Mao Hengfeng wieder frei

Ergebnis dieser Urgent Action

Die Menschenrechtsverteidigerin und gewaltlose politische Gefangene Mao Hengfeng durfte am 8. Februar das Polizeigefängnis in Yangpu verlassen. Die chinesischen Behörden erlaubten ihr, den Rest der 18 Monate „Umerziehung durch Arbeit“, zu denen sie verurteilt worden war, bei sich zuhause zu verbringen. Sie bedankte sich bei allen, die sich für sie eingesetzt haben.

Mao Hengfeng

Mao Hengfeng

Die Menschenrechtsverteidigerin und gewaltlose politische Gefangene Mao Hengfeng durfte am 8. Februar das Polizeigefängnis in Yangpu verlassen. Die chinesischen Behörden erlaubten ihr, den Rest der 18 Monate „Umerziehung durch Arbeit“, zu denen sie verurteilt worden war, bei sich zuhause zu verbringen. Sie bedankte sich bei allen, die sich für sie eingesetzt haben.

Sachlage

Am 8. Februar wurde Mao Hengfeng von ihren Familienangehörigen aus dem Polizeigefängnis des Bezirks Yangpu in Shanghai nach Hause gebracht. Ihr Ehemann Wu Xuewei glaubt, dass dies eine Folge der Forderungen für ihre Freilassung aus dem In- und Ausland ist. Auch der Rechtsbeistand von Mao Hengfeng hatte in den vergangenen zwei Monaten immer wieder beantragt, dass die Menschenrechtlerin aus medizinischen Gründen auf Bewährung freigelassen wird. Möglicherweise wurde die Entscheidung der chinesischen Behörden auch dadurch beeinflusst, dass das Umerziehungslager die Aufnahme von Mao Hengfeng aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustandes verweigert hatte.

Mao Hengfeng befindet sich derzeit zuhause. Sie dankte Amnesty International für den Einsatz für ihre Freilassung und berichtete über ihre Festnahme. Als sie am 30. September in Peking war, um das Mondfest zu feiern, wurde sie von etwa 20 Männern in Zivil verfolgt. Sie versuchte sich in einer öffentlichen Toilette vor dem Chaoyang-Park zu verstecken, wurde jedoch von mehreren der Männer entdeckt, herausgeschleppt, geschlagen, getreten und auf den Boden gedrückt. Man zwang sie, in einen Kleinbus einzusteigen und brachte sie auf die Polizeistation in Shanghai, wo man sie verhörte.
Am 30. Oktober 2012 wurde Mao Hengfeng wegen „Störung der öffentlichen Ordnung“ zu 18 Monaten „Umerziehung durch Arbeit“ verurteilt, nachdem sie Anfang des Jahres an Gedenkveranstaltungen für die verstorbenen Aktivistin Teng Jingdi teilgenommen hatte. Sie wurde in der Hafteinrichtung der Bezirkspolizei Yangpu in einer dunklen, fensterlosen Zelle in Einzelhaft gehalten und erhielt erst Zugang zu sauberem, heißem Wasser als sich ihr Gesundheitszustand verschlechterte. Mao Hengfeng hat sehr hohem Blutdruck und litt in Haft an schweren Kopfschmerzen und Durchfall.

Vielen Dank allen, die Appelle geschrieben haben. Derzeit sind keine weiteren Aktionen des Eilaktionsnetzes erforderlich.