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Sektion der Bundesrepublik Deutschland

Aktion zum Weltfrauentag 2012

Nähen für die Rechte von Frauen

© Amnesty International© Amnesty International

Nähen für die Rechte von Frauen: Mit einer besonders bildhaften Darstellung möchte die Amnesty-Gruppe Menschenrechtsverletzungen an Frauen (MAF) auf Gewalt gegen Frauen hinweisen. Im Vorfeld werden bundesweit Nähbegeisterte gesucht.

Diskriminierung und Gewalt prägen weltweit das Leben vieler Frauen. Zwangsheirat, Genitalverstümmelung, Vergewaltigung, Säureattentate - die Liste der Menschenrechtsverletzungen an Frauen ist lang. Frauen werden in vielen Ländern massiv diskriminiert. Gewalt gegen Frauen ist weit verbreitet und geht in vielen Ländern mit Straffreiheit der Täter einher. Wie die Nadeln in der Stoffpuppe muss die Gewalt nicht unbedingt nach außen sichtbare Spuren hinterlassen.

Um auf diese Missstände aufmerksam zu machen, hat sich die Amnesty-Gruppe MAF anlässlich des Weltfrauentags am 8. März 2012 etwas ganz besonderes einfallen lassen:

Ein Päckchen mit einer "niedlichen" Stoffpuppe lädt ein zum Hingucken und Zugreifen. Doch in der Puppe stecken Nadeln - als Symbol für Verletzungen, die Frauen weltweit durch Gewalttaten zugefügt werden. Auf einer Legende in der Verpackung sind erschreckende Ergebnisse von Studien zu Gewalt gegen Frauen zusammengefasst, von Zwangsheirat über häusliche Gewalt bis hin zu Genitalverstümmelung.

© Amnesty International© Amnesty InternationalUm die Öffentlichkeit für das Thema "Gewalt gegen Frauen" zu sensibilisieren, sollen möglichst viele solcher Puppen verteilt werden. Zu diesem Zweck sucht Amnesty Frauen, Männer, Schulen und Institutionen, die bereit sind, Puppen nach Anleitung zu nähen.

"Die Puppe sehen wir als Symbol für Mutterschaft und das Geben von Geborgenheit, aber auch für die Verletzbarkeit von Frauen", sagt Barbara Mertens, die das Projekt für Amnesty koordiniert. Empowering Women - Stärkung der Frauen - wurde schon 1994 auf der Bevölkerungskonferenz in Kairo als Schlüssel zu gedeihlicher Entwicklung eines jeden Landes erkannt.

Und so geht's:

  • Sie brauchen: gelben und beigen Stoff, schwarzen Filz, Füllmaterial (z.B. Watte), Stickgarn oder Stoffmalfarbe, Nadel, Faden und eine Nähmaschine. Einiges davon haben Sie vielleicht schon zu Hause.
  • Sie laden sich das Schnittmuster und die Schritt-für-Schritt-Anleitung herunter.
  • Sie laden Freunde, Bekannte und Verwandte ein. Oder Sie organisieren ein Näh-Treff in Ihrem Verein. Oder Sie sprechen Ihre Lehrerin an, ob sie das Projekt unterstützen möchte.
  • Jetzt geht es los! Folgen Sie der Nähanleitung.
  • Fertig! Packen Sie nun die Puppe in einen Umschlag und schicken sie bis spätestens 28. Januar 2012 an folgende Adresse: Isabell Neher, Ingersheimer Weg 6, 74564 Crailsheim.
  • Was kann ich jetzt noch tun? Folgen Sie der Aktion auf Facebook und beteiligen Sie sich an den zahlreichen Aktionen von Amnesty International, um Frauen und Mädchen weltweit zu unterstützen.

Ein herzliches Dankeschön!

Weitere Informationen finden Sie unter www.amnesty-frauen.de