Die Behörden des Landes verweigerten unabhängigen Beobachtern den uneingeschränkten Zugang zu mehr als 4500 Asylsuchenden und Flüchtlingen der aus Laos stammenden ethnischen Minderheit der Hmong, die im Jahr 2009 gegen ihren Willen von Thailand nach Laos zurückgeführt und dort auf ausgewählten Gebieten angesiedelt worden waren. Die Rechte auf freie Meinungsäußerung, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit unterlagen Einschränkungen. Politische und gewaltlose politische Gefangene blieben in Haft. Mindestens vier Männer wurden trotz eines De-facto-Hinrichtungsmoratoriums wegen Drogenhandels zum Tode verurteilt. Offizielle Statistiken über Todesurteile blieben unter Verschluss.
Laos lehnte die im Mai 2010 im Rahmen der Universellen Regelmäßigen Überprüfung (UPR) von der damit befassten UN-Arbeitsgruppe abgegebene Empfehlung ab, die Todesstrafe abzuschaffen. Im September unterzeichnete Laos das UN-Übereinkommen gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe. Im November fand in der Hauptstadt Vientiane das erste Treffen der Vertragsstaaten des Übereinkommens über Streumunition statt. Bei der im Dezember erfolgten Abstimmung der UN-Generalversammlung über eine Resolution, die zu einem weltweiten Hinrichtungsmoratorium aufrief, enthielt sich Laos der Stimme.
Das INGO-Netzwerk, eine Gruppe internationaler Nichtregierungsorganisationen, brachte seine Besorgnis über die negativen Auswirkungen eines schnellen Anstiegs ausländischer Investitionsprojekte im Land, etwa im Bereich Bergbau und Wasserkraftwerke, zum Ausdruck. Das Netzwerk hob gleichfalls die Notwendigkeit hervor, Probleme der sozialen Entwicklung, der Einkommensunterschiede und des Zugangs zu Gesundheitsversorgung und Bildungsmöglichkeiten in Angriff zu nehmen.
Der größte Teil der Gerichtsverfahren hatte Landkonflikte zum Gegenstand. Die Behörden führten Lücken in Gesetzen und Verordnungen, Voreingenommenheit der Richter und einen Mangel an Transparenz im Justiz- und Polizeiwesen als erschwerende Faktoren an.
Laos verweigerte 2010 unabhängigen Beobachtern den uneingeschränkten Zugang zu Wiederansiedlungsgebieten in Phonkham in der Provinz Borikhamsay sowie Phalak und Nongsan in der Provinz Vientiane. Dadurch wurde eine realistische Beurteilung der Situation von etwa 4500 Hmong erschwert, die im Dezember 2009 gegen ihren Willen von Thailand nach Laos zurückgeführt worden waren. Im abgelegenen Neuansiedlungsgebiet von Phonkham lebten etwa 3500 Rückkehrer, darunter mehr als 1000 Kleinkinder. Bis Juni gab es dort keine Stromversorgung, und es standen keine ausreichenden Einrichtungen zur Gesundheitsversorgung und Bildung zur Verfügung. Trotz offizieller Zusagen erhielten die Bewohner weder Ausweispapiere noch Reisedokumente.
Die Behörden betrachteten alle Rückkehrer als "illegale Migranten".
Es gab auch 2010 keine Klarheit über Schicksal und Verbleib von politischen und gewaltlosen politischen Gefangenen.
In den Provinzen wurden gelegentlich Christen schikaniert, um sie dazu zu bringen, ihrem Glauben abzuschwören.