Behandlung weiterhin verweigert
U Gambira, burmesischer Mönch
© AAPPB
Der buddhistische Mönch U Gambira ist aus dem Kale-Gefängnis in der Division Sagaing in das Gefängnis von Myaungmya in der Division Ayeryawady verlegt worden. Das Gefängnis Myaungmya liegt über 600 km von Meiktila entfernt, wo die Familie von U Gambira lebt und ist damit etwas weiter von seinem Heimatort entfernt als das Kale-Gefängnis.
Appell an
INNENMINISTER
Lt Gen Ko Ko
Ministry of Home Affairs
Office No. 10
Nay Pyi Taw
MYANMAR
(korrekte Anrede: Dear Minister / Sehr geehrter Herr Minister)
Fax: (00 95) 67 412 439
VORSITZENDER DER MENSCHENRECHTSKOMMISSION
U Win Mya
Myanmar National Human Rights Commission
27 Pyay Road, Hline Township, Yangon
MYANMAR
(korrekte Anrede: Dear Chairman / Sehr geehrter Herr Vorsitzender)
Fax: (00 95) 67 412 439
Sende eine Kopie an
GESUNDHEITSMINISTER
Dr. Pe Thet Khin
Building 4
Nay Pyi Taw
MYANMAR
(korrekte Anrede: Dear Minister / Sehr geehrter Herr Minister)
BOTSCHAFT DER UNION MYANMAR
S.E. Herrn U Tin Win
Thielallee 19
14195 Berlin
Fax: 030-2061 5720
E-Mail: info@botschaft-myanmar.de
Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Birmanisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 5. Januar 2012 keine Appelle mehr zu verschicken.
Amnesty fordert:
SCHREIBEN SIE BITTE FAXE ODER LUFTPOSTBRIEFE
-
Ich fordere Sie nachdrücklich auf, U Gambira umgehend in ein Krankenhaus zu überstellen, ihn dort gründlich und unabhängig untersuchen zu lassen und ihm jegliche ärztliche Behandlung zuzugestehen, die nötig ist.
-
Lassen Sie U Gambira umgehend und bedingungslos frei, da es sich bei ihm um einen gewaltlosen politischen Gefangenen handelt, der sich nur aufgrund seiner friedlichen Aktivitäten in Haft befindet.
-
Führen Sie eine umfassende und unparteiische Untersuchung der Foltervorwürfe von U Gambira durch, veröffentlichen Sie die Ergebnisse und stellen Sie die Verantwortlichen vor Gericht.
- Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass das Völkerrecht Folter und andere Misshandlungen strikt untersagt.
Bitte beachten Sie, dass sich eine der Adressen für Appelle geändert hat. Eine Kopie des Schreibens sollte nun an den Gesundheitsminister statt an den Gefängnisdirektor gesendet werden:
Sachlage
U Gambira benötigt nach wie vor dringend ärztliche Behandlung für Verletzungen, die ihm 2009 im Hkamti-Gefängnis durch Folter zugefügt worden sein sollen. Berichten zufolge wurde er damals in dem nördlich von Kale gelegenen Gefängnis gefoltert, nachdem er darum gebeten hatte, sich körperlich betätigen zu dürfen. Gefängniswärter legten ihn dem Vernehmen nach in Ketten und fesselten ihn mit Handschellen an einen Stuhl. Sie stopften ihm Stoff in den Mund und zogen ihm eine schwarze Kapuze über den Kopf. Dann schlugen sie ihn mit einem Stock auf den Kopf. U Gambira soll über längere Zeiträume an den Stuhl gekettet gewesen und in diesen Phasen von Wärtern gefüttert worden sein. Am 12. Mai 2009 wurde U Gambira in das Kale-Gefängnis verlegt, und um den 16. November 2011 herum ist er in das Gefängnis Myaungmya überstellt worden.
U Gambira wurde im Kale-Gefängnis im Norden Myanmars in Einzelhaft gehalten. Einige ehemalige Gefangene, die ihn besuchen konnten, berichteten, dass es ihm schwer fällt zu sprechen und dass er Narben und Male an den Händen, Armen und anderen Körperteilen hat. Darüber hinaus berichtete U Gambira ihnen, dass er mehrmals die Woche heftige Kopfschmerzen bekommt, die ihn vor Schmerzen schreien lassen. Wenn dies geschieht, verabreichen ihm die Gefängniswärter eine Spritze, die ihn etwa fünf Stunden lang schlafen lässt. Beim Aufwachen fühlt er sich benommen und das Sprechen fällt ihm schwer. Es steht zu befürchten, dass ihm Drogen statt Medikamente verabreicht werden. U Gambira soll seit der Folter noch keine angemessene medizinische Behandlung erhalten haben.
[EMPFOHLENE AKTIONEN]
SCHREIBEN SIE BITTE FAXE ODER LUFTPOSTBRIEFE
-
Ich fordere Sie nachdrücklich auf, U Gambira umgehend in ein Krankenhaus zu überstellen, ihn dort gründlich und unabhängig untersuchen zu lassen und ihm jegliche ärztliche Behandlung zuzugestehen, die nötig ist.
-
Lassen Sie U Gambira umgehend und bedingungslos frei, da es sich bei ihm um einen gewaltlosen politischen Gefangenen handelt, der sich nur aufgrund seiner friedlichen Aktivitäten in Haft befindet.
-
Führen Sie eine umfassende und unparteiische Untersuchung der Foltervorwürfe von U Gambira durch, veröffentlichen Sie die Ergebnisse und stellen Sie die Verantwortlichen vor Gericht.
- Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass das Völkerrecht Folter und andere Misshandlungen strikt untersagt.
Bitte beachten Sie, dass sich eine der Adressen für Appelle geändert hat. Eine Kopie des Schreibens sollte nun an den Gesundheitsminister statt an den Gefängnisdirektor gesendet werden:
[APPELLE AN]
INNENMINISTER
Lt Gen Ko Ko
Ministry of Home Affairs
Office No. 10
Nay Pyi Taw
MYANMAR
(korrekte Anrede: Dear Minister / Sehr geehrter Herr Minister)
Fax: (00 95) 67 412 439
VORSITZENDER DER MENSCHENRECHTSKOMMISSION
U Win Mya
Myanmar National Human Rights Commission
27 Pyay Road, Hline Township, Yangon
MYANMAR
(korrekte Anrede: Dear Chairman / Sehr geehrter Herr Vorsitzender)
Fax: (00 95) 67 412 439
KOPIEN AN
GESUNDHEITSMINISTER
Dr. Pe Thet Khin
Building 4
Nay Pyi Taw
MYANMAR
(korrekte Anrede: Dear Minister / Sehr geehrter Herr Minister)
BOTSCHAFT DER UNION MYANMAR
S.E. Herrn U Tin Win
Thielallee 19
14195 Berlin
Fax: 030-2061 5720
E-Mail: info@botschaft-myanmar.de
Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Birmanisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 5. Januar 2012 keine Appelle mehr zu verschicken.
Hintergrundinformation
U Gambira verbüßt eine 63-jährige Gefängnisstrafe wegen seiner friedlichen Beteiligung an den großen Protesten gegen die Regierung, die im August 2007 in Myanmar ausbrachen. Er ist Mitbegründer der landesweiten Mönchsvereinigung "All-Burma Monks’ Alliance" (ABMA), die im September 2007 ins Leben gerufen wurde und tausende Mönche mobilisierte, an den Demonstrationen teilzunehmen. Der Mönch wurde nach einem unfairen Verfahren im November 2008 verurteilt.