Das Prinzip ist sehr einfach: Wir senden Ihnen einmal im Monat eine Falldarstellung mit Briefvorschlag per Email und alles was Sie noch tun müssen, ist diesen Brief abzuschicken.

Melden Sie sich gleich für das Netzwerk an: Schicken Sie eine leere Mail mit dem Betreff "Anmeldung" an:

netzwerk-gegen-todesstrafe@amnesty.de

*Hinweise zur An- und Abmeldung bei den Netzwerken: Ihre E-Mail-Adresse wird einzig für den hier erklärten Zweck verwendet. Sollten Sie sich abmelden wollen, schicken Sie eine leere E-Mail mit dem Betreff "Abmeldung" an die E-Mail-Adresse des betreffenden Netzwerks.