Indigene bedroht

Die Gemeinde Valle del Río San Pedro im Südwesten Mexikos hat am 19. Mai eine Morddrohung erhalten. Man bedrohte die Gemeindemitglieder mit dem Tode, sollten sie ihre Häuser nicht verlassen. In der Vergangenheit sind bereits Angehörige der Gemeinde getötet worden. Es besteht akute Gefahr, dass es weitere Übergriffe geben wird.

Appell an

INNENMINISTER
Dr. Alejandro Poiré Romero
Bucareli 99
1er. piso, Col. Juárez
México D.F.
C.P.06600
MEXIKO
(korrekte Anrede: Estimado Sr. Ministro / Dear Minister/ Sehr geehrter Herr Innenminister)
Fax: (00 52) 55 5093 3414
E-Mail: secretario@segob.gob.mx

GOUVERNEUR DES BUNDESTAATES OAXACA
Lic. Gabino Cué Monteagudo
Gobernador
Palacio del Gobierno (Planta Alta)
Plaza de la Constitución
Centro Histórico
Oaxaca de Juárez
Oaxaca C.P. 68000
MEXIKO
(korrekte Anrede: Señor Gobernador / Dear Governor / Sehr geehrter Herr Gouverneur)
Fax: (0052) 951 501 5000 Durchwahl: 40068
E-Mail: spagoboaxaca@gmail.com

Sende eine Kopie an

ÖRTLICHE MENSCHENRECHTSORGANISATION
Centro de Derechos Humanos Humanos y Asesoría da Pueblos Indígenas (CEDHAPI)
E-Mail: cedhapi@yahoo.com.mx

BOTSCHAFT DER VEREINIGTEN MEXIKANISCHEN STAATEN
S.E. Herrn Francisco N. González Díaz
Klingelhöferstraße 3
10785 Berlin
Fax: 030-26 93 23-700
E-Mail: mail@mexale.de

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Spanisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 13. Juli 2012 keine Appelle mehr zu verschicken.

Amnesty fordert:

SCHREIBEN SIE BITTE E-MAILS, FAXE ODER LUFTPOSTBRIEFE MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN

  • Ich fordere Sie auf, gemäß der Forderung der Interamerikanischen Menschenrechtskommission und in Absprache mit den BewohnerInnen von Valle del Río San Pedro in Putla de Guerrero in der von Triqui bewohnten Region im Bundesstaat Oaxaca unverzüglich wirksame Schutzmaßnahmen für sie zu ergreifen.

  • Ich bitte Sie eindringlich, sofort eine unabhängige Untersuchung der Drohungen gegen die Gemeinde vom 19. Mai sowie der weiteren ungelösten Fälle von Drohungen und Ermordungen durchzuführen und die Verantwortlichen vor Gericht zu stellen.

  • Ich fordere Sie zudem auf, allen BewohnerInnen von San Juan Copala und der von Triqui bewohnten Region, die von bewaffneten Gruppierungen mit mutmaßlichen Verbindungen zu einigen örtlichen Behörden angegriffen und bedroht wurden, alle Menschenrechte zu garantieren.

Sachlage

Am 19. Mai fand ein Angehöriger der indigenen Triqui-Gemeinschaft in Valle del Río San Pedro im Verwaltungsbezirk Putla de Guerrero des mexikanischen Bundesstaats Oaxaca auf der Hauptstraße der Gemeinde einen Zettel auf dem stand: "Ihr verdammten Indianer, verschwindet mit euren Toten von hier, haut verdammt noch mal ab und nehmt eure Menschenrechte mit. Wir haben die Party grad erst angefangen, bald werden die Geier was zu fressen haben" ("Malditos indios, lárguense con sus muertos, sáquense a la chingada, con todo y sus derechos humanos. Apenas comenzamos la fiesta, pronto habrá comida para los zopilotes").

In der Gemeinde Valle del Río San Pedro leben 67 Personen. Sie wurde von Familien der indigenen Triqui gegründet, nachdem sie 2008 wegen der herrschenden Gewalt in ihrem nahegelegenen Heimatort San Juan Copala gezwungen waren, ihre dortige Häuser zu verlassen. Laut der BewohnerInnen von Valle del Río San Pedro hat man in der Vergangenheit immer wieder versucht, sie mit Angriffen und Drohungen dazu zu zwingen, das Gebiet zu verlassen. Dabei sind bereits mehrere Angehörige und UnterstützerInnen der Gemeinde von Unbekannten erschossen worden. Zudem hat die Polizei des Bundesstaates Oaxaca im Februar 2010 und im Januar 2012 versucht, die Familien zu vertreiben. Beide Versuche scheiterten jedoch. Mehrere Angehörige der Gemeinde wurden in dieser Zeit des Waffenbesitzes beschuldigt und inhaftiert. Am 8. Mai 2012 erschienen zwei Unbekannte in der Gemeinde und erschossen drei Männer.

