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04.09.2015
19:30 - 21:00
Berlin
Wie ich aus Nordkorea entkam. Ein Bericht aus der Hölle.

Lesung und Gespräch mit der nordkoreanischen Bestseller-Autorin Hyeonseo Lee.

Frau Lee wurde in Nordkorea geboren, jenem Land, aus dem so gut wie keine Nachrichten nach außen dringen. Als sie sieben Jahre alt ist, erlebt sie erstmals eine öffentliche Hinrichtung. Oft sieht sie im Grenzfluss zu China Leichen schwimmen, Menschen, deren Flucht in ein besseres Leben misslang. Zur Zeit der großen Hungersnot wird Hyeonseo Lee von ihrer Familie nach China geschickt - und beginnt zu ahnen, was Freiheit bedeutet. Dies ist ihre Geschichte. Ein langer Weg in die Freiheit.

Die Autorin liest heute Passagen aus ihrem beim Heyne Verlag erschienenen Buch Schwarze Magnolie. Eine spannende und berührende Geschichte einer außergewöhnlich mutigen jungen Frau.

Veranstalter: Amnesty Kogruppe Korea und Heyne Verlag

Der Eintritt ist frei.

Veranstaltungsort:
taz Café
Rudi-Dutschke-Str. 23
10969 Berlin

Weitere Informationen:
Hier geht es zur Webseite der Amnesty Kogruppe Korea.

09.09.2015
19:00 - 21:00
Berlin
Gewalt gegen Frauen - Erfahrungen aus Indien

Was hat sich seit der Delhi-Vergewaltigung vom Dezember 2012 geändert? Die zwei Expertinnen Asha Kowtal und Nusrat Khan werden über aktuelle Entwicklungen in Indien bezüglich der Frauenrechte reden.

Was hat sich seit der Delhi-Vergewaltigung vom Dezember 2012 geändert? Welches sind die Ursachen der Gewalt? Warum sind Dalits und andere Minderheiten besonders betroffen? Wie reagiert die indische Zivilgesellschaft? Was können wir tun?

Zwei Expertinnen und Aktivistinnen aus Indien berichten über Frauen in Indien und ihren Kampf um Gerechtigkeit:
Asha Kowtal, General Secretary, All India Dalit Women's Rights Forum (AIDMAM), Delhi
Nusrat Khan, Researcher on Women's Rights, Amnesty International India, Bangalore

Im Dezember 2012 erschütterte die brutale Vergewaltigung einer Studentin in New Delhi die indische und weltweite Öffentlichkeit. Sie warf ein Schlaglicht auf die Situation der Frauen in Indien, und sie stellte die gesamte indische Gesellschaft vor die Frage nach Verantwortung und möglicher Abhilfe.

Die Protestbewegung in Delhi und anderen indischen Städten führte zur Einsetzung einer Kommission (Justice Verma Committee), die unter Beteiligung vieler zivilgesellschaftlicher Gruppen innerhalb eines Monats Vorschläge für rechtliche Reformen und praktische Maßnahmen ausarbeitete, um Frauen besser zu schützen. In das neue Gesetz (Criminal Law (Amendment) Act) vom März 2013 sind zwar nur wenige Vorschläge der Kommission eingegangen, doch die Diskussion ist seitdem nicht abgerissen.

Das Problem der Gewalt gegen Frauen wird heute mehr als zuvor in der indischen Öffentlichkeit thematisiert, die vielfältigen Erscheinungsformen werden benannt und auf ihre Ursachen hin befragt. Dabei wird immer wieder hervorgehoben, dass Gewalt gegen Frauen in Indien auch strukturelle Gewalt ist: z.B. Ausdruck von Kastenkonflikten und/oder ökonomischen Abhängigkeitsverhältnissen. Opfer von Vergewaltigung sind besonders häufig Dalit-Frauen (die früher so genannten "Unberührbaren").

Die verbreitete und anhaltende Gewalt gegen Frauen zeugt auch von Defiziten im indischen Rechtssystem: nicht nur in Form fehlender oder unzulänglicher gesetzlicher Regelungen, sondern auch und vor allem wegen der mangelnden Umsetzung bereits bestehender Gesetze. Der Zugang zum Recht ist für viele verstellt.

