Sektion der Bundesrepublik Deutschland

Saudi-Arabien

Die Behörden schränkten die Rechte auf freie Meinungsäußerung, Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit 2014 weiterhin stark ein. Gegen abweichende Meinungen ging sie mit unerbittlicher Härte vor. So wurden u.a. Menschenrechtsverteidiger und andere Regierungskritiker festgenommen und inhaftiert. Viele von ihnen erhielten unfaire Verfahren vor Gerichten, darunter ein Sonderstrafgericht für terroristische Straftaten, das auch Todesurteile fällte. Neue Gesetze setzten Kritik an der Regierung und andere friedliche Protestaktionen faktisch mit Terrorismus gleich. Die Behörden gingen rigoros gegen jede Art von Internetaktivitäten vor und schüchterten Aktivisten und deren Familienangehörige ein, wenn sie Menschenrechtsverstöße öffentlich machten.

Die schiitische Minderheit wurde weiterhin diskriminiert. Einige schiitische Aktivisten wurden zum Tode verurteilt, zahlreiche weitere erhielten lange Gefängnisstrafen. Folter und andere Misshandlungen von Gefangenen waren Berichten zufolge weiterhin üblich und weit verbreitet. Gerichte verurteilten Angeklagte aufgrund von "Geständnissen", die offensichtlich unter Folter zustande gekommen waren, und verhängten Prügelstrafen. Frauen wurden durch Gesetze und im Alltag diskriminiert. Obwohl ein neues Gesetz häusliche Gewalt unter Strafe stellte, waren Frauen nur unzureichend gegen sexuelle und andere gewaltsame Übergriffe geschützt.

Die Regierung inhaftierte Hunderttausende Arbeitsmigranten und wies sie im Schnellverfahren aus. Einige mussten in Länder zurückkehren, in denen ihnen schwere Menschenrechtsverstöße drohten. Es wurden sehr viele Todesurteile verhängt und zahlreiche Menschen öffentlich hingerichtet. (Stand: 31.12.2014)


Zeitraum eingrenzen

30.11.2016Urgent Action: Drohende HinrichtungUA-270/2016
04.11.2016Urgent Action: Vor GerichtUA-250/2016
25.10.2016Urgent Action: Im HungerstreikUA-244/2016
03.10.2016Urgent Action: Kein Kontakt zur AussenweltUA-219/2016
15.09.2016Urgent Action: Schlechter GesundheitszustandUA-312/2008-3
09.09.2016Urgent Action: Zum Tode verurteiltUA-209/2016
17.06.2016Urgent Action: Menschenrechtler zu Haftstrafe verurteiltUA-139/2016
14.06.2016Urgent Action: Medizinische Versorgung gewährtUA-098/2014-5
09.06.2016Urgent Action: Menschenrechtler wieder freiUA-091/2011-6
09.06.2016Urgent Action: Im HungerstreikUA-098/2014-4