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Menschenrechtsverteidiger brauchen Schutz!

Themenberichte

Ob in China, Mexiko oder dem Tschad: Menschenrechtsverteidiger leben gefährlich. Sie werden verfolgt, weil sie Folter, Straffreiheit oder Diskriminierung anprangern. Sie müssen aus ihrer Heimat flüchten, sitzen im Gefängnis oder werden mit dem Tode bedroht. Deshalb brauchen Menschenrechtsverteidiger unsere Unterstützung!

Menschenrechtsverteidiger, das sind Anwälte, Gewerkschafter, Sozialarbeiter, Journalisten, Geistliche oder Studierende. Sie kämpfen alleine, in Kollektiven oder auch in politischen Organisationen. Sie organisieren Demonstrationen, untersuchen Menschenrechtsverletzungen und bringen diese an die Öffentlichkeit. Und sie geben Informationen an internationale Gremien oder Einrichtungen der Vereinten Nationen weiter.

Menschenrechtsverteidiger können oft nur unter hohen Risiken ihre Arbeit leisten. Sie werden verfolgt, obwohl sie mit friedlichen Mitteln für ihre Ziele kämpfen. Amnesty International verdankt ihnen viel: Der Einsatz für die Freilassung gewaltloser politischer Gefangener, für faire Gerichtsverfahren, gegen politische Morde, gegen "Verschwindenlassen" und Folter wäre nicht so wirkungsvoll, wenn es ihr Engagement nicht gäbe. Menschenrechtsverteidiger sind mit wenigen Mitteln ausgestattet, nehmen aber mit viel Mut große Risiken auf sich, damit die Verbrechen nicht unbemerkt bleiben und geahndet werden.

Am 9. Dezember 1998 verabschiedete die UN-Vollversammlung die "Erklärung zum Schutz von Menschenrechtsverteidigern". Darin verpflichten sich die Vereinten Nationen und ihre Mitgliedstaaten, konkrete Maßnahmen zum Schutz von Menschenrechtsverteidigern zu ergreifen.

Auch Amnesty International widmet sich seit Mitte der 1990er Jahre verstärkt dieser Aufgabe; für die deutsche Sektion ist der Einsatz für Menschenrechtsverteidiger und für die Umsetzung der Erklärung von 1998 ein Arbeitsschwerpunkt. Konkret hilft Amnesty International, wenn möglich, bedrohten Menschenrechtsverteidigern in ihrer Heimat. Nur wenn kein anderer Ausweg besteht, bemühen wir uns darum, dass Deutschland oder ein anderes Land die Verfolgten aufnimmt. Indem wir einzelne Verteidiger der Menschenrechte schützen, stärken wir auch die Menschenrechtsbewegung insgesamt.


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