Hier setzt die Arbeit zivilgesellschaftlicher Gruppen an, die Opfern von Gewalt zu ihrem Recht verhelfen und so den Kreislauf von Straflosigkeit und Gewalt durchbrechen wollen.

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Veranstaltungsort:
Humboldt-Universität zu Berlin
Hörsaal 1072
Hauptgebäude
Unter den Linden 6
10099 Berlin

Weitere Informationen:
Asha Kowtal und Nusrat Khan werden auch Kiel (7.9), Hamburg (8.9.), Bremen (10.9.) und Münster (11.9.) besuchen und bei Veranstaltungen lokaler Amnesty-Gruppen sprechen.

Hier geht es zur Webseite der Indien Koordinationsgruppe.

Kontaktinformation
Michael Gottlob
Telefon: 030 75634950
E-Mail: michael.gottlob[at]gmail.com

09.09.2015
19:00 - 21:00
Eutin
"Foltern für die Sicherheit"

Ex-Bundesrichter Wolfgang Nešković berichtet darüber, wie US-Geheimdienste fernab jeder rechtlichen Grundlage agieren.

Im Rahmen der weltweiten StopFolter-Kampagne von Amnesty International wird Ex-Bundesrichter Wolfgang Nešković eingeladen, der heute als hochgeschätzter Geheimdienstexperte gilt. Der ehemalige Politiker ist Herausgeber eines Berichts, der zeigt, wie US-Geheimdienste fernab jeder rechtlichen Grundlage agierten. "Der CIA Folter Report" der offizielle Bericht des US- Senats zum Inhaftierungs- und Verhörprogramm der CIA.

Mitveranstalter:
Friedenskreis Eutin,
Arbeitskreis 27.Januar und
Kreisbibliothek Eutin

Veranstaltungsort:
Kreisbibliothek Eutin
Schlossplatz 2
23701 Eutin

Weitere Informationen:
Hier geht es zur Seite der Bezirksgruppe.

11.09.2015 - 13.09.2015
18:00 - 13:00
Aachen
Seminar zur Flüchtlingspolitik der EU

Dieses Seminar wendet sich an in der Flüchtlingsarbeit Engagierte, die sich über die deutsche Flüchtlingspolitik hinaus über europäische Entwicklungen informieren möchten

Kenntnisse im Asyl- und Ausländerrecht werden vorausgesetzt.
Anmeldungen sind bitte an die

Bischöfliche Akademie
Leonhardstr. 18-20
52064 Aachen

zu richten. Telefonisch ist die Akademie unter 0241 / 47996-29 zu erreichen. Die Tagungsgebühr beträgt 107,--€. Für Mitglieder von Amnesty International gilt eine ermäßigte Tagungsgebühr. Das Seminar hat die Veranstaltungsnummer A 23516.

Weitere Informationen erhalten Sie hier

24.09.2015
19:00 - 21:00
Aachen
Inszenierte Konfrontation – bei Pegida und anderswo?

Podiumsveranstaltung mit anschließender Diskussion in Kooperation der Evangelischen Stadtakademie und Amnesty International

Seit einigen Jahren zeigt sich bei Protestkundgebungen in Deutschland ein neuer Akteur. Er wendet sich hauptsächlich gegen Mitmenschen, die anders aussehen, anders glauben, anders leben als er und bewegt sich jenseits der Grenze zu ausländerfeindlichen, rassistischen und menschenverachtenden Positionen. Seine Kritik zielt nicht primär auf die Mächtigen, die politisch und ökonomisch die Regeln des Gesellschaftssystems bestimmen. Sondern sie richtet sich meist gegen diejenigen, die weltweit zu den Opfern, den Leidtragenden dieses marktkonformen Systems zählen - z.B. gegen Flüchtlinge und Asylbewerber, die durch Bürgerkriege und Klimakatastrophen aus ihren Herkunftsländern vertrieben werden.

Was ist die Motivation dieser Demonstranten? Was bedeutet Pegida & Co für uns als Gesellschaft? Was bedeuten diese Aufmärsche für die Menschen, gegen die sie sich richten? Bemühen wir uns genauso, die Ängste von Flüchtlingen, sichtbaren Minderheiten, Musliminnen und Muslimen wahrzunehmen?

