Gefangene freigelassen

Sechs Bewohner des Camps Ashraf, die am 8. April festgenommen worden waren, sind am 14. April aus der Haft entlassen worden und befinden sich nun wieder in ihrem Lager. Sie gaben Amnesty International gegenüber an, dass sie während ihrer Haft geschlagen wurden.

Sachlage

Bahman Toloo, Mehdi Ghafouri, Hamid Makki, Hossein Eyni, Babak Karimi und Asghar Mehdizadeh wurden am 14. April aus der Haft entlassen und kehrten zu ihren Familien in Camp Ashraf zurück. Die sechs Männer sind am 8. April festgenommen worden, als irakische Sicherheitskräfte die Kontrolle über Camp Ashraf übernehmen wollten. In dem Camp wohnen etwa 3.400 iranische Flüchtlinge und Exil-IranerInnen. Die Sicherheitskräfte gingen mit exzessiver Gewalt gegen sie vor.

Bahman Toloo, Mehdi Ghafouri, Hamid Makki, Hossein Eyni, Babak Karimi und Asghar Mehdizadeh befanden sich zwei Tage lang in Militärgewahrsam, kamen dann in Baquba ins Krankenhaus, wo sie kurzzeitig behandelt wurden, bevor man sie in al-Khalis nahe Baquba in Polizeigewahrsam nahm. Amnesty International gegenüber äußerten die sechs Männer einige Stunden, nachdem sie aus der Haft entlassen wurden, dass man sie geschlagen und ihnen mit der Abschiebung in den Iran gedroht hatte. Bahman Toloo gab an, dass er während der gesamten Dauer seiner Inhaftierung Schlägen ausgesetzt war, weshalb er das Gehör auf dem rechten Ohr verloren hat, an Schwindel leidet und Hilfe braucht, um auf die Toilette zu gehen. Weiterhin erklärten die Männer Amnesty International, dass ihnen zu keiner Zeit ein Haftbefehl gezeigt wurde und man ihnen auch auf ihre Nachfrage hin nicht erklärte, warum sie festgenommen worden waren. Die Männer befanden sich während der Gesamtdauer ihrer Haft im Hungerstreik.

Mehdi Ghafouri dankte Amnesty International im Namen der gesamten Gruppe: "Wir möchten uns bei Amnesty International aus tiefstem Herzen bedanken. Es rührt uns sehr zu wissen, dass so viele Menschen aus der ganzen Welt uns geholfen haben."

Weitere Aktionen des Eilaktionsnetzes sind nicht erforderlich. Vielen Dank allen, die Appelle geschrieben haben.