Wegen der kritischen Situation der Angehörigen der Gemeinde Valle del Río San Pedro forderte die Interamerikanische Menschenrechtskommission die mexikanischen Behörden am 29. Mai auf, Schutzmaßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit der Gemeinde zu garantieren.

[EMPFOHLENE AKTIONEN]

SCHREIBEN SIE BITTE E-MAILS, FAXE ODER LUFTPOSTBRIEFE MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN

  • Ich fordere Sie auf, gemäß der Forderung der Interamerikanischen Menschenrechtskommission und in Absprache mit den BewohnerInnen von Valle del Río San Pedro in Putla de Guerrero in der von Triqui bewohnten Region im Bundesstaat Oaxaca unverzüglich wirksame Schutzmaßnahmen für sie zu ergreifen.

  • Ich bitte Sie eindringlich, sofort eine unabhängige Untersuchung der Drohungen gegen die Gemeinde vom 19. Mai sowie der weiteren ungelösten Fälle von Drohungen und Ermordungen durchzuführen und die Verantwortlichen vor Gericht zu stellen.

  • Ich fordere Sie zudem auf, allen BewohnerInnen von San Juan Copala und der von Triqui bewohnten Region, die von bewaffneten Gruppierungen mit mutmaßlichen Verbindungen zu einigen örtlichen Behörden angegriffen und bedroht wurden, alle Menschenrechte zu garantieren.

[APPELLE AN]

INNENMINISTER
Dr. Alejandro Poiré Romero
Bucareli 99
1er. piso, Col. Juárez
México D.F.
C.P.06600
MEXIKO
(korrekte Anrede: Estimado Sr. Ministro / Dear Minister/ Sehr geehrter Herr Innenminister)
Fax: (00 52) 55 5093 3414
E-Mail: secretario@segob.gob.mx

GOUVERNEUR DES BUNDESTAATES OAXACA
Lic. Gabino Cué Monteagudo
Gobernador
Palacio del Gobierno (Planta Alta)
Plaza de la Constitución
Centro Histórico
Oaxaca de Juárez
Oaxaca C.P. 68000
MEXIKO
(korrekte Anrede: Señor Gobernador / Dear Governor / Sehr geehrter Herr Gouverneur)
Fax: (0052) 951 501 5000 Durchwahl: 40068
E-Mail: spagoboaxaca@gmail.com

KOPIEN AN
ÖRTLICHE MENSCHENRECHTSORGANISATION
Centro de Derechos Humanos Humanos y Asesoría da Pueblos Indígenas (CEDHAPI)
E-Mail: cedhapi@yahoo.com.mx

BOTSCHAFT DER VEREINIGTEN MEXIKANISCHEN STAATEN
S.E. Herrn Francisco N. González Díaz
Klingelhöferstraße 3
10785 Berlin
Fax: 030-26 93 23-700
E-Mail: mail@mexale.de

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Spanisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 13. Juli 2012 keine Appelle mehr zu verschicken.

Hintergrundinformation

Hintergrund

Die BewohnerInnen von San Juan Copala und den umliegenden Gemeinden, die der indigenen Triqui-Gemeinschaft angehören, sind im vergangenen Jahrzehnt immer wieder zum Opfer von Gewalt oder Vernachlässigung geworden. In dieser Zeit wurde örtlichen Behörden wiederholt vorgeworfen, mit bewaffneten Gruppierungen zusammenzuarbeiten oder sie zu tolerieren, um so ihre politische Kontrolle aufrechtzuerhalten. Die Region ist eine der ärmsten und unterentwickeltsten des Landes. Das Versagen der Behörden, die Gewalt zwischen verfeindeten Gruppierungen zu verhindern und die Verantwortlichen vor Gericht zu stellen, hat ein Klima der Straflosigkeit geschaffen. Trotz zahlreicher Beschwerden und Anschuldigungen mussten sich bisher keine BehördenvertreterInnen wegen der direkten oder indirekten Unterstützung von bewaffneten Gruppierungen vor Gericht verantworten.

Am 27. April 2010 überfielen bewaffnete Männer einen Hilfskonvoi nahe San Juan Copala und töteten die Menschenrechtsverteidigerin Alberta Cariño Trujillo, auch als Bety bekannt, und den Menschenrechtsverteidiger Jyri Antero Jaakkola. Die Verantwortlichen für die Ermordung der beiden, zu denen auch ehemalige Angehörige der Regierung gehören, denen vorgeworfen wird, die verantwortliche bewaffnete Gruppierung finanziell unterstützt zu haben, sind nie vor Gericht gestellt worden. Seitdem ist es zu weiteren Mordfällen gekommen, die ebenfalls noch nicht aufgeklärt wurden (siehe UA-110/2010).

In der Erklärung der Vereinten Nationen über die Rechte indigener Völker heißt es: "Indigene Völker haben das kollektive Recht, als eigenständige Völker in Freiheit, Frieden und Sicherheit zu leben und dürfen keinen Art der Gewalt ausgesetzt werden."