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Menschenrechtsverteidiger Abel Barrera Hernández: © Ricardo Ramírez ArriolaMenschenrechtsverteidiger Abel Barrera Hernández: © Ricardo Ramírez Arriola

Abel Barrera aus Mexiko erhält den Amnesty-Menschenrechtspreis

19. März 2011 - Der Menschenrechtsverteidiger Abel Barrera Hernández und das von ihm gegründete Menschenrechtszentrum "Tlachinollan" aus Mexiko erhalten den 6. Menschenrechtspreis von Amnesty International in Deutschland. Die feierliche Verleihung des Preises findet am 27. Mai 2011 in Berlin statt. Barrera wird den Preis beim "Fest für die Menschenrechte" zum 50. Jubiläum der Gründung der Menschenrechtsorganisation im Haus der Kulturen der Welt entgegennehmen.

"Barrera und die Tlachinollan-Mitarbeiter setzen sich seit 1994 unermüdlich und unter hohem persönlichen Risiko für die Rechte der indigenen Bevölkerung im Bundesstaat Guerrero ein. Tlachinollan recherchiert Fälle von ‚Verschwindenlassen' und von Übergriffen durch das Militär. Mehrere Fälle von Vergewaltigung und Misshandlung durch Soldaten haben die Anwälte des Zentrums bereits bis vor den Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte gebracht. Dank der strategischen Arbeit wirkt Tlachinollan über Guerrero hinaus und trägt zur Stärkung der Menschenrechte in ganz Mexiko bei", begründet Amnesty International den Preis für Barrera und Tlachinollan.

Als Gäste und Mitwirkende der Preisverleihung haben bereits zugesagt: Salil Shetty, Internationaler Generalsekretär von Amnesty International und Gerd Ruge, Gründungsmitglied von Amnesty International in Deutschland. Das künstlerische Rahmenprogramm bestreiten unter anderem: Françoiz Breut (Neo-Chanson), Sophie Hunger (Singer-Songwriterin), Michael Mittermeier (Comedian), Alice Sara Ott (Piano) und Söhne Mannheims. Die Moderation des Abends übernimmt Reinhold Beckmann.

Mit dem Menschenrechtspreis zeichnet Amnesty International in Deutschland Persönlichkeiten und Organisationen aus, die sich unter oftmals schwierigen Bedingungen für die Menschenrechte einsetzen. Ziel des Preises ist, das Engagement dieser Menschen zu würdigen, sie zu unterstützen und ihre Arbeit in der deutschen Öffentlichkeit bekannt zu machen. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert, die die "Stiftung Menschenrechte / Förderstiftung Amnesty International" bereitstellt. Bisherige Preisträger waren unter anderem: Monira Rahman aus Bangladesch (2006) und "Women of Zimbabwe Arise" aus Simbabwe (2008).

Die Verleihung wird zudem von einer mehrtätigen Ausstellung und einer Vortragsreihe zum 50. Geburtstag von Amnesty International begleitet. Die Ausstellung "50 Jahre Amnesty International" im Foyer des HKW zeigt vom 25. - 29. Mai die Entwicklung und die wichtigsten Stationen von Amnesty International im Kontext des zeithistorischen Geschehens.