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Menschenrechtsorganisation befürchtet unfaires Verfahren

Russland: Amnesty fordert Freilassung der "Pussy Riot"-Mitglieder

20. Juli 2012 - Heute beginnt in Moskau der Prozess gegen drei Musikerinnen der Band "Pussy Riot". Amnesty International fordert die sofortige und bedingungslose Freilassung der drei Frauen. Ihnen wird zur Last gelegt, in der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau am 21. Februar 2012 ein "Punk-Gebet" gegen Wladimir Putin aufgeführt zu haben. Amnesty International betrachtet sie als gewaltlose politische Gefangene.

"Es ist schon unverhältnismäßig, dass sich die Frauen seit mehr als vier Monaten wegen eines Tatvorwurfs in Untersuchungshaft befinden, der allenfalls den Tatbestand einer Ordnungswidrigkeit erfüllen kann", sagt Peter Franck, Russland-Experte von Amnesty International. "Der Umstand, dass die Ermittlungsbehörden sie wegen Rowdytums angeklagt haben und den Frauen damit Freiheitsstrafen von bis zu sieben Jahren drohen, lässt befürchten, dass ein Exempel statuiert werden soll. Ein unabhängiges Gericht könnte dem ein Ende machen. Aber das Moskauer Gericht hat den Angeklagten und ihren Verteidigern nur wenige Tage gewährt, um immerhin sieben Bände Ermittlungsakten zu lesen und Stellung zur Anklage zu nehmen. Das lässt keinen fairen Verlauf des Verfahrens erwarten. Wir fordern die internationale Öffentlichkeit auf, das offenbar in die Sommerpause gelegte Verfahren genau zu verfolgen", so Franck weiter.

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