Alarmierender Gesundheitszustand
Andrij Singowyj befindet sich zurzeit in Untersuchungshaft in der Ukraine. Er ist HIV-positiv und leidet unter schmerzhaften und ihn schwächenden Folgeerkrankungen. Andrij Singowyj erhält zurzeit weder eine Behandlung noch Medikamente. Laut eines Arztes, der sich in einer lokalen Menschenrechtsgruppe engagiert, könnte er unter großen Schmerzen sterben, wenn er nicht sofort zur Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert wird.
Appell an
GENERALSTAATSANWALT
Oleksandr Medvedko
Riznitska Str.13/15
01601 Kyiv, UKRAINE
(korrekte Anrede: Dear General Prosecutor)
Fax: (00 380) 44 280 26 03
JUSTIZMINISTER
Mikola Onishchuk
Gorodetskogo Str. 13
01001 Kyiv, UKRAINE
(korrekte Anrede: Dear Minister)
Fax: (00 380) 44 278 37 23
E-Mail: themis@minjust.gov.ua
Sende eine Kopie an
LEITER DER UKRAINISCHEN STRAFVOLLZUGSBEHÖRDE
Vasil Koshchinets
Director of the State Department for the Execution of Sentences
(korrekte Anrede: Dear Vasil Koshchinets)
Fax: (00 380) 44 461 86 00
E-Mail: reception@kvs.gov.ua
BOTSCHAFT DER UKRAINE
S.E. Herrn Ihor Dolhov
Albrechtstraße 26, 10117 Berlin
Fax: 030-2888 7163
E-Mail: ukremb@t-online.de
Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Russisch, Ukrainisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 13. August 2009 keine Appelle mehr zu verschicken.
Amnesty fordert:
SCHREIBEN SIE BITTE E-MAILS ODER LUFTPOSTBRIEFE, IN DENEN SIE
-
fordern, dass Andrij Singowyj unverzüglich in ein Krankenhaus eingeliefert wird und die nötige medizinische Versorgung erhält;
- die Behörden auffordern sicherzustellen, dass eine gründliche und unabhängige Untersuchung von Andrij Singowyjs Gesundheitszustand durchgeführt wird, und er jegliche nötige Behandlung erhält.
Sachlage
Man nahm Andrij Singowyj am 6. August 2008 fest. Ihm wird schwere Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen. Er war fast fünf Monate in Polizeigewahrsam, obwohl die Polizei ihn laut ukrainischem Recht maximal 10 Tage hätte in Haft behalten dürfen. Die Polizei weigerte sich, ihn in ein Krankenhaus einzuliefern, da sie nicht genügend Personal hätten, um einen Beamten zur Bewachung an sein Bett abzustellen. Stattdessen organisierten Polizeibeamte vier erfolglose Versuche, den schwerkranken Häftling in das südlich von Kiew gelegene Dnipropetrowsk-Untersuchungsgefängnis zu überführen.
Man zwang Andrij Singowyj vier Mal, die 26-stündige Zugfahrt von der Nikopol-Haftanstalt zu dem Dnipropetrowsk-Untersuchungsgefängnis in einem Gefangenenwagen zu machen; jedes Mal weigerten sich die Gefängnismitarbeiter des Dnipropetrowsk-Untersuchungsgefängnis ihn zu übernehmen. Am 28. Dezember 2008, dem letzten erfolglosen Versuch, versuchte Andrij Singowyj am Bahnhof, sich aus Protest die Pulsadern aufzuschneiden. Laut seiner Mutter reagierten die Polizisten darauf mit Schlägen. Anschließend überführten sie ihn in eine Hafteinrichtung der Polizei in der entlegenen Stadt Ordschonikidse, wo er in Einzelhaft gehalten wurde und keinerlei medizinische Versorgung erhielt.
Am 28. Januar 2009 wurde Andrij Singowyj schließlich in dem Untersuchungsgefängnis akzeptiert. Seither hat sich sein Gesundheitszustand dramatisch verschlechtert. Er hat 10 kg Gewicht verloren und leidet unter Folgeerkrankungen seiner HIV-Infektion, bestehend aus eiternden Entzündungen in seinem Mund und am ganzen Körper. Nachdem seine Mutter sich bei der Staatsanwaltschaft, dem Gesundheitsministerium, dem Nationalen AIDS-Zentrum und dem für die Ukraine zuständigen Beauftragten des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte beschwert hatte, wurde Andrij Singowyj auf Ersuch des Beauftragten des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in das AIDS-Behandlungszentrum in Dnipropetrowsk gebracht. Nach einer kurzen Untersuchung wurde ihm mitgeteilt, dass keine antiretrovirale Therapie nötig sei. Die Therapie hätte seinen Krankheitsverlauf verlangsamt. Anschließend wurde Andrij Singowyj zurück in das Dnipropetrowsk-Untersuchungsgefängnis gebracht, wo er keinerlei Behandlung erhielt. Seine Mutter besuchte ihn vor einer Woche und sagte einer Menschenrechtsorganisation vor Ort, dass er permanent unter Schmerzen leide, sich kaum noch bewegen könne, und dass sie Angst habe, dass er jeden Moment sterben könne.
[EMPFOHLENE AKTIONEN]
SCHREIBEN SIE BITTE E-MAILS ODER LUFTPOSTBRIEFE, IN DENEN SIE
-
fordern, dass Andrij Singowyj unverzüglich in ein Krankenhaus eingeliefert wird und die nötige medizinische Versorgung erhält;
- die Behörden auffordern sicherzustellen, dass eine gründliche und unabhängige Untersuchung von Andrij Singowyjs Gesundheitszustand durchgeführt wird, und er jegliche nötige Behandlung erhält.
[APPELLE AN]
GENERALSTAATSANWALT
Oleksandr Medvedko
Riznitska Str.13/15
01601 Kyiv, UKRAINE
(korrekte Anrede: Dear General Prosecutor)
Fax: (00 380) 44 280 26 03
JUSTIZMINISTER
Mikola Onishchuk
Gorodetskogo Str. 13
01001 Kyiv, UKRAINE
(korrekte Anrede: Dear Minister)
Fax: (00 380) 44 278 37 23
E-Mail: themis@minjust.gov.ua
KOPIEN AN
LEITER DER UKRAINISCHEN STRAFVOLLZUGSBEHÖRDE
Vasil Koshchinets
Director of the State Department for the Execution of Sentences
(korrekte Anrede: Dear Vasil Koshchinets)
Fax: (00 380) 44 461 86 00
E-Mail: reception@kvs.gov.ua
BOTSCHAFT DER UKRAINE
S.E. Herrn Ihor Dolhov
Albrechtstraße 26, 10117 Berlin
Fax: 030-2888 7163
E-Mail: ukremb@t-online.de
Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Russisch, Ukrainisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 13. August 2009 keine Appelle mehr zu verschicken.
PLEASE WRITE IMMEDIATELY IN RUSSIAN, UKRAINIAN OR YOUR OWN LANGUAGE
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urging authorities to ensure that Andriy Snigovyj is immediately hospitalized and receives adequate medical treatment;
- calling on the authorities to ensure an effective and independent examination of Andriy Snigovyj's health and to administer all necessary treatment.