Mit Erstaunen und Erschrecken wird der Rassismus nun greifbar, der sonst eher im Verborgenen vor sich hin brütet. Doch was können und was müssen wir dagegen tun? Wer ist gefordert? Ist "Totlaufen-Lassen" eine Strategie? Suchen wir den Dialog oder hoffen wir einfach, "dass es vorbei geht"? Was kann jeder von uns tun, um solchen Strömungen entgegen zu wirken?

DiskutantInnen:
Dr. Dorothee Haßkamp, Jesuiten-Flüchtlingsdienst Deutschland
Michael Klarmann, frei schaffender Journalist, Aachen

Organisation und Moderation der Veranstaltung für die ESA: Dr. phil. Uwe Beyer

Der Eintritt ist frei.

Veranstaltungsort:
Annakirche
Annastraße 35
52062 Aachen

Kontakt:
Amnesty International
Asyl-Gruppe Aachen
Adalbertsteinweg 123 a/b
52070 Aachen
asylgruppe-1206[at]amnesty-aachen.de
Hotline: +49 177 4158818 (Mo. 18-20 Uhr & Fr. 13-15 Uhr)

27.09.2015
00:00 - 16:00
Ulm
11. Einstein-Marathon in Ulm

Amnesty International Ulm nimmt auch dieses Jahr wieder am Einstein-Marathon teil und sammelt dabei Spenden.

Der Einstein-Marathon hat sich hinsichtlich der Teilnehmerzahl unter den zehn größten deutschen Veranstaltungen etabliert. Im vergangenen Jahr 2014 sind rund 18.000 Teilnehmer an den Start gegangen. Die Jugendläufe mit knapp 6000 Teilnehmern zählen bereits zu den Größten nach Berlin und Hamburg.

Zum Programm gehören neben dem Marathon eine Marathon-Staffel, ein Halbmarathon, ein Inline-, Handbike- und Walking-HM, ein Handwerkslauf und kürzere Läufe über 5 und 10 km. Der Einstein-Marathon zeichnet sich insbesondere durch 42 Bands an der Strecke aus und die umfangreiche Versorgung für die Teilnehmer an der Strecke und im Ziel. Anmeldeschluss ist der 13. September 2015.

Organisatorisches:

Amnesty International wird auch wieder mit einem Team am Einstein-Marathon 2015 teilnehmen. Es haben sich auch bereits einige Läufer zusammen gefunden. Die Liste der Läufer wird regelmäßig ergänzt. Dazu bitte eine E-Mail mit Bild, Distanz und kurzem Motivationstext an einsteinmarathon@amnesty-ulm.de.

Jeder Läufer muss sich selbständig für den Einsteinmarathon anmelden. Jeder Läufer trägt die Kosten für die Anmeldung selbst. Wichtig ist, dass jeder Läufer bei der Anmeldung als Teamname "Amnesty International Ulm" angibt! Nur so gehen die gelaufenen Kilometer in die Teamwertung des Amnesty-Teams ein! Diese Wertung ist für die Sponsoren wichtig, denn die Sponsorengelder richten sich ggf. nach der erzielten Leistung des Amnesty-Teams.

Alle Sponsoren werden auf der Amnesty-Sponsoren-Seite veröffentlicht. Auf dieser Seite erfahren Sie auch, wie Sie das Amnesty-Team sponsern bzw. schnell und einfach für Amnesty spenden können.

Weitere Informationen:
Seite des Veranstalters vom Einstein-Marathon
Seite des Ulmer Amnesty-Bezirks

27.09.2015
11:00 - 18:00
Aachen
EhrenWert - Aktionstag der Aachener Vereine

Wenn sich die Aachener Vereine vorstellen, ist auch die Aachener Bezirksgruppe von Amnesty mit einem Infostand vertreten. Es wird berichtet über die Save-me-Kampagne und die Arbeit der Asylgruppen im Aachener Bezirk.

Wir bitten um Unterstützung unserer Amnesty-Petition an die Innenministerkonferenz der Länder. Weltweit erleben wir zurzeit die größte weltweite Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg: Nach Angaben der Vereinten Nationen sind derzeit fast 60 Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg, Verfolgung und Elend. Die meisten Flüchtlinge bleiben in ihrem Heimatland oder einem Nachbarstaat, in der Hoffnung, bald nach Hause zurückkehren zu können. 86 Prozent aller Flüchtlinge werden von sogenannten Entwicklungsländern aufgenommen.
Tausende Flüchtlinge ertrinken jedes Jahr bei dem Versuch, die EU über das Mittelmeer zu erreichen. Wer den Landweg wählt, wird an den EU-Außengrenzen oft misshandelt oder ohne Prüfung von Asylgründen zurückgeschickt. Damit Menschen gar nicht erst gezwungen werden, diese lebensgefährliche Flucht auf sich zu nehmen, braucht es mehr sichere Zugangswege in die EU.
Wie andere europäische Länder auch, muss Deutschland einen größeren Beitrag bei der
Aufnahme von Flüchtlingen leisten. Die EU hat zugesagt, 20.000 besonders schutzbedürftige Flüchtlinge aufzunehmen. Bei einem weltweiten Bedarf von rund einer Million Plätzen reicht das bei Weitem nicht aus.

Wir fordern daher von der Ständigen Konferenz der Innenminister und -senatoren der Länder:
▪ das Neuansiedlungsprogramm für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge (Resettlement)
zu unterstützen und deutlich mehr Plätze anzubieten;
▪ die Landesaufnahmeprogramme für Flüchtlinge aus Syrien fortzuführen bzw. neu aufzulegen;
▪ die Familienzusammenführung von Flüchtlingen in Deutschland zu erleichtern.

DEUTSCHLAND MUSS MENSCHLICH UND POLITISCH VERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN!

Veranstaltungsort:
Eurogress
Monheimsallee 48
52062 Aachen

Weitere Informationen:
Die Asylgruppe auf Facebook
Die eigene Homepage der Asylgruppe
Die Homepage der Save-Me-Kampagne
Die Facebook-Seite der Save-Me-Kampagne

Kontakt:
Amnesty International
Asyl-Gruppe Aachen
Adalbertsteinweg 123 a/b
52070 Aachen
asylgruppe-1206[at]amnesty-aachen.de

27.09.2015
11:30 - 16:00
Berlin
Film-Matinee Trans X Istanbul

Hassverbrechen auf Transsexuelle sind in der Türkei an der Tagesordnung - dieses Thema beleuchtet der Film Trans X Istanbul, der im Gorki-Theater gezeigt wird. Gemeinsam mit der Filmcrew, der Regisseurin und Amnesty-Generalsekretärin Selmin Çalışkan wird es im Anschluss ein moderiertes Gespräch geben.

Im Anschluss an den Film wird es zunächst eine Diskussion und danach einen Sektempfang im Foyer geben.

Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten.

Veranstaltungsort:
Maxim Gorki Theater
Am Festungsgraben 2
10117 Berlin

Weitere Informationen:
Hier geht es zur Seite von queeramnesty

28.09.2015
17:00 - 20:30
Berlin
Mein Körper – Meine Rechte!

Ein Diskussionsabend mit Selmin Çalışkan und Expertinnen über Abtreibungsverbote in Lateinamerika und die Rolle der internationalen Politik.

In Lateinamerika sind Frauen - trotz Verbesserungen auf institutioneller und rechtlicher Ebene zum Schutz vor Gewalt - de facto immer noch unzureichend vor häuslicher und sexualisierter Gewalt geschützt: Die Opfer werden stigmatisiert, Täter werden nur selten bestraft, und in vielen Ländern sind Abtreibungen selbst nach Vergewaltigungen verboten. Patriarchale Strukturen und machistisch geprägte Gesellschafts- und Rollenbilder tragen entscheidend dazu bei.

Zwei Frauenrechtsaktivistinnen aus Chile und El Salvador analysieren im Gespräch die aktuelle Situation in Lateinamerika vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen, politischen und religiösen Grundkoordinaten: Welche (Macht-)Interessen lassen sich hinter den Abtreibungsgesetzen erkennen, warum scheint es so schwer, diese zu reformieren? Welche Rolle spielen die sozialen Bewegungen dabei, das gesellschaftliche Bewusstsein in dieser Frage zu ändern?

In der anschließenden Diskussionsrunde debattieren unsere Gäste aus Lateinamerika mit Vertreter/innen der Bundesregierung und deutscher Nichtregierungsorganisationen die Frage, ob das Wertesystem der Menschenrechte beim Thema der sexuellen und reproduktiven Rechte versagt hat, oder ob diese trotz aller Defizite in der Umsetzung für lokale Aktivist/innen einen wichtigen Standard darstellen, auf den sie sich in ihrer Arbeit berufen können. Neben der Rolle internationaler Abkommen sollen konkrete Handlungsmöglichkeiten für die deutsche und europäische Politik erörtert werden.

Gäste:
Morena Herrera, Vorsitzende der Agrupación Ciudadana por la Despenalización del Aborto, El Salvador
Carolina Carrera, Vorsitzende der Corporación Humanas, Chile
Selmin Çalışkan, Generalsekretärin der deutschen Sektion von Amnesty International
Katrin Erlingsen, Deutsche Stiftung Weltbevölkerung

Der Eintritt ist frei.

Veranstaltungsort:
Heinrich-Böll-Stiftung
Schumannstraße 8
10117 Berlin

Weitere Informationen:
Einen ausführlichen Text über die Inhalte, die diskutiert werden, finden Sie hier.

02.10.2015
10:00 - 18:00
Aachen
"Stricken gegen die Kälte" in Irak

Im Zuge der Aktion "Stricken gegen die Kälte" in Irak lädt die Bezirksgruppe Amnesty Aachen zu einer Sammelaktion mit Hintergrundinformationen und Möglichkeit zum Austausch ein. Die Irakerin Besme Abed wird über ihre Erfahrungen als Flüchtling berichten.

Unter dem Motto "Stricken gegen die Kälte" haben wir im Februar um Woll- oder Portospenden gebeten und konnten uns über eine erfolgreiche Sammel-Aktion in der Citykirche freuen. Über 200 Menschen kamen, gaben ihre Spenden ab und informierten sich über die Situation von Flüchtlingen hier und im Nordirak.

Nach dieser großen Resonanz und weil wir um die therapeutische Wirkung des Strickens wissen, haben wir am 4. März ein Strickcafé gegründet. Herzlich eingeladen sind Flüchtlingsfrauen und alle, die Stricken lernen möchten, sich mit ihrer Häkelarbeit zu uns gesellen wollen oder die Begegnung mit Flüchtlingen suchen. Wir treffen uns alle 14 Tage von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr im Welthaus, An der Schanz 1, in Aachen.

Am 2. Oktober wollen wir noch einmal zu einer Sammelaktion mit Hintergrundinformationen und Möglichkeit zum Austausch einladen. Der nationale Tag des Flüchtlings scheint uns dafür das richtige Datum! Diesmal berichtet Besme Abed über die Situation im Irak, genauer in Bagdad. Am 3. November 2009 kam die Irakerin mit 3 minderjährigen Kindern nach Deutschland. Im Rahmen des Resettlement (Programm des Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen zur dauerhaften Aufnahme für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge) wurde sie nach Aachen verteilt und dort im Rahmen der Save-me-Kampagne begleitet. Mittlerweile ist Besme selber engagiert in der Begleitung von Flüchtlingen. Nach 7 Jahres ist sie im Frühjahr diesen Jahres mit ihren 3 Kindern in den Irak gereist. Es gab ein Wiedersehen mit der ältesten Tochter und den beiden Enkelinnen. Die Situation in ihrem Heimatland hat sie zutiefst erschreckt. Davon möchte sie an unserem zweiten Wollsammeltag berichten.

Um die Not zu lindern und wenigstens ein wenig zu helfen strickt auch sie als Teilnehmerin unseres Strickcafés für die Flüchtlinge in ihrer Heimat. Dafür bittet Besme um Unterstützung und sammelt Stricksachen und Wollreste für Decken und anderes. Diese Dinge wird sie zum weiter Verteilen an ihre Tochter schicken, denn die Not im Irak ist groß.

Wir freuen und auf Ihren Besuch und Ihre Spenden.

Veranstaltungsort:
Citykirche Aachen
An der Nikolauskirche
52062 Aachen

Kontakt:
Amnesty International
Asyl-Gruppe Aachen
Adalbertsteinweg 123 a/b
52070 Aachen
asylgruppe-1206[at]amnesty-aachen.de

Weitere Informationen:
Die Asylgruppe auf Facebook
Die eigene Homepage der Asylgruppe
Die Homepage der Save-Me-Kampagne
Die eigene Homepage der Save-Me-Kampagne