Sektion der Bundesrepublik Deutschland

Kalender

Alle PLZ anzeigen
23.08.2016
17:00 - 20:00
Berlin
Fest zur Umbenennung der Berliner "Mohrenstraße"

Am 23. August 2016, dem Internationalen Tag zur Erinnerung an den Handel mit Versklavten und an seine Abschaffung, veranstaltet Amnesty International das dritte Fest zur Umbenennung der Berliner M*straße.

Zusammen mit AfricAvenir International, dem Afrika-Rat Berlin-Brandenburg, dem Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag, Berlin Postkolonial, der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland und dem Zentralrat der Afrikansichen Gemeinde in Deutschland in Berlin-Mitte setzen wir uns für die längst überfällige Umbennenung ein.

Die Verbände der afrikanischen/Schwarzen Community und solidarische Vereine fordern seit Jahren, dass der Straßenname mit der diskriminierenden Fremdbezeichnung für Schwarze Menschen verschwindet. Er geht auf Brandenburg-Preußens Handel mit versklavten Afrikaner_innen um 1700 Uhr und auf die Verschleppung minderjähriger Schwarzer zum Dienst am Berliner Hof zurück.

Mit unserem vorweggenommenen Umbenennungsfest setzen wir uns dafür ein, dass die Straße in Zukunft eine Persönlichkeit des afrikanischen Widerstands gegen Kolonialismus und Rassismus - wie zum Beispiel Anton Wilhelm Amo - ehrt. Der geschichtliche Zusammenhang des jetzigen Straßennamens soll bei dieser Perspektivumkehr erhalten bleiben. Die Umbenennung muss im Stadtraum und im gleichnamigen U-Bahnhof ausführlich erklärt und historisch kontextualisiert werden.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der International Decade for People of African Descent statt.

Neben Musik und einem Poetry Slam wird es auch folgende Redebeiträge geben:

Marianne Balle Moudoumbou PAWLO (Pan-African Women's Liberation Organisation)
Vertreter_innen der SPD, Grünen und Linken
Moctar Kamara - Zentralrat der Afrikanischen Gemeinde in Deutschland
Kwesi Aikins - Initiative Schwarze Menschen in Deutschland
Elisabeth Kaneza - UN-Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft
Israel Kaunatjike - Herero-Aktivist

Veranstaltungsort:
U-Bahnhof "Mohrenstraße"
10117 Berlin

Hier können Sie den Flyer zur Veranstaltung als PDF-Datei herunterladen

28.08.2016
11:30 - 17:30
Aachen
Infostand beim Tag der Integration

Auch in diesem Jahr werden wir von den Asylgruppen im Aachener Amnesty-Bezirk beim Tag der Integration über unsere Arbeit rund um den Flüchtlingsschutz berichten.

Die Ausstellung "Europa-Was machst Du an Deinen Grenzen?!" wird zu sehen sein
Die "Festung Europa" kostet Jahr für Jahr mehr Menschenleben. Hunderte Flüchtlinge sterben immer wieder bei dem Versuch, die europäischen Küsten zu erreichen, weil sie verdursten oder ertrinken. Die Ausstellung nimmt die Besucherinnen und Besucher mit an die Außengrenzen der Europäischen Union und zeigt Fotos von Ingeborg Heck-Böckler (Amnesty International), die im Jahr 2014 in einer internationalen Amnesty-Delegation hauptsächlich in Italien unterwegs gewesen ist. Im Jahr 2015 hat sie Marokko bereist und die hoffnungslose Situation der Flüchtlinge gesehen, die dort festsitzen.

Der Blick auf die EU-Außengrenzen: Nein zum EU-Türkei Deal, Ja zu sicheren Zugangswegen!
Täglich sterben Menschen bei dem Versuch nach Europa zu gelangen, um dort Schutz zu suchen. Einer der Gründe hierfür ist, dass Flüchtlinge fast keine Möglichkeiten haben, auf sicherem Weg europäischen Boden zu erreichen. Europa schottet sich an seinen Grenzen ab und versperrt die Fluchtwege über Land. Damit Menschen gar nicht erst gezwungen werden, diese lebensgefährliche Flucht auf sich zu nehmen, braucht es mehr sichere Zugangswege in die EU und eine größere Aufnahmebereitschaft der EU-Staaten.
Zu sicheren Zugangswegen arbeiten wir in Aachen auch im Rahmen der Save-me-Kampagne: www.save-me-aachen.de

Anti-Rassismus: Menschen vor rassistischer Gewalt in Deutschland schützen!
Brandanschläge, Angriffe, Gewaltandrohungen und Einschüchterungen: Deutschland erlebt aktuell eine drastische Zunahme rassistischer Gewalt. Täglich werden Menschen angegriffen - sei es wegen ihrer äußeren Erscheinung, ihrer angenommenen Religion oder anderer Zuschreibungen. 2015 wurden Flüchtlingsunterkünfte laut offiziellen Angaben 1.031 Mal zum Ziel von Straftaten - fünfmal so oft wie im Jahr zuvor.
In den wenigsten Fällen werden die Verantwortlichen für rassistische Gewalt zur Rechenschaft gezogen. Die deutschen Strafverfolgungsbehörden sind zu häufig nicht in der Lage, rassistische Straftaten als solche zu erkennen und effektiv zu ermitteln. In vielen Fällen vernachlässigt die Polizei rassistische Motive und erfasst sie beispielsweise lediglich als sogenannte Gewaltdelikte. Rassistische Gewalt und Diskriminierung müssen gestoppt werden!

