Frau SHAMPA GOSWAMI, 32 Jahre alt
Bangladeschs Ministerin für Frauen und Kinder gab Amnesty International gegenüber an, dass die Polizei die Drohungen gegen die Menschenrechtlerin Shampa Goswami untersuche. Da Shampa Goswami sich aber weiterhin in Gefahr befindet, ruft Amnesty International die Ministerin auf, ihre Sicherheit zu gewährleisten.
Die Lehrerin und Menschenrechtlerin Shampa Goswami arbeitet für die bekannte Menschenrechtsorganisation Odhikar. Nachdem sie eine Frau, die angab, vergewaltigt worden zu sein, ermutigte, zur Polizei zu gehen, wurde sie selbst von einer Gruppe von Männern bedroht. Am 26. Oktober startete Amnesty International eine Eilaktion und rief die bangladeschischen Behörden auf, sicherzustellen, dass Shampa Goswami sich in Sicherheit befindet und die Drohungen gegen sie untersucht werden. Kurz darauf reagierte die Ministerin für Frauen und Kinder, Frau Dr. Shirin Sharmin Chaudhury, auf die Eilaktion eines Mitglieds des Netzwerks und gab an, dass die örtliche Polizei in Shampa Goswamis Heimatort Satkhira im südwestlichen Bangladesch den Fall gemeinsam mit dem Ministerium untersuche und den Drohungen gegen die Menschenrechtlerin nachgehen werde.
Amnesty International begrüßt die Reaktion der Ministerin. Da Shampa Goswami sich jedoch nach wie vor in Gefahr befindet, fordert Amnesty International, dass sie entsprechend ihren Wünschen Schutz vor weiteren Übergriffen erhält.
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MINISTERIN FÜR FRAUEN UND KINDER
Dr Shirin Sharmin Chaudhury
Minister of Women und Children's Affairs
Bangladesh Secretariat
Dhaka
BANGLADESCH
(korrekte Anrede: Dear Minister / Sehr geehrte Frau Ministerin)
Fax: (00 88) 02 716 2892
E-Mail: sminmowca@gmail.com oder
lamisa@bol-online.com
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Botschaft der Volksrepublik Bangladesch
S.E. Herrn Mosud Mannan
Dovestraße 1, 5. Etage
10587 Berlin
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Im Mai 2011 erfuhr die 32 Jahre alte Lehrerin Shampa Goswami, Angehörige der weithin bekannten Menschenrechtsorganisation Odhikar, dass eine ältere Frau von mehreren Männern vergewaltigt worden war. Sie besuchte die Frau wiederholt im Krankenhaus, um nach ihr zu schauen, und gab ihr den Rat, sich an die Polizei zu wenden. Dies lehnte die Frau jedoch ab.
Die Polizei erfuhr schließlich doch von dem Verbrechen und nahm vier Männer unter der Anschuldigung der Gruppenvergewaltigung fest. Daraufhin erhielt Shampa Goswami persönlich sowie am Telefon zahlreiche Drohungen. Die Situation eskalierte am 23. Oktober, als sie und ein enger Freund der Familie von zehn bis zwölf Männern bedroht wurden. Die Männer schleppten sie auf das Dach eines nahen Gebäudes und zwangen die beiden dort, sich nebeneinander zu setzen. Anschließend machten sie unter Beschimpfungen und anzüglichen sexuellen Bemerkungen mit einem Mobiltelefon Fotos von Shampa Goswami und dem Freund der Familie. Sie versuchten, von Shampa Goswami Geld zu erpressen, indem sie ihr androhten, die Fotos der Presse zuzuspielen. Schließlich kam ein zufällig am Gebäude vorbei schlendernder Passant hoch auf das Dach und konnte die Männer überzeugen, Shampa Goswami und den Freund der Familie gehen zu lassen. Am nächsten Morgen unterrichtete Shampa Goswami die Menschenrechtsorganisation Odhikar von dem Zwischenfall, und am 25. Oktober wandte sie sich an die Polizei.
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