Veranstaltungsort:
Eurogress
Monheimsallee 48
52062 Aachen

Kontakt:
Amnesty International
Asylgruppe Aachen
Adalbertsteinweg 123 a/b
52070 Aachen
Mail: asylgruppe-1206@amnesty-aachen.de
Hotline: +49 177 4158818 (Mo. 18-20 Uhr & Fr. 13-15 Uhr)

Asylgruppe auf Facebook

save-me-Kampagne auf Facebook

04.09.2016
15:30 - 18:00
Berlin
Film und Diskussion: "Vom Töten Leben"

Wie leben Menschen in einer Stadt, in der viele Menschen seit vielen Generationen Kriegswaffen herstellen? Wolfgang Landgraebers Film zeigt es.

In Oberndorf am Rand des Schwarzwalds sind die Rüstungsbetriebe Rheinmetall und Heckler & Koch die Grundpfeiler der lokalen Wirtschaft. Die Waffen, die dort hergestellt werden, sind in allen Kriegs- und Krisengebieten der Welt in Gebrauch. Wie denken die Bürger dieser Stadt darüber, wie der örtliche Pfarrer?

Wolfgang Landgraeber hatte 1983, auf dem Höhepunkt der Friedensbewegung, dort die Filme "Fern vom Krieg" sowie "Südfrüchte aus Oberndorf" gedreht, und ist jetzt dorthin zurückgekehrt um Veränderungen und Kontinuitäten nachzugehen.

Im Anschluss an den Film wird es eine Diskussion mit dem Regisseur geben.

Gesprächspartner sind:
Alexander Lurz, Rüstungsexport-Experte und Mitarbeiter von Jan van Aken (MdB), Mathias John, Rüstungsexperte Amnesty International Deutschland und Lothar Eberhardt (Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen)

Veranstaltungsort:
fsk-Kino am Oranienplatz
Segitzdamm 2
10969 Berlin

06.09.2016
19:00 - 21:00
Aachen
„Wir grenzen auf“ – Gottesdienst & Begegnung

Kooperationsveranstaltung der Amnesty Asylgruppe Aachen, dem Büro der Regionaldekane, dem Verein "Kirche für die Stadt" und dem Katholikenrat Aachen-Stadt im Rahmen der Interkulturellen Woche.

Die meisten Menschen, die in Deutschland Zuflucht suchen, sehnen sich nach Schutz, Gerechtigkeit und Frieden. Sie möchten Ihren Wünschen und Hoffnungen Raum geben können.

In unserem Gottesdienst hoffen wir auf eine Zukunft, in der sich die Waagschale weg vom Recht des Lautesten und Stärksten hin zu einer Gerechtigkeit für alle neigt.

Am Amnesty-Informationstisch werben wir für die Unterstützung unserer aktuellen Kampagne: Menschen vor rassistischer Gewalt in Deutschland schützen!

Informieren Sie sich und unterstützen unsere Petition zum Thema! Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Zur Teilnahme und zur Begegnung beim gemeinsamen Essen und Trinken laden wir herzlich ein!

Veranstaltungsort:
Citykirche
An der Nikolauskirche 3
52062 Aachen

29.09.2016
19:00 - 21:00
Aachen
„Wer Waffen liefert, wird Flüchtlinge bekommen“

Fluchtursachen - und ihre Bekämpfung

Kooperationsveranstaltung von Amnesty International und der Evangelischen Stadtakademie mit anschließender Diskussion

Es referiert Kai Hüwelmeyer, Arbeitskreis Rüstung und Menschenrechte bei Amnesty International Deutschland

Wenn Menschen in großer Zahl ihre Heimat verlassen, um auf gefährlichen Wegen unter unwürdigen Bedingungen nach Europa zu gelangen, dann muss das schwerwiegende Gründe haben: z.B. jahrelange Bürgerkriege und Terror wie in Syrien, Afghanistan, dem Irak und Libyen oder ein blutiges Militärregime wie in Eritrea.
Was liegt angesichts dieser großen Zahl von Schutzsuchenden näher, als die Fluchtursachen zu analysieren und zu bekämpfen? Gerade hier spielen Rüstungsexporte eine besonders brisante Rolle. Ohne strikte Kontrolle bergen sie ein hohes Risiko, Krisen und Kriege in den Herkunftsländern der Migranten immer wieder zu befeuern. Deutschland ist unter den fünf größten Rüstungsexporteuren der Welt. Trotz gegenteiliger Verlautbarungen der geltenden Exportrichtlinien, tauchen deutsche Waffen immer wieder in Krisengebieten auf und werden dort für schwere und systematische Menschenrechtsverletzungen eingesetzt. Flucht ist eine der vielen schlimmen Folgen solch unverantwortlichen Handelns. "Wer Waffen liefert, wird Flüchtlinge bekommen." So fasst ein nordafrikanischer Flüchtling die Kausalität zusammen.
In seinem Vortrag wird Kai Hüwelmeyer erläutern, wie Rüstungsexporte und die Missachtung der Menschenrechte zusammenhängen. Anhand von Beispielen werden die Risiken des Waffenhandels verdeutlicht und die globalen Dimensionen aufgezeigt. Im Mittelpunkt steht besonders die Frage nach Lösungen: Welche Schritte müssen unternommen werden, damit die Situation sich verbessert?

Herzliche Einladung, sich an gemeinsam zu diesem Thema auszutauschen.

Eintritt frei

Ort:
Annakirche
Annastraße
62062 Aachen

Kontakt:
Amnesty International
Asyl-Gruppe Aachen
Adalbertsteinweg 123a
52070 Aachen
asylgruppe-1206@amnesty-aachen.de

Die Asylgruppe auf